Westfalenpost / Lokalausgabe

18.04.2018

Es stand in der Zeitung

Heute vor 30 Jahren

Geruchsbelästigung auf den Dörfern

Bauausschuss: ,, Ja zu neuen Stallanlagen in den Dörfern"

lautete der Titel in der Westfalenpost am 18.April 1988.In der Sitzung des Bauausschusses drehte sich alles um Stallanlagen in Nehden,Thülen und Wülfte. Die Ausschussmitglieder diskutierten heftig über die Pläne der Landwirte. Nach damaliger Aussage des Ortsvorstehers, gab es ständig Beschwerden über Geruchsbelästigungen. ,,Wer überprüft ständig die dauernde Funktion der Lüftungen, die Klimatisierung der Ställe, die Düngung und die Lärmemissionen?", fragten sich die Beteiligten. Trotz der langen Diskussion stimmten die Politiker den Anträgen zu. In Nehden wurde eine Scheune zu einem Schweinestall umgebaut. In Wülfte entstand eine neue Stallanlage zur Sauenzucht und in Thülen ein Rinderstall.

 

Weitblick durch Aussichtsturm am Bulsterkopf

Westfalenpost / Lokalausgabe

09.04.2018

Einen Aussichtsturm am Bulsterkopf zu errichten, war ein Thema bei der Mitgliederversammlung des Dorfvereins Wülfte. Rund 45 Bürgerinnen und Bürger aus Wülfte konnte Ortsvorsteher Erich Canisius zur Versammlung im Gasthof Canisius begrüßen.

Rückblick

Nach Verlesen der üblichen Regularien gab Canisius einen kurzen Rückblick auf die Aktionen im letzten Jahr. Die Dorferneuerung „Wülfter Straße“ ist abgeschlossen und Erich Canisius hob positiv hervor, wie gut die Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern und der Straßenbaufirma Friedel Tillmann geklappt hat. In diesem Jahr soll es mit der Dorferneuerung in der Straße „Am Kapellenstein“ weitergehen. Mit Hilfe der ortsansässigen Handwerker ist das Dorfarchiv in der alten Schule fertiggestellt worden. Nun können alle Vereine hier ihre erhaltenswerten Gegenstände und Unterlagen sicher lagern. Im Herbst wurden mit einigen Helfern unter Anleitung von Sebastian Dudda mehrere hundert Blumenzwiebeln im Dorf gepflanzt. Auch zwei Ausgaben der Wülfter Dorfinfo wurden 2017 wieder an alle Haushalte in Wülfte verteilt.

 

Ausblick

Außer den alljährlichen Aktionen sollen im Frühjahr im Park bei der Infotafel ein Willkommensschild aufgestellt werden und im Oktober der Dorfwandertag wieder durchgeführt werden. Ein größeres Projekt, das der Dorfverein umsetzen möchte, ist es, den Aussichtspunkt am Bulsterkopf zu erhalten. Der nach Kyrill erschaffene Aussichtspunkt wächst langsam wieder zu. Dort könnte ein Aussichtsturm oder eine Aussichtsplattform errichtet werden, um den Weitblick zu erhalten. Gespräche mit der Stadt Brilon sind hier auch schon erfolgt.

Im Anschluss an die Versammlung gab Jörg Schlüter von der BWT und Mitorganisator der Hansetage 2020 einen Überblick über die Vorbereitungen und Durchführung der Hansetage 2020 in Brilon. Wie sich herausstellte, wird dies eine große Aufgabe für Brilon sein, die Tage mit mehreren zehntausend Menschen aus vielen verschiedenen Ländern zu stemmen. Hier sind auch die Ortschaften rund um Brilon aufgefordert, sich zu beteiligen. Jörg Schlüter sprach deshalb ganz bewusst die Wülfter Bürgerinnen und Bürger an, sich Gedanken zu machen, wie sich das Dorf einbringen könnte.

 

Briloner AC  stellt Meister

Westfalenpost / Lokalausgabe

27.02.2018

Im Anschluss an die Jugendversammlung startete der Vorsitzende Michael Bork mit seinem Rückblick, unterstützt von den Beiträgen seiner Vorstandskollegen. Ein besonderer Schwerpunkt lag hier auf den vielen sportlichen Erfolgen. Besonders erwähnt werden sollten hier der 1. Platz in der Mannschaftswertung des Sauerland-Cups, der 1. Platz in der DMSB-Slalom-Meisterschaft, den sich Jan Hoffmann auf vielen Parcours erkämpfte, sowie der 1. Platz in der Deutschen Slalom-Meisterschaft, der an das neue Clubmitglied Philipp Hartkämper ging.

Bei den Wahlen wurde der stellvertretende Vorsitzende Benedikt Schulte einstimmig in seinem Amt bestätigt, gleiches gelang Sportleiter Manfred Vogt, Pressereferentin Anke Walbaum und Kassenprüfer Sascha Nowaczyk.

Clubmitglied Sascha Fritschka wurde die ADAC-Sportnadel in Silber überreicht. Meisterschafts-Sieger Jan Hoffmann bekam von seinen Clubkameraden einen Siegerkranz für seinen Titelsieg.

 

Manuel Henke erster Brandinspektor in Wülfte

Westfalenpost / Lokalausgabe

21.02.2018

Die Löschgruppe Wülfte hat in ihrer Generalversammlung Manuel Henke für eine weitere sechsjährige Amtsperiode als Löschzugführer bestätigt.

Der alte und neue Leiter der Wülfter Feuerwehr konnte neben elf Einsatzkräften und den drei Kameraden der Ehrenabteilung auch Ortsvorsteher Erich Canisius und Ratsmitglied Stefan Kraft zu der Versammlung begrüßen. Auch der stellvertretende Leiter der Briloner Feuerwehr, Jürgen Mertens und der 1. Beigeordnete der Stadt Brilon, Reinhold Huxoll, waren der Einladung gefolgt.

Erich Canisius bedankte sich im Namen aller Wülfter Bürger für die gute Zusammenarbeit. Besonders bei der hohen Flexibilität der Löschgruppe während der Sanierung der „Wülfter Straße“. Dort war über mehrere Wochen die Einfahrt zum Gerätehaus blockiert, sodass das Feuerwehrauto an einem anderen Standort untergebracht werden musste.

Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Brilon, Jürgen Mertens, bedankte sich für die Einladung und für die gute Zusammenarbeit der Löschgruppe Wülfte und der Wehrführung. Aber auch für die gute Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und der Stadt Brilon. Diesem konnte der Beigeordneter Reinhold Huxoll nur beipflichten.

Die Löschgruppe Wülfte wurde 2017 zu keinem Einsatz gerufen, trotzdem waren die Kameraden ca. 850 Stunden im Dienst. Darunter wurden 15 Übungen und neun Schulungen abgehalten.

Neben seiner Wiederwahl gab es für Löschgruppenführer Manuel Henke auch noch eine Beförderung. Nach dem erfolgreich bestandenen Zugführerbasis-Lehrgang am Institut der Feuerwehr in Münster wurde er von der Wehrführung zum Brandinspektor ernannt. Diesen Dienstgrad hat es in der 75-jährigen Geschichte bei der Löschgruppe Wülfte noch nie gegeben.

Erfreulicherweise wird Julian Bork als neues Mitglied die Löschgruppe Wülfte unterstützen. Sie besteht nun aus 16 Einsatzkräften und fünf Kameraden in der Ehrenabteilung.

 

Ökologische Mode entworfen und hergestellt in Brilon

Westfalenpost / Lokalausgabe

06.02.2018

Fair Fashion wird immer präsenter: Auch die Designerin Gudrun Beerbohm aus Wülfte stellt solche Kleidung her. Ihr Stil: Klassisch und zeitlos.

Ende Januar stellten Designer in Berlin im „ethical fashion show“ die neueste faire und ökologische Mode vor. Für ethisch korrekte Kleidung müssen Frauen in der Region nicht weit fahren - Gudrun Beerbohm aus Wülfte produziert hier schon lange solche Stücke: Auf Kleiderstangen in ihrem Atelier reiht sich feinster verarbeiteter Stoff aneinander: Leinen in sanften Farben, umschmeichelnde, schlichte Kleider in kräftigem Schwarz. Ganz vorne hängt ein Rock: Lila Leinen in Form von Blütenblättern liegt auf einem transparent-tülligen Stoff. Ihr Stil: Schlicht, klassisch, weiblich, ab und zu verspielt.

„Ich bekomme oft von meinen Kunden gesagt, dass sie meine Sachen jahrelang tragen“, sagt die 58-Jährige und fügt hinzu: „Meinen Stil würde ich als zeitlos und schick bezeichnen.“ Die Stücke kosten um die 200 bis 400 Euro. Doch Qualität hat ihren Preis: Hier sitzt jede Naht, feinster Stoff ist Kante auf Kante genäht und die Stücke haben noch zahlreiche Abnäher - im Gegensatz zur Ware von der Stange.

Liebe zu natürlichem Gewebe

Die große Leidenschaft von Gudrun Beerbohm findet sich bereits im Material wieder: Naturstoffe - vor allem Leinen, „je gröber, desto besser“, wie sie sagt. „Naturstoffe sind ganz anders auf der Haut zu tragen als Polyester“, sagt die Designerin und schwärmt anschließend vom Gefühl der reinen Seide, die selten in herkömmlicher Konfektionsware zu finden ist. Wolle ist auch ein großes Thema: „Ich kaufe gerne bei englischen Wollherstellern, die haben wirklich eine super Qualität“, erklärt sie. Walkstoff, ein festes filz-ähnliches Gewebe, bezieht sie aus Österreich.

 

Weg zur selbstständigen DesignerinWarum üben Naturstoffe so eine Anziehung auf sie aus? „Ich war immer sehr naturverbunden“, erklärt Beerbohm. Im Wendland ist sie aufgewachsen, dort wurde damals eine Kultur der Natur gepflegt – alleine wegen der Anti-Atomkraft-Bewegung, die aufgrund der Nähe zum Endlager Gorleben entstand.

Schon während des Studiums für Industriedesign in Kassel färbte sie mit Pflanzen, die sie selbst sammelte: „Dafür bin ich extra mit dem Fahrrad durchs Land gefahren“, erinnert sie sich. Nach dem Studium absolvierte sie bei „Müller & Sohn“ in München eine Schnittmacherausbildung, bei der sie lernte, Schnitte als Grundlage für die spätere Kleidung zu erstellen.

Danach fing sie bei Hess Natur in Bad Homburg an. „Die waren mit Maas Natur die Vorreiter in Deutschland für ökologische Kleidung“, sagt die Designerin. Das sei aber alles noch ganz am Anfang gewesen, als das Unternehmen noch zwanzig Angestellte hatte. „Es war sehr persönlich und gemütlich, wie eine kleine Familie“, erinnert sich Beerbohm.

Nach ihrer Anstellung dort erledigte sie Auftragsarbeiten für Mode-Firmen und nahm Lehrtätigkeiten an, danach machte sie sich 1992 selbstständig. Zunächst arbeitete sie in Frankfurt, später zog sie nach Brilon. Früher bediente sie Ladenkunden, jetzt näht sie vor allem für Privatkunden und verkauft über mehrere ökologische Onlineshops – und über ihren eigenen.

Mehr Freiheit für die Zukunft

In Zukunft möchte sie diesen Onlinestore mit dem Namen „Alhambra“ weiter voranbringen. „Das ist ein langer Weg, glaube ich“, sagt Gudrun Beerbohm. Ein weiterer Wunsch wäre, mehr experimentelle Mode zu machen: „Ich möchte entwerfen, experimentieren und einfach eine Kollektion erstellen, weil es mir Spaß macht – mit schönen Materialien“, erzählt die 58-Jährige mit sichtlicher Freude.

Vergangenes Jahr stellte sie selbst auch auf der „ethical fashion show“ in Berlin aus. Zwar sollen damals wenige Besucher da gewesen sein, aber Beerbohm sagt auch: „Die Menschen waren sehr sympathisch und der Postbahnhof, wo wir ausstellten, hatte eine wundervolle Atmosphäre.“

 

 

Einbruch ins Tierheim Brilon Westfalenpost / Lokalausgabe

30.01.2018

Das Tierheim an der Wülfter Straße haben Einbrecher zwischen Samstag, 16:00 Uhr, bis Sonntag, 07:00 Uhr, aufgesucht. Sie brachen ein Zauntor auf und kletterten durch ein aufgehebeltes Fenster ins Gebäude, entwendeten einen Schranktresor und einen PC.

=> Hinweise an die Polizei Brilon unter Tel.:02961 - 90 200.

 

Altenbriloner Straße zu eng für einen Zebrastreifen

Westfalenpost / Lokalausgabe

25.01.2018

Erwartungsgemäß und wie von der CDU-Fraktion beantragt hat sich der Bau- und Planungsausschuss gestern Abend nicht mit dem Ausbau der Südstraße befasst. Dazu soll es, wie Ausschussvorsitzende Alice Beele (SPD) sagte, erst eine weitere Anliegerversammlung geben.

Wie ausführlich berichtet, hat der hohe Anliegerbeitrag von 19,64 Euro pro qm Grundstücksfläche bei den Anwohnern der Südstraße Unverständnis und heftige Verärgerung ausgelöst, weil der ebenfalls geplante Ausbau der Altenbriloner Straße die Anlieger dort nur mit 4,15 Euro/qm belastet.

Deren Ausbau segnete der Bau- und Planungsausschuss gestern Abend einstimmig ab. Auf rund 180 m Länge erfolgt ab diesem Frühjahr von der Hubertusstraße bis zur Bahnhofstraße ein Komplettausbau inklusive eines neuen Kanals und einer neuen Wasserleitung; zudem sollen – aber das ist mit Netzbetreibern noch abzuklären – Leerrohre für den späteren Glasfaserausbau mitverlegt werden.

Versetzte Parkstreifen

Die Fahrbahn wird 5,75 m breit, sie enthält beidseitig im Mittel 1,5 m breite Gehwege und einen versetzen Parkstreifen, der – in Fahrtrichtung bergab – nach etwa einem Drittel der Strecke verspringt. Im unteren Teil kann in Richtung Bahnhofstraße geparkt werden, im oberen Drittel in Richtung Hubertusstraße. Wobei Ordnungsamtsleiter Marcus Bange sagte, dass außerhalb dieser Parkzonen keine Halteverbotsschilder aufgestellt werden. So können bei Beerdigungen die Trauergäste auch ihre Wagen auf der Fahrbahn abstellen. „Den zeitweisen Parkdruck werden wir nicht lösen können“, sagte CDU-Ratsherr Michael Hilkenbach: „Es sei denn, wir legen anderswo extra einen Parkplatz an.“

Die Stadtwerke hatten vorgehabt. den Bereich, in dem die Parkstreifen die Straßenseite wechseln, mit einer kleinen begrünten Fläche optisch zu betonen. Das wollten die Anlieger aber nicht, deshalb soll die Stelle – wie in der Gartenstraße – einfach nur farblich markiert werden.

Rechtlich nicht möglich ist die Anlegung eines Zebrastreifens in Höhe der oberen Bushaltestelle. Für den wäre – in Fahrtrichtung bergab – nur unmittelbar hinter der Haltestelle Platz. Das, so Marcus Bange, sei aber zu gefährlich und nicht statthaft. Und eine Bushaltestelle anzulegen, lasse der Platz nicht zu.

Letzter Abschnitt in Wülfte

Das Thema Fußgängerüberweg soll im nächsten Bauabschnitt untersucht werden, dann, wenn es um den Ausbau des Kreuzungsbereiches mit der Hubertusstraße geht. Im oberen Bereich der Altenbriloner Straße, nahe des Eingangs zum Friedhof, herrsche ohnehin eine höhere Fußgängerfrequenz. hieß es.

Ebenfalls in diesem Jahr ausgebaut wird der Kapellenstein in Wülfte. Dabei handelt es sich um die letzten rund 100 m von der Ortsdurchfahrt in Richtung Alme. Im Rahmen der Dorferneuerung hat Wülfte im vergangenen Jahr bekanntlich eine neue Straße erhalten. Das letzte Stück soll in gleicher Weise ausgebaut werden - 5 m Fahrbahn und jeweils 50 cm gerompelte Betonsteinrinne. In Richtung St. Anna-Kapelle erhält die Straße einen Bürgersteig. Dazu muss eine Gartenmauer beseitigt werden. Das, so Adriane Plewka von den Stadtwerken, sei bereits mit den Anliegern abgeklärt.

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