Feurig, feuriger, 1. Mädelssitzung in Wülfte

Westfalenpost / Lokalausgabe

07.11.2019

Karnevalsauftakt am 11.11. kann jeder, in Wülfte wurde schon am 2. November die Saison mit einem Kracher eröffnet. Zum ersten Mal wurde eine Sitzung speziell nur für Damen ausgerichtet. Bei ausverkaufter Halle brodelte die Stimmung schon direkt zu Beginn um 14:31 Uhr. Dorfjeckin Elke Becker führte das herrlich kostümierte Frauenvolk gekonnt durchs prall gefüllte Programm. Von klassischem Gardetanz über Comedy sowie Showtanz bis hin zu „knackigen“ Männerballetts war für jeden Geschmack etwas dabei. Auch „nackte Tatsachen“ kamen nicht zu kurz. Die Nummernboys kündigten mit vollem Körpereinsatz jeden Programmpunkt an, sodass sich die Stimmung von Minute zu Minute steigerte. Es war ein herrlich jecker Abend, an dem die ausgelassene Meute bis spät in die Nacht feierte. Die Lady’s sind sich einig, dass eine Wiederholung außer Frage steht.

 

 

A 46 - Wie viel Zeit sparen Pendler durchs neue Teilstück?

Westfalenpost / Lokalausgabe

02.11.2019

Serie

In der Rush-Hour durch Bestwig, das ist kein Vergnügen. Ulrich Bork nimmt die T(ort)our seit 41 Jahren auf sich. Was ändert sich für Pendler?

Wenn es mal wieder nur im Stop and Go voran geht, ergibt sich Ulrich Bork dem Unvermeidlichen: „Ich habe aufgehört, mich aufzuregen.“ Seit 41 Jahren fährt der Wülfter auf dem Weg zu seiner Dienststelle im Kreishaus Meschede durch Bestwig. „Wenn’ super läuft“, sagt er, seien die 30 Kilometer in 32 Minuten zu schaffen. Oft genug kommt aber eine viertel Stunde drauf. Der Grund: das Nadelöhr Bestwig.

Der für Kultur und Zentrale Dienste bei der Kreisverwaltung verantwortliche Fachbereichsleiter gehört zum Heer der Pendler, das dem 18. November mit besonderer Erwartung entgegen sieht.

Nach zehnjähriger Bauzeit werden die 5,6 Kilometer A46 bis zum Schlinksiepenkopf sowie der 2,8 km lange Zubringer an der Knickhütte bei Bigge für den Verkehr freigegeben. Rund dreieinhalb Minuten bis vier Minuten dürfte die Fahrt über das neue Teilstück dauern.

Allmorgendlich und zum Feierabend hin zieht sich eine schier endlose Blechlawine durch Velmede, Bestwig und Nuttlar. Der Berufsverkehr macht einen Großteil der 19.776 Kraftfahrzeuge aus, die Straßen.NRW für den zentralen Teil der Strecke, den Abschnitt zwischen dem Abzweig nach Ramsbeck und dem nach Ostwig, für 24 Stunden ermittelte. Eine Verkehrserhebung für eine „Spitzenstunde“, so Straßen.NRW-Sprecher Oscar Santos gebe es nicht. Was man jedoch sagen könne: Mit der Freigabe des A46-Endstücks reduziere sich der Verkehr durch Bestwig auf rund 9.500 Fahrzeuge in 24 Stunden.

Dann darf aber nicht jeder Berufspendler so denken wie Ulrich Bork. Er habe schon überlegt, künftig weiterhin durch Bestwig zu fahren - „Denn der Verkehr wird ja weniger.“

Das gilt zumindest für den Durchgangsverkehr. Aber da sind ja auch noch die Eltern, die ihre Kinder zu Schulen und Kindergärten bringen. Deshalb versucht Ulrich Bork auch, „um halb acht da durch zu seien“.

Pendlerströme treffen aufeinander

Zur Rush-Hour kommt einiges zusammen. Da vereinigen sich am Zusammenfluss von B7 und B480 zwischen Antfeld und Nuttlar die 155 Pendler aus dem Raum Marsberg und die 698, die aus dem Raum Brilon nach Meschede oder nach Arnsberg wollen mit den 1272 Berufstätigen, die aus dem Raum Olsberg in die gleiche Richtung unterwegs sind und die dabei noch 181 Pendler aus Medebach, 72 aus Winterberg und 25 aus Hallenberg zur Autobahn im Schlepp haben.

In Gegenrichtung, also ins Hochsauerland hinein, sind es laut dieser Statistik weniger. Wobei IT.NRW in seiner Statistik für jede Kommune nur die 15 stärksten Pendlerströme berücksichtigt hat.

Verkehrsabhängige Ampelschaltung

Aber es sind nicht nur die Ampeln, die den Verkehr stocken lassen. Auch die vielen Linksabbieger sorgen dafür, dass sich hinter ihnen der Verkehr staut. Die im Sinne des flüssigen Gegenverkehrs durchzulassen, ist zwar rücksichtsvoll und gut gemeint - aus verkehrstechnischer Sicht allerdings kontraproduktiv, wie Straßen.NRW-Sprecher Oscar Santos sagt, denn: „Die Ampeln sind alle verkehrsabhängig geschaltet.“

Es gibt keine festen Schaltrhythmen, sondern Taktgeber für den Lichtwechsel sind die Induktionsschleifen, die im Abstand von 20 Meter im Asphalt liegen. Sollten die in einer bestimmten Zeitspanne nicht beide befahren werden, signalisiert das der Ampelsteuerung, dass kein Bedarf mehr an Grün besteht und die Ampel springt um. Und dieser Abstand zum Vordermann, so Santos, werde oft durch die Gefälligkeit für den Gegenverkehr erreicht.

Urlauber nehmen Stau offenbar gelassen hin

Dass die Entlastung von Bestwig nicht automatisch auch eine Verbesserung für die Urlauber bedeutet, sagt der Winterberger Touristik-Chef Michael Beckmann. Da sei eine bereits bei Meschede und über Schmallenberg zur Asten-Region ansetzende große Lösung anzudenken. Bei einer Verkehrszählung am 17. Februar seien an der Ruhrquelle 13.600 Fahrzeuge gezählt worden, davon waren 9.300 in Richtung Olsberg unterwegs. Er befürchtet, dass auch künftig die Abfahrt von der Autobahn auf die Bundesstraße für Staus sorgen wird - nur jetzt eben an der Knickhütte. Wobei aus den Orten hier mehr Kritik am Verkehr kommt als von den Urlaubern selbst. Beckmann jedenfalls habe zu seiner eigenen Überraschung noch keine Klagen vernommen, nicht einmal negative Kommentare in den sozialen Medien. Ihm schwant auch warum: „Die meisten kommen aus der Rhein-, Ruhr-Region. Da gehört der Stau offenbar zum Lebensgefühl.“

Buket Cebe, Verkehrspsychologin aus Brilon, hat einen guten Rat: „Akzeptanz. Es kommt auf die innere Haltung an. Wer mit der Realität im Kampf liegt, empfindet Belastungen und Stress stärker.“ Und das gilt nicht nur für den Stau, sondern für das ganze Leben.

Eine Testfahrt zur morgendlichen Rush-Hour

Wir haben einmal den Selbstversuch gemacht: Ein Werktagmorgen von der A46 nach Brilon:

Runter von der Autobahn und von weitem schon zu sehen: die Ampel an der Einmündung auf die B7, die Ampel Nr. 1 von 12, zeigt rot. Langsam rollt der Wagen aus. Und stop. Nach 30 Sekunden grün. Und weiter geht’s. Aber nicht allzu lange. Am Ortseingang von Velmede stockt es.

Das liegt an Ampel Nr. 2 an der Kreuzung nach Föckinghausen. Die abfallende Straße ermöglicht einen Blick auf die Autoschlange. Sie ist lang, sehr lang. Und kommt nur langsam vorwärts. Immerhin: Es reicht für die nächste Grünphase. Und das - o Wunder - soll so bleiben.

Ampel Nr. 3 bei der Esso kommt in Sicht, eine Fußgängerampel. 20, 30 m voraus biegt ein Bus in die Haltestelle. Glück gehabt, das Aussteigen der Fahrgäste dauert - und die Grünphase auch.

Ampel Nr. 4, an der Grimmestraße, auch eine wegen der Fußgänger. Aber von denen ist keiner dort unterwegs - grün.

Nach 5:30 min Fahrt das Ortsschild Bestwig, und es taucht auf die „Dreifache Kombination“ am Bahnhof. Ampel Nr. 5 hat Pause, alle Felder sind dunkel. Sie ist eine von vier Bahn-Bedarfsampeln. Die werden nur in Betrieb genommen, wenn sich ein Zug nähert. So wird der vorfahrtsberechtigte Verkehr auf der Bundesstraße gestoppt, um den Bahnübergang frei zu bekommen.

Wenige Meter weiter Ampel Nr. 6, die Fußgängerampel am Bahnhof. Kein Zug, kaum Passanten - grün. Und auch am Abzweig nach Ramsbeck meint es Ampel Nr. 7 gut mit dem Testfahrer - grün. Und so geht es weiter. Ampel Nr. 8 am Lidl - grün. Da will Ampel Nr. 9 am alten Aldi an der Kreuzung zum Bergkloster nicht nachstehen - grün.

Und dann, nach 8:02 min Fahrtzeit, passiert es doch: Rot-Stau an Ampel Nr. 10, am Abzweig nach Elpe.

Nuttlar erreicht. Freie Fahrt, auch diesmal ist kein Zug unterwegs. Hier gibt es oft bei den Linksabbiegern, die ein Stück oberhalb von Schneider-Korn nach links Dorf oder die „Rennstrecke“rauf Richtung Warstein wollen, oft Rückstaus, wenn man Pech, hat sogar bis Bestwig. Aus Sorge, den Bahnübergang nicht schnell genug frei zu bekommen, bleiben die Schranken unten, bis ein Zugpaar durch ist. Das kann bis zu zehn Minuten dauern. Noch in diesem Jahr soll dort eine Bedarfsampel installiert werden wie Ampel Nr. 11 auf der Strecke - am Dümel kurz vor dem Ortsausgang. Auch hier ist weiter alles im grünen Bereich. In Sicht kommt die Bermecke-Brücke, der Zubringer zur Autobahn.

Und von weitem schon zu erkennen: Ampel Nr. 12 steht ebenfalls auf Grün. Aber nicht mehr lange. Auf Höhe der Abbiegespur Richtung Winterberg kommt Gelb. Manch einer hätte hier noch Gas gegeben...

11:58 min hat die Fahrt gedauert. Ein prima Wert für den morgendlichen Berufsverkehr. Und wenn man der Strichliste trauen kann: rund 300 Fahrzeuge waren in Gegenrichtung unterwegs. Wie viele davon demnächst die Autobahn nehmen?

Übrigens: Nachts lässt sich die Strecke in unter acht Minuten schaffen.

 

 

 

Königlich: Treffen in der Schützenhalle

Westfalenpost / Lokalausgabe

02.11.2019

Zum 6. Mal fand das Königinnentreffen der St. Anna Schützenbruderschaft Wülfte 1828 statt: 29 ehemalige Königinnen waren dabei.

Nach dem Sektempfang gab es ein Kaffeetrinken im Speiseraum der Schützenhalle.

Beim Königinnenquiz hieß es, Fragen rund um den Ort Wülfte zu beantworten.

Nach ganzem Einsatz konnte Vera Sombert, vor Liesel Kraft und Barbara Krämer das Spiel

für sich entscheiden und bekam den Königinnen-Schlaumeier-Orden.

Beim Vogelschießen, von Manfred Vogt geleitet, war Konzentration gefragt. 

Vera Sombert wurde die amtierende Königin der Königinnen und Silvia Ising die Vizekönigin.


 

Bleibt Alme weiterhin vom Briloner Erdgas abgeschnitten?

Westfalenpost / Lokalausgabe

25.10.2019  

Das Klima-Paket der Bundesregierung bringt die Stadtwerke Brilon ins Grübeln. Lohnt sich die derart aufwändige Erweiterung des Gasnetzes?

Die meisten im Dorf heizen mit Öl, viele mit Flüssiggas oder Pellets, im Kommen sind Wärmepumpen, und einer baut sich sogar sein eigenes Elefantengras zum Stochern an. Erdgas ist in Alme Fehlanzeige. Und wird es wohl auch weiterhin bleiben. Zwar will Stadtwerke-Geschäftsführer Axel Reuber den Anschluss des größten Dorfes der Stadt Brilon heute noch nicht „für tot“ erklären, allein: Alles ist eine Frage der Kosten und der Rentabilität. Und da sieht es angesichts der aktuellen Klimaschutzdebatte eher trübe aus.

Abschreibungsfrist beträgt 45 Jahre

Am Mittwoch hat das Bundes-Kabinett das viel diskutierte Klimapaket geschnürt. Eine der zentralen Maßnahmen: Ab 2026 dürfen keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden. Wird vielleicht auch das Erdgas in einer nicht allzu fernen Zukunft zum Auslaufmodell? Der Stadtwerke-Aufsichtsrat hat sich jüngst mit dem Thema beschäftigt. Klar ist: Allein die Anbindung von Alme an die das Stadtgebiet beliefernde Ringleitung ist, so Axel Reuber, „Millionen-Projekt“. Zwei Varianten sind grundsätzlich möglich: entweder von Wülfte aus an der B 480 entlang oder über die Egge oder aber von der anderen Seite her, von Thülen. Dann läge auch das bisher ebenfalls erdgasfreie Nehden an der neuen Versorgungsleitung.

Wie auch immer: Die Abschreibungsfrist für die Investition beträgt 45 Jahre. Sollten wie beim Öl ab einem bestimmten Zeitpunkt auch neue Erdgas-Heizungen auf den Index kommen, blieben die Stadtwerke auf den Investitionskosten sitzen. Deshalb sagt Axel Reuber: „Wir müssen gucken, ob die Rahmenbedingungen auf lange Sicht stimmen.“

Das Briloner Gasnetz Brilon ist rund 191 km lang. 
Foto: Manuela Nossutta Funkegrafik NRw

 

Mit Papierfabrik fiel der größte Verbraucher aus

Anfang der 70er Jahre, erinnert sich der ehemalige Ortsvorsteher Wilhelm Harding, habe das Dorf „die Chance zum Anschluss ans Erdgas vertan“. Damals besaß der Ort mit der Papierfabrik Alexandria einen Energie-Großverbraucher. Auf dessen immensen Kohlebedarf sei sogar der Almer Bahnhof ausgelegt gewesen. Das Werk mit seinen 150 Mitarbeitern schloss jedoch 1972 nach 100 Jahren seine Tore.

Neben Alme und Nehden sind auch noch Bontkirchen, Radlinghausen, Rixen und Esshoff erdgasfreie Zonen.

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Info: Erdgas derzeit noch die Hauptheizquelle

Laut Bundesverband der Energie - und Wasserwirtschaft (BDEW) verteilen sich die Heizformen wie folgt:Erdgas 48 %, Öl 35 %, Fernwärme 14 %, Holz 7,5% und Strom/Wärmepumpe 5 %.Das Klimapaket sieht zwar ein Verbot von neuen Ölheizungen vor, lässt aber Ausnahmen zu, wenn z.B. weder Gas noch Fernwärme oder erneuerbare Energien möglich sind; eine Modernisierung wird gefördert.

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Insgesamt versorgt die Stadtwerke Brilon Energie GmbH rund 5000 Kunden. Jährlich kommen nach Angaben des Geschäftsführers etwa 80 dazu. Auffallend sei der hohe Anteil jener Hausbesitzer, die ihre Heizung von Öl auf Gas umstellen. Wenn jemand mit Wechselabsichten an die Stadtwerke herantritt, in dessen Straße bereits Erdgas liegt, kann dem Wunsch umgehend Rechnung getragen werden. Sollte vor der Haustür noch keine Leitung liegen, müsse man sehen, wie hoch der Aufwand werde, sagt Reuber. Dann spreche man durchaus auch die Nachbarn an, ob sie nicht auch wechseln möchten. Sollte das nicht der Fall sein, seien „einzelvertragliche Regelungen“ möglich, bei denen sich der Hauseigentümer an den Investitionskosten der Stadtwerke beteiligt.

Trend zum Energie-Mix

Zunehmende Bedeutung gewinnt die Kombination von Photovoltaik- und Wärmepumpentechnologie. Damit lassen sich, so Axel Reuber, bei Niedrigenergiebauweise bis zu 70 Prozent des Energiebedarfs decken. Eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielen die regional unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Im Rheinland, sagt Reuber, würde in teilweise in Neubaugebieten schon gänzlich auf das Verlegen von Erdgasleitungen verzichtet.

Das sieht im Hochsauerland anders aus. Nicht von ungefähr hatten die Stadtwerke im vergangenen Jahr am 1. März um 10 Uhr morgen den Jahresrekordverbrauch von 68.819 kWh zu verzeichnen: „Das war der kälteste Tag des Winters“, sagt Julian Pape vom Wetterportal Sauerland in Winterberg. Dafür hatte eine kalte Hochdruckfront gesorgt. Am Kahlen Asten sank das Thermometer auf knackige-15,5 Grad herab. Und das bei einem strahlendblauen Himmel mit mehr als acht Sonnenstunden.

Insgesamt haben die Stadtwerke im vergangenen Jahr 1,4 Millionen Kubikmeter Gas durch das rund 191 km lange Leitungsnetz geleitet. Das entspricht in etwa 159,5 Millionen kWh. Die Stadtwerke ihrerseits beziehen das Erdgas von mehreren Händlern oder beschaffen es sich direkt an der Börse. Der jetzt im Klimapaket vorgesehene Co2-Zuschlag von - anfangs - 10 Euro pro Tonne wird bereits auf dieser Handelsstufe fällig und eingepreist.

 

 

Dorfwandertag in Wülfte begeistert Groß und Klein

Westfalenpost / Lokalausgabe

19.10.2019

Ortsvorsteher Erich Canisius konnte zahlreiche Gäste beim neunten Wülfter Dorfwandertag begrüßen. In diesem Jahr führte die Wanderung bei Sauerländer  Herbst-Nieselregen-Wetter entlang der Wülfter Felder und Wiesen zunächst zur Sagenstation Wülfte. Dann ging es weiter zur Sommerseite in Richtung Lagerplatz der Briloner Schnade. Dort gab es umfangreiche Informationen zum Thema Wald von Revierförster Ludger Hogrebe. Er erläuterte die Problematik des Borkenkäferbefalls und stand für Fragen zur Verfügung. Nach einer kurzen Rast ging es durch die ,,Schlucht" wieder bergauf in Richtung Aussichtspunkt Bulsterkopf. Auf dem Weg ins Dorf gab es am neuen Wasserhochbehälter der Stadtwerke Brilon noch eine weitere Pause. Es bestand die Möglichkeit, den Hochbehälter zu besichtigen. Christian Finger, Mitarbeiter der Stadtwerke Brilon, hielt spannende Informationen für die Wülfter Wanderer bereit. Am Bürgerraum an der Schützenhalle konnten sich alle Kaffee und Kuchen schmecken lassen. Zudem gab es Spießbraten, Bratwurst und Krautsalat und natürlich kühle Getränke. Die Kinder hatten die Gelegenheit, unter der Anleitung Joelle Horstmann Drachen zu basteln.

 

 

Westfalen Klassik kommt durch den Altkreis Brilon

Westfalenpost / Lokalausgabe

04.09.2019

Bei Ritzenhoff in Essentho ist am Freitag Mittagspause, dann geht es am Diemelsee und über Padberg und Wülfte weiter.

Foto: Westfalenpost

Alt und edel - das sind sie, die Oldtimer, die für vier Tage bei der 3. Int. ADAC Zurich Westfalen Klassik durch die Soester Börde und das Sauerland cruisen. Heute geht es in Bad Sassendorf los. Insgesamt machen sich rund 70 Fahrzeuge auf die Strecke.

Morgen, Freitag, ist der Tross im Altkreis Brilon unterwegs und zu erleben. Bei der Fa. Ritzenhoff in Essentho wird sogar ein längerer Stopp eingelegt - beste Gelegenheit also für alle Oldtimer-Fans, diese nostalgischen Schätzchen ganz aus der Nähe und in aller Ruhe anzuschauen.

Mit dabei ist ein Auto-Fans sicher aus dem Fernsehen bekanntes Gesicht: „PS-Profi“ Sidney Hoffmann nimmt mit einem Porsche 964 C an der Westfalen Klassik teil. Nicht nur aus Freude am Fahren, sondern auch im Dienst einer guten Sache, nämlich für die Stiftung Kinderherz.

Fahrt mit „PS-Profi“ versteigert

Zu deren Gunsten wurde der Beifahrersitz in dem Hoffmann-Porsche versteigert. Der Gewinner erlebt also einen Tag mit dem Sport 1-Moderator und hat gleichzeitig noch sehr viel Gutes getan. 2250 Euro war dem Höchstbietenden der Platz an der Seite des Fernsehmoderators wert.

Bei Ritzenhoff in Essentho legt der Tross - wie im Vorjahr seine Mittagspause ein. Die Fahrerteams haben dabei Gelegenheit, sich im Showroom des Glasherstellers die Beine zu vertreten - hier treffen automobiles Kulturgut und Glaskunst vom Feinsten aufeinander. Wer sich die noblen Karossen anschauen möchte, ist von etwa 11 bis 14.30 Uhr dort willkommen; der Besuch kostet nichts.

Etwa eine halbe Stunde Kaffeepause legen die Fahrer dann bei den Meister-Werken in Rüthen-Meiste ein. Firmen-Chef Johannes Schulte ist selbst ein begeisterter Auto- und Oldtimer-Fan. Er stellt gleich drei Fahrzeuge für die Westfalen Klassik ab - echte Hingucker: einen Cadillac 353 Fleetwood Roadster aus dem Jahr 1930, ein Mercedes 300 S Cabriolet von 1952 und die 1983 hergestellte Replika eines Excalibur K 500.

Ältestes Fahrzeug ist von 1924

Eine Rarität ist das 1924 gebaute Rally AZ, von dem es angeblich nur noch zehn Exemplare gibt. Es ist auch das älteste Auto der Tour. Gegen den offenen Rally-Puristen bietet der Bentley 4,5 Le Mans von 1929 Masse und Luxus pur.

Richtig voll wird es am Samstag auf den Straßen zwischen Warstein und Bad Sassendorf. Denn dann gesellen sich die rund 80 Teilnehmer der 21. Bad Sassendorf Classic zu dem Tross der Westfalen Klassik. Das gesamte Feld besucht über Mittag - von 11 bis 15 Uhr das Montgolfiade-Gelände in Warstein.

 

„Concours d’Elegance“ zum Abschluss am Sonntag in Bad Sassendorf

Als Höhepunkt und Abschluss des Oldtimer-Festivals steigt am Sonntag von 10 bis 18 Uhr noch das große Familienfest ADAC Classic im Park in Bad Sassendorf. Dort werden über 200 Oldtimerfans ihre Wagen präsentieren. Motto:„Bad Sassendorf wohl behütet“.

Der ADAC Westfalen freut sich besonders über Besucher, die Mut zum Hut zeigen! Vorbeikommen, staunen, bewundern, heißt es an diesem Tag vor allem für die Besucher: Rollendes Kulturgut hautnah erleben und sich dann an einem der zahlreichen historischen Foodtrucks stärken. Besonderes Highlight: der Concours d’Elegance auf der Promenade. Hier präsentieren sich die Teilnehmer der ADAC Zurich Westfalen Klassik ab 10 Uhr noch einmal dem Publikum. Der schönste Oldtimer von allen wird dabei prämiert.

 

 

Fahrt ins Steinhorster Becken

Westfalenpost / Lokalausgabe

12.08.2019

20 Seniorinnen und Senioren aus Wülfte trafen sich bei guten Wanderwetter zu einer gemeinsamen ,,Fahrt ins Blaue".

Ziel des Tages war das Naturschutzgebiet Steinhorster Becken bei Delbrück. Nach einem etwa einstündigen Rundgang

durch das wunderschöne Biotop wurden in angenehmer Atmosphäre im Bauerncafe' Brinkmeier weitere Aktivitäten

der Wülfter Seniorinnen und Senioren vorgestellt. Ein besonderer Dank der Senioren aus Wülfte ging an diesem Tag an den Fahrdienst.

 

 

Guten Morgen

von Joachim Aue

Westfalenpost / Lokalausgabe

01.08.2019

Ohne Frauen ginge gar nix

Keine Schützenbruderschaft und kein - verein kann auf sie verzichten, die Vorstandsfrauen. Während ihre Männer mit ihrer stolzen

Uniform im Rampenlicht stehen, agieren Vorstandsfrauen meistens im Hintergrund. Schon vor dem großen Fest putzen sie die Halle

und sorgen für die Dekoration. Während andere feiern, verkaufen sie selbstgebackenen Kuchen oder schmieren Schnittchen.

Ehrenamtlich, das versteht sich von selbst. Und wenn einmal Not am (Feuerwehr-) Mann ist, wie jetzt auf dem Schützenfest in Wülfte,

übernehmen sie sogar die Verkehrsabsicherung bei den Festzügen. Ein Horrido auf die Vorstandsfrauen !

 

 

Die Schützen in Wülfte feiern ihren neuen König Jan Müller

Westfalenpost / Lokalausgabe

30.07.2019

Auf dem Schützenfest in Wülfte holte sich Jan Müller mit dem 181. Schuss die Königswürde und regiert nun mit seiner Freundin Melissa Bange die dortigen St. Anna Schützen.

 

Es brauchte viel Geduld und 181 Schuss bevor die Schützen in Wülfte ihren neuen Regenten feiern konnten.

Doch Jan Müller setzte sich durch. Bei den St.-Anna-Schützen fiel der Vogel mit dem 181. Schuss.

Da hatte sich Jan Müller, der Stabführer des Spielmannszuges, im Wettstreit mit Wolfgang Spitthoff

durchgesetzt und die Königswürde errungen.

Zur Königin erkor sich der neue Regent von St. Anna seine Freundin Melissa Bange aus Alme.

 

 

Mit „Brilon Natürlich“ Blick in fremde Gärten werfen

Westfalenpost / Lokalausgabe

14.07.2019

Das Wetter meinte es am Samstag nicht besonder gut, trotzdem nutzten viele Gartenfreunde die Gelegenheit, einen Blick in fremde Gärten zu werfen.

Mit einem „Tag der Offenen Gärten“ startete der Arbeitskreis von „Brilon Natürlich“ am Samstag in sein Ferienprogramm. Insgesamt 10 Gartenbesitzer

in Brilon sowie je einer in Nehden und Wülfte luden alle Gartenfreund dazu ein, einen Blick hinter ihre Gartentürchen zu werfen.

Und da ließ man trotz der mitunter miesen Witterung nicht lange bitten.

Sie strömten ins Scharen in die Gärten, um sich hier und da ein paar Anregungen zu holen oder auch ein wenig zu fachsimpeln. Zum Beispiel im Garten

mit dem alten Teehaus von Dirk Wiese und seiner Frau Tina am Drübel, wo ein ständiges Kommen und Gehen herrschte.

Ohnehin zeigten sich die stolzen Gartenbesitzer als gute Gastgeber und servierten sogar Kaffee und Kuchen.

Auch in diesem Jahr hat „Brilon Natürlich“ ein dickes Aktionsprogramm für die Ferien geschnürt.

 

 

170 Sorten Rosen in einem Wülfter Garten

Westfalenpost / Lokalausgabe

12.07.2019

Katja Voss

Wülfte.  Im Garten von Sabine Luis stehen Rosen im Mittelpunkt.

Bei der Pflege der Königin der Blumen spielen alte Strumpfhosen eine tragende Rolle.

Sabine Luis ist Rosen-Fan. In ihrem Garten kultiviert sie 170 verschiedene Sorten.                   Foto: Katja Voss

  

Das rostige Schild am Eingang verspricht nicht zu viel: Der Rosengarten in Wülfte überwältigt mit Blütenfülle und intensivem Duft. Für dieses Rosenparadies hat Sabine Luis auch zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen.

Nach den ersten Schritten auf den Weg in den Garten von Sabine Luis in Wülfte weht mir ein unbeschreiblicher Duft entgegen. Noch ein paar Schritte weiter kommt ein Anblick, den ich nicht erwartet habe: Rosen soweit das Auge reicht. Sie blühen gerade um die Wette. Kletterrosen, Ramblerrosen, Strauchrosen und Beetrosen in Weiß, Rosa, oder Pink. ,,Der Duft ist die Seele der Rose",schwärmt die passionierte Gärtnerin. Deshalb hat sie viele historische Sorten verwendet, denn das Aroma kann mit den neueren Züchtungen nicht mithalten.

170 verschiedene Rosensorten hat die Wülfterin in ihrem Garten mittlerweile gesammelt - die Namen jeder einzelnen Schönheit hat sie auf einem großem Pflanzenplan festgehalten. ,,Und zwar mit Bleistift, so kann ich etwas wegradieren und neue Pflanzen direkt eintragen. Denn ein Garten ist nie fertig." Wobei ein neues Exemplar nicht einfach den Platz einer alten Rose einnehmen kann. ,,Mann sollte dem Boden zwei, drei Jahre Ruhe gönnen oder die Erde austauschen", empfielt Luis.

Foto: Katja Voss

Keinen Hoofstaat

Damit die Rosen ihren perfekten Auftritt haben können, darf ihnen niemand die Schau stehlen. Die Begleiter wie Lavendel, Sterndolde, Salbei, Frauenmantel, Buxbaum und Zierlauch sind eher zurückhaltend: ,,Man sagt ja, die Rose ist die Königin der Blumen. Und eine Königin brauch nun mal einen Hofstaat", sagt Luis mit einem Lächeln. Früher wurde in dem Garten nur Gemüse angebaut. 1989 wurde er umgestaltet. Gemüse wächst mittlerweile nur noch in einer kleinen Ecke, wo auch einige rote und gelbe Blumen ihren Platz gefunden haben. ,,Ich habe viel Lehrgeld bezahlt." Mittlerweile kennt Sabine Luis viele Tricks. Jedem, der einen Garten anlegen will, empfiehlt sie, sich die Verhältnisse genau anzuschauen: Wie ist das Licht im Laufe des Sommers? Wo weht der Wind besonders stark und wo nicht? Wo landet der Schlagregen? Danach sollte man die Pflanzen und ihren Standort wählen. Für Rosen hat sie Tipps parat: Überschwängliche Triebe werden mit alten Strumpfhosen festgebunden-die kosten nix, sind ,,unkaputtbar" und fallen durch die Farbe kaum auf. Gedüngt wird mit Rosendünger im März, manchmal gibt es auch eine Ladung Kompost. Und schneiden? ,,Da sollte man besser ein Auge zu machen und mutig sein." Wie gut ihre Rosen dank pflege gedeihen, können sich Besucher am Tag der offenen Gärten am Samstag, 13. Juli von 14 bis 18 Uhr selbst anschauen.

Foto: Katja Voss

Rosen nicht verwöhnen

In heißen, trockenen Sommern wässern viele Gartenbesitzer ihre Blumen. Grundsätzlich gilt: Nur früh morgens oder abends gießen, sonst verdunstet das Wasser zu schnell oder die Pflanzen verbrennen regelrecht. Rosen besser morgens gießen, damit nasse Blätter schnell wieder abtrocknen, sonst drohen Krankheiten. Gerade neue, noch nicht eingewachsene Stauden und Sträucher brauchen im Hochsommer Wasser. Sabine Luis empfiehlt, etablierte Rosen nicht mehr zu gießen. ,,Man sollte Rosen nicht verwöhnen, sonst denken die, sie bekommen immer was.

 

Johannes Kraft neuer Kinderkönig

Westfalenpost / Lokalausgabe

10.07.2019

Die Wülfter Kinder haben ein neues Kinderkönigspaar. In diesem Jahr nahm Johannes Kraft selbst die Zügel in die Hand und schoss den Vogel ab,

nachdem er im vergangenen Jahr von Nora Kraft zum König gewählt wurde. Stolz präsentierte Johannes Kraft die königliche Kette, zu seiner Königin

wählte er Klara Sombert. Zuvor präsentierte sich das amtierende Königspaar Nora Kraft und Johannes Kraft bei bestem Sommerwetter in einem

gelungenen Festzug den Besuchern aus Nah und Fern. Im Anschluss stärkte man sich an der reichlich gedeckten Kuchentafel.

 

 

Viele Streuner finden durch Tierheim Brilon neues Zuhause

Westfalenpost / Lokalausgabe

06.07.2019

Von Jürgen Hendrichs

Vor 40 Jahren gründete sich der Träger der Einrichtung. Zur Feier des Tages gibt es einen Tag der offenen Tür mit Programm für die Besucher.

Das Tierheim Brilon lädt für Sonntag, 7. Juli, ein zum Tag der offenen Tür. Der Anlass ist ein besonderer: Es ist 40 Jahre her, dass mit dem damaligen „Natur- und Tierschutzvereins Brilon e.V.“ der Träger für die geplante Einrichtung gegründet wurde. Ganze 7000 Mark waren auf dem Konto, als die Planungen für den Bau des „Tierschutzheims Hochsauerland“ in dem ehemaligen Steinbruch am Flotsberg an der Straße nach Wülfte begannen. Am 19. Oktober 1985 war es dann soweit. Die Einweihung nahm ein besonderer Gast aus Düsseldorf vor: der damalige Staatssekretär Dr. Hans-Herrmann Bentrup.

Das hatte einen besonderen Grund: dem langjährigen,2015 verstorbenen Briloner Landtagsabgeordneten Julius Drescher (SPD) hatte der Bau des Tierheims ganz besonders am Herzen gelegen. Die Tierschutzheime, so der Staatssekretär damals, ,,bewahren nicht nur entlaufene Haustiere oder herrenlose Tiere vor Not oder gar einem kläglichen Ende, sie sind auch Ort und Symbol für die gemeinsame Anstrengung der Vereinsmitglieder, Zeichen für die gemeinschaftliche Bereitschaft zur Verantwortung für die uns Menschen anvertraute Kreatur."

Und schon damals appellierte der Politiker, ,,endlich Frieden mit der Natur zu schließen." Schon nach 100 Tagen waren die Aufnahmekapazitäten zu klein geworden, sodass der Bau eines weiteren Außenzwingers und einer Remise nötig wurden, wie im WP-Archiv nachzulesen ist.

Katzen, Kaninchen und ein Hamster

Zur Zeit befinden sich acht Hunde, fünf Kaninchen ,ein Hamster und rund 40 Katzen in der Obhut des Tierheim-Teams. ,,Jetzt kommen viele Kitten rein", sagt Natascha Lohberg, die ihre Ausbildung zur Tierpflegerin am Flotsberg absolviert. Jüngst wurden zum Beispiel fünf ausgesetzte Katzenbabys abgegeben. Sie waren auf einem Feld gefunden worden, immerhin:,,Da war eine Tüte mit Futter und was zu trinken dabei", sagte Natascha Lohberg.

Das Engagement des Tierheim-Teams und der vielen ehrenamtlichen Unterstützer und Freunde kann morgen von 11 - 16 Uhr in Augenschein genommen werden. In den vergangenen zwei Jahren sind zahlreiche Baumaßnahmen vorgenommen worden. Neben der Besichtigung der Einrichtung gibt es ein informatives Rahmenprogramm. So geben die Hunde-Physiotherapeutin Marie-Theres Schauerte und die am Tierheim angesiedelte Hundeschule DoggyLogic Einblick in ihre Arbeit und Anbieter von Tierfutter und-zubehör sind vor Ort. Hunde können morgen von den Besuchern mitgebracht werden.

Der Tierschutzverein hat rund 200 Mitglieder, seit drei Jahren ist Manfred Holzky der Vorsitzende. Das Tierheim wird von Lena Becker geleitet, der eine Voll-und eine Teilzeitkraft, eine Auszubildende und eine ganze Reihe ehrenamtlicher Helfer - vor allem die sog. Gassigänger - zur Seite stehen.

Zuständig für 7 Städte

Das Tierheim kümmert sich um die in den sechs Kommunen des Altkreises Brilon sowie in Willingen aufgegriffene Tiere.

Im Gegenzug zahlen die Kommunen einen nach ihrer Einwohnerzahl gestaffelten Betriebskostenzuschuss an das Tierheim.

In Brilon sind das zum Beispiel im Moment 71 Cent pro Kopf, die Stadt Winterberg zum Beispiel steuert 9500 Euro bei.

Infos: www.tierheim-brilon.de

oder Tel.: 02961-1878

 

 

Ludgerus - Schützen überraschen Elke Becker

Westfalenpost / Lokalausgabe

22.06.2019

Alme/Wülfte. Die Almer Ludgerus-Schützen warteten für den Spielmannszug Wülfte auf dem Schützenfest mit einer ganz besonderen Überraschung

auf: Musikerin Elke Becker bekam einen ,,LTW" geschenkt. Das ist allerdings kein Löschfahrzeug, wie man es von der Feuerwehr kennt, sondern ein

,,Lyra-Transportwagen" für ihr nicht gerade leichtes Musikinstrument. Und das nicht ohne Grund, denn seit immerhin 40 Jahren spielt Elke Becker im

Wülfter Spielmannszug auf dem Schützenfest in Oberalme die Lyra, die heute in keinem Spielmannszug mehr fehlen darf.

 

Wohin mit Boden - und Bauschutt?

Westfalenpost / Lokalausgabe

11.06.2019

Deponie Wülfte: Eigentümer kündigt zum 31. Juli Betreiber. HSK spricht von

,,sehr schwierigen Verhältnissen". Alternative ins Auge fassen.

Jürgen Hendrichs

Der Stadt sehe die Brisanz der Sache, wenn jedoch jemand den Beteiligten „eher die Pistole auf die Brust setzen“ könne, sei dies der Hochsauerlandkreis. So Brilons Beigeordneter Reinhold Huxoll zu einem Problem, auf das CDU-Stadtrat Wolfgang Diekmann im Bau- und Planungsausschuss hingewiesen hatte. Es geht um die Boden- und Bauschuttdeponie Wülfte. Weil es dort, so Huxoll, „Disharmonien zwischen Beteiligten“ gebe, steht deren Benutzung über den 31. Juli hinaus offen. Denn zu diesem Termin hat der Verpächter einer Teilfläche des früheren Steinbruchgeländes der Betreiberfirma gekündigt.

Sehr schwierige rechtlichen Verhältnissen

Bereits im März hatte der Hochsauerlandkreis in der Sitzung des Betriebsausschusses auf diese „unerfreuliche Entwicklung“ hingewiesen. „Die Gesamtgemengelage“, so ist es in der Sitzungsniederschrift notiert, führe zu „sehr schwierigen rechtlichen Verhältnissen“. Da die „Fronten sehr verhärtet“ seien, könne es passieren, dass die Deponie ab 1. August nicht mehr zur Verfügung stehe.

„Die Zeit läuft uns weg“, sagt Diekmann. Schon in der Betriebsausschusssitzung habe er gefordert, ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren einzuleiten, wenn sich die betroffenen Vertragspartner nicht einigen könnten. Dabei sucht der Kreis als hoheitlicher Träger der Abfallentsorgung nach einem privaten Betreiber, der entweder an diesem Standort mit dem Eigentümer klar kommt und die Boden- und Bauschuttdeponie weiter betreibt, oder nach einem ganz neuen Standort im Raum Brilon.

CDU: Stadt muss Druck machen, und zwar gewaltig

Zu diesem Verfahren, so Diekmann, sei es jedoch bisher nicht gekommen. „Die Stadt muss Druck machen, und zwar gewaltig“, so Diekmann. Denn es sei den Bauunternehmen und Einwohnern nicht zuzumuten, etwa zur Deponie nach Padberg zu fahren. Diekmann: „Das sind mit dem Lkw 45 Minuten.“

Was bei vielen Ortskundigen jetzt die Frage aufwirft: Moment mal? Gibt es nicht genau gegenüber, neben Tierheim, nicht auch noch eine Deponie? Stimmt. Deren Restvolumen liegt nach Angaben des Hochsauerlandkreises aber noch bei gerade einmal 5050 Tonnen. Das reiche normalerweise noch bis Ende kommenden Jahres. Allerdings ist auf dieser Deponie eine Brech-Anklage installiert, auf der das angelieferte Material recycelt wird. Auf diese Weise „geht auch immer wieder was raus“, so der HSK.

Erweiterung in Wiemeringhausen

Auf der Relit-Deponie dagegen können nach Angaben des Kreises noch etwa 116.000 Tonnen gelagert werden. Das reiche bis etwa zum Jahr 2030. Insgesamt hat die Deponie eine Kapazität von 533.000 Tonnen.

Im Rahmen der Fortschreibung des 2017 beschlossenen Deponiekonzeptes ist im Altkreis Brilon die Erweiterung der Deponie in Wiemeringhausen von derzeit 207.000 cbm um 143.000 cbm vorgesehen. Insgesamt, so der Kreis, sei hierzulande - „insbesondere im Vergleich mit den Nachbarkreisen eine hohe Entsorgungssicherheit gegeben“.

Alle Deponieklassen abgedeckt

Kreisweit sind 12 Deponien in Betrieb, eine weitere in Medebach-Glinfeld, steht nach einer Insolvenz nicht mehr zur Verfügung.

Die meisten Deponien befinden sich in der Kategorie 0, das heißt, dort konnen gering belastete mineralische Abfälle, sogenannte Inertstoffe, entsorgt werden. Inertstoffe sind nicht brennbar, lösen sich nicht auf und bauen sich biologisch nicht ab - klassischerweise Bodenaushub oder Bauschutt.

In Padberg, Bestwig und Sundern-Hellefeld handelt es sich um Deponien der Klasse 1. Das sind nicht gefährliche Abfälle, die einen geringen organischen Anteil aufweisen dürfen, etwa bestimmte Chargen Haus - und Gewerbemüll.

Zudem gibt es in Bestwig-Frielinghausen die Zentrale Reststoffdeponie des Hochsauerlandkreises, die mit ihrer Klassifizierung in die Kategorie II und III alle Sicherheitsstandards und abfallrechtlichen Auflagen erfüllt.

 

 

Tag der offenen Gärten

Westfalenpost / Lokalausgabe

30.05.2019

Briloner Bürgerinnen und Bürger öffnen ihre Gartenpforten zum Beginn der Sommerferien                                 Foto: STADT BRILON

und freuen sich auf interessierte Besucher.     

Generalprobe für die Hansetage 2020   

Zwölf Gartenfreundinnen und - freunde öffnen am Samstag 13. Juli, in der Kernstadt und den Ortsteilen Nehden und Wülfte ihre Gartenpforten und freuen sich auf interessierte Besucherinnen und Besucher. Von 14 bis 18 Uhr sind folgende Gärten geöffnet: Derkere Mauer 9, Heinrich-Jansen-Weg 3, Am Drübel 3, Wittekindstraße 16, Am Etzelsberg 28, Am Markt 14, Rochusstraße 5, Hinterm Friedhof 12, der Kneipgarten im Kurpark, Glockengießerweg 5, Am Marmorbruch 5a in Brilon-Nehden und Wülfter Str. 10 in Brilon-Wülfte. Ob Stauden-, Rosen-oder Kräutergarten, Obst - und Gemüseanbau - dieser Tag der offenen Gärten verspricht eine große Vielfalt und interessante Gespräche mit den Besitzerinnen und Besitzern. Die Aktion findet im Rahmen von ,,Brilon natürlich" statt und versteht sich als ,,Generalprobe" für die Hansetage 2020, die im nächsten Jahr vom 4. bis 7. Juni in Brilon stattfinden werden.

                                                                           

Krebskranke Kira kehrt zu ihren Wurzeln nach Wülfte zurück

Westfalenpost / Lokalausgabe

29.05.2019

Linda Sonnenberg

Viola Helms und ihre Hündin haben beide Krebs. Die Mischlingshündin hat nicht mehr lange zu leben und kehrt deshalb nach Wülfte zurück.

„Wir sind super froh, dass wir hier sind!“ Während Viola Helms das sagt, blickt sie liebevoll auf ihre Schäferhund-Colli-Dame Kira, die hechelnd neben ihren Füßen sitzt.

Die beiden reisten aus Hamburg an, um den Hof zu besuchen, auf dem die Hündin vor 14 Jahren geboren wurde. Denn lange zu leben hat der aktive Mischling nicht mehr. Wie bei ihrem Frauchen wurde auch bei Kira Krebs diagnostiziert. Doch anders als bei der 33-Jährigen, macht eine Behandlung bei der Hündin keinen Sinn mehr (wir berichteten). Deshalb entstand der Wunsch möglichst schnell nach Wülfte zu kommen.

Doch die Kontaktaufnahme gestaltete sich schwierig. „Ich versuchte über Social Media Kanäle, wie Facebook, herauszufinden, wem der Hof inzwischen gehört. Dazu habe ich in verschiedene Gruppen gepostet, allerdings kaum Rückmeldungen erhalten“, berichtet Viola Helms. „Ich bin nicht sonderlich oft bei Facebook“, muss Gudrun Kok lachend eingestehen.

Viola Helms, ihr Hund Kira und Bauernhofbesitzerin Gudrun                                                                       Foto: Linda Sonnenberg

                                                                 

Über Bekannte aufmerksam geworden

Sie und ihr Mann Wim haben den Hof im vergangenen Jahr übernommen und befinden sich aktuell noch in den Umbauarbeiten. „Ich hatte über Bekannte mitbekommen, dass Viola auf der Suche nach unserem Hof in Wülfte ist. Dann gab es allerdings ein paar technische Probleme.“ Nach einiger Zeit fanden die beiden aber doch noch den Kontakt zueinander: „Ich habe mir die Zeitungsartikel über Viola und Kira zeigen lassen und wusste dann: Das ist unser Hof“, sagt Gudrun Kok.

Und sie luden die Hamburgerin nicht nur ein, sich die Umgebung anzuschauen. „Ich darf sogar in der Ferienwohnung umsonst wohnen, wie toll ist das denn?“, freut sich Viola Helms und ergänzt: „Mit so viel Unterstützung und Gastfreundschaft im Sauerland hatte ich vorher gar nicht gerechnet.“ Für das Ehepaar, das hofft noch in diesem Jahr mit den gröbsten Umbauarbeiten durch zu sein, eine Selbstverständlichkeit, wie sie beteuern.

Ungeplant lange Anreise

Und nach einer ungeplant langen Anreise („Wir haben über zehn Stunden gebraucht. Auf den Autobahnen standen wir stundenlang im Stau.“) wurde zuerst einmal die Umgebung erkundet. Sowohl Hund als auch Besitzerin schienen es zu genießen: „Kira ist super neugierig, läuft herum und schaut sich alles ganz genau an“, freut sich Viola Helms, wie aktiv ihre Hündin trotz Krankheit noch ist. Und fühlt sich dadurch auch in ihrem Handeln bestärkt: „Viele haben nicht verstanden, wieso es mir so wichtig ist und haben mir von der Reise abgeraten.“

Doch Hund und Frauchen verbindet eine besondere Beziehung, wie sie erklärt: „Kira ist immer für mich da, sie ist einfach mein Ein und Alles. Da wollte ich ihr einfach auch noch einmal etwas zurück geben. Und nun hoffe ich hier eine schöne Zeit zu haben.“ Ein Anliegen, dass auch Wim Kok unterstützt: „Wenn dein Gefühl sagt, dass du es machen sollst, dann mach es auch einfach.“ Da keine Behandlung gegen die Krebserkrankung mehr folgen, weiß Viola Helms nicht, wie lange ihre 14-jährige Hündin noch hat.

Wiedersehen geplant

Aber eine weitere Reise nach Wülfte ist schon geplant: „Ich hoffe sehr, dass Kira noch bis zum Sommer, oder vielleicht sogar Winter bleibt. Dann würden wir gerne wieder herkommen.“ Und das Ehepaar Kock versichert: „Bei uns sind die beiden immer herzlich Willkommen.“

 

 

Viel zu erledigen für den Spielmannszug

Westfalenpost / Lokalausgabe

20.05.2019

Zahlreiche Auftritte warten auf den Wülfter Verein. Aber auch eine Pause

Der Spielmannszug Wülfte traf sich im sehr gut gefüllten Saal des Gasthof Canisius zur Generalversammlung.Der Vorsitzende Peter Henke konnte zahlreiche Vereinsmitglieder begrüßen. Auf der Tagesordnung standen neben den üblichen Berichten der Geschäftsführung auch der Bericht des Stabführers und des Kassierers. Aber auch Ehrungen spielten eine wichtige Rolle an diesem Tag. Kristin Becker, Christin Kraft und Niklas Henke haben die Ehrennadel des Volksmusikerbundes füt 10-jährige aktive Mitgliedschaft erhalten. Der Spielmannszug Wülfte e.V. hat in diesem Jahr zahlreiche Auftritte zu absolvieren. Die Schützenfesttermine der Schützenbruderschaften Alme, Eversberg, Ramsbeck und natürlich Wülfte sind fest im Terminkalender eingetragen. Fest im Terminkalender eingetragen ist auch das Freundschaftstreffen zum 100-jährigen Bestehen des Tambourkorps der Freiwilligen Feuerwehr Brilon am vergangenen Wochenende.

Kinderschützenfest steht an

Auch das Kinderschützenfest Wülfte am vergangenen Sonntag gehörte zu den Terminen des Vereins. Als nächstes geht es zum Kinderschützenfest Petersborn am 25. Mai. Der Spielmannszug Wülfte e.V. reist in diesem Jahr auch zum Deutschen Wandertag nach Schmallenberg und gestaltet dort den Festumzug mit. Zum Abschluss der Saison gönnen sich die Mitglieder des Spielmannszuges Wülfte dann noch etwas Erholung. Es geht für drei Tage in den Heidepark Soltau in der Lüneburger Heide. Wer auch gerne dabei sein möchte, kann sich jetzt schon einen Termin vormerken. Nach den Sommerferien startet der Verein mit der Ausbildung von neuen Nachwuchsmusikern. Kinder und Jugendliche ( ab dem 2. Schuljahr ), aber auch Erwachsene, sind dann zu einem Informationsabend eingeladen. Dort sollen die Instrumente vorgestellt und der Ablauf der Ausbildung erläutert werden. Der genaue Termin ist in den nächsten Wochen im Internet zu finden unter www.wuelfte.de 

                                                                                                                                                     

,,2016 sollte ich eigentlich schon tot sein"

Westfalenpost / Lokalausgabe

04.05.2019

Von Linda Sonnenberg

Hamburg / Wülfte Viola Helms und ihren Hund Kira verbindet ein ganz besonderes Schicksal. Nicht nur, dass die Hundedame seit 14 Jahren bei der Hamburgerin lebt: beide kämpfen auch gegen den Krebs an. Die 32-Jährige geht deshalb nun an die Öffentlichkeit. Denn sie möchte den Geburtsort ihrer Hündin im Sauerland finden: ,,Ich will mit Kira noch einmal zu dem Hof reisen, auf dem sie geboren wurde." Denn lange wird die Hundedame nicht mehr gegen ihre Erkrankung ankämpfen können. Sie wird schon sehr bald sterben.

,,Wir sind beide Kämpferinnen"

Viola Helms kämpft seit 2012 gegen eine Krebserkrankung an. Ihr Hund Kira ist nun ebenfalls zum zweiten Mal erkrankt.

Am 6. Februar 2005 zog der Schäferhund-Collie-Mix als Welpe bei Viola Helms ein. Der damalige Partner ihrer Mutter hatte ihr den Hund über seine Kontakte nach Brilon vermittelt. ,,Wir haben schon eine besondere Beziehung." 2012 wurde bei Viola Helms schwarzer Hautkrebs diagnostiziert. ,,2016 sollte ich eigentlich schon unter der Erde liegen",so die erschütternde Prognose ihrer damaligen Ärzte.

Violas Krebserkrankung

Die Krebserkrankung hatte die Lymphknoten, die Lunge und Gehirn befallen. Es folgten mehrere Chemotherapien und Bestrahlungen. Momentan ist es zu einem Stillstand der Erkrankung gekommen: ,,Aktuell habe ich Ruhe. Die noch vorhandenen Krebszellen haben nicht gestreut. Die nächsten Kontrollen werden zeigen, wie es aussieht", so die 32-Jährige, die sich selbst als Kämpferin bezeichnet: ,,Es gibt immer wieder gute und schlechte Tage." In der schwierigen Zeit war der Hund eine Stütze. ,,Kira hat ein ganz tolles Wesen. Sie ist freundlich, aktiv, verschmust und ballverrückt."

Kiras Krebserkrankung

Umso schockierter reagiert Viola Helms, als auch Kira 2014 die Krebsdiagnose bekam: ,,Die Tierärztin entdeckte einen Mastzellentumor, der operativ entfernt wurde ." Doch nun der neuerliche Schock: Die Hündin, die auch unter Hüft-und Herzproblemen leidet, zeigt Probleme beim Kot lassen. Analdrüsenkrebs lautete die Diagnose. Anmerken lässt sich die quirlige Seniorin nichts: ,,Sie ist manchmal etwas unruhig, aber ansonsten genauso fit und bewegungsfreudig wie vorher auch. Eine richtige Kämpferin halt" lobt Viola Helms ihren Hund. Von einer Operation rät ihr die Tierärztin ab. ,,Sie ist inzwischenja auch schon in einem hohen Alter. Hinzu kommen die Probleme mit dem Herzen. Eine OP wäre zu riskant und kommt daher leider nicht mehr in Frage." Zudem bekommt der Hund schon Schmerztabletten gegen die Arthrose. Um über den genauen Zustand von Kira Aufschluss zu bekommen, müsste eine Biopsie durchgeführt werden. Doch diese ist bei der Vorgeschichte des Hundes zu riskant.

Der letzte große Wunsch

,,Wie hoffen jetzt, dass der Tumor nicht weiter wächst und ihr Schmerzen bereitet. Nun geht es vor allem darum, die verbleibende Zeit zu nutzen, die wir miteinander haben." Deshalb hat sich Viola Helms entschieden, den Ort aufzusuchen, an dem ihre Kira geboren wurde. ,,Viele halten mich für verrückt und fragen, was das bringen soll. Aber Kira und ich haben so eine enge Bindung und ich fänd es einfach schön, ihr noch einmal den Ort zu zeigen und mit ihr die Gegend zu erkunden." Auf ihrer Facebook-Seite (siehe Infokasten) bat sie deshalb um Hinweise, wer den Hof kennt.,, Er müsste in Wülfte liegen." Denn das Sauerland ist für die Hamburgerin bisher noch ein unbeschriebenes Blatt. Nachdem der Kontakt zum ehemaligen Partner ihrer Mutter abbrach, konnte sie nicht mehr nachvollziehen, wie Kira genau zu ihr kam. ,,Ich habe es über verschiedene Facebook-Seiten versucht, bisher allerdings noch keine Hinweise erhalten." Aufgeben will sie aber nicht. ,,Wir werden schon noch raus finden, wo Kira her kommt. Und dann machen wir uns auf den Weg." Bis dahin versuchen die beiden weiter ihren Alltag zu meistern: ,,Wir können bisher noch alles gemeinsam machen. Wir sind beide Kämpferinnen."

Facebook - Seiten als mobiles Tagebuch.

=> Viola Helms ist gleich auf zwei Facebook-Seiten zu finden. Unter

,,Diagnose Krebs - und der Kampf um mein Leben" informiert sie ihre Follower

über ihren Kampf gegen die Krankheit.

=> Und auch Kira hat ihre eigene Seite bekommen. ,,Ein Herz für Kira" begleitet die Hundedame in

ihrem Alltag.

                                                                                                                                                                                               

Dorfverein informiert über Neuigkeiten

Westfalenpost / Lokalausgabe

24.04.2019

Ehrung für den Wülfter Ortsvorsteher

Erich Canisius, Ortsvorsteher und 1. Vorsitzender des Dorfvereins Wülfte, konnte mehr als 60 Wülfter Bürgerinnen und Bürger zur offenen

Mitgliederversammlung im Gasthof Canisius begrüßen. Besonders erfreulich war, dass viele neu zugezogene Bürger der Einladung gefolgt sind. Auch

Bürgermeister Dr. Christof Bartsch war anwesend und konnte sich selbst ein Bild davon machen, wie der Dorfverein Wülfte arbeitet.

Neben den Regularien ging es um die Vorstellung der aktuellen Projekte.

Vom Baugebiet Lübbers Wiese gibt es noch in diesem Jahr einen Fußweg als Verbindung zur Wülfter Straße.

Im Baugebiet sind alle städtischen Baugrundstücke verkauft, zum größten Teil sogar bebaut. Daher ist der Ortsvorsteher Canisius nun zusammen mit

Ratsmitglied Stefan Kraft im ständigen Gespräch mit der Stadt Brilon, wie für die Zukunft die Nachfrage nach Baugrundstücken in Wülfte gelöst werden

kann. Eine Fortschreibung des Baugebiets Lübbers Wiese und eine damit verbundene Überplanung der alten Schule und Verlegung des Spielplatzes

könnte zumindest eine Option sein.

Aussichtspunkt weiter aufwerten

Auch die Aufwertung des Aussichtspunktes Bulsterkopf stand zur Diskussion. Es liegt ein Entwurf des Architekturbüros Schmidt & Mengeringhausen aus

Olsberg vor. Zur Finanzierung könnte u.a. ein Zuschuss aus den Heimatfonds  über die Stadt Brilon beantragt werden.

Bei den Wahlen wurden Joelle Horstmann (2. Vorsitzende), Günther Schmidt (Kassierer), und Sabine Arens (Schriftführerin) sowie die Beisitzer Josef

Ising, Hermann Jochheim, Wilfried Krämer und Klaus Becker in ihren Ämtern bestätigt. Sebastian Sombert schied auf eigenen Wunsch aus dem

Vorstand aus. Für ihn rückt Markus Osebold nach.

Zum Ende der Versammlung überreichten Joelle Horstmann und die Sabine Arens dem überraschten Ortsvorsteher Erich Canisius für zehnjährige

Tätigkeit eine Bildercollage mit verschiedenen Projekten.

 

„Eberhard“ wirft bei Madfeld wieder viel Wald um

Westfalenpost / Lokalausgabe

11.03.2019

Der Briloner Stadtforst hat die ersten Windwurfschäden festgestellt. Derzeit sind noch zwei Straße im Altkreis Brilon gesperrt. Ein Überblick

Der Tag nach „Eberhard“: Die Orkan-Böen haben nicht nur etliche Einzelbäume umgeworfen, sondern auch flächig im Wald Schäden angerichtet. Am Prinzknapp bei Madfeld liegen nach ersten Schätzungen des Briloner Forstamts rund 1500 Festmeter am Boden. „Aber dabei wird es nicht bleiben“, so Forstchef Dr. Bub.

Derzeit sei man dabei, sich einen Überblick zu verschaffen. Vor einem Jahr hatte „Friederike“ für rund 30.000 Festmeter Sturmholz im Stadtwald gesorgt. Am Poppenberg bei Petersborn und im Bereich Burhagener Weg/Borberg haben sichbei dem Sturm am Wochenende etliche Bäume verkantet. „Alles, was aus der stabilen Achse heraus ist, muss aus Sicherheitsgründen entnommen werden“, so Dr. Bub weiter. Dazu sind spezielle Forstmaschinen wie Seilschlepper nötig.

Derzeit noch gesperrt sind die L 743 zwischen Brilon-Wald und Bruchhausen über die Feuereiche und die K 46 bei Wasserfall/Heinrichsdorf.

Alle Hände voll zu tun hatten die Feuerwehren mit umgestürzten Bäumen, und auch die Polizei musste wegen entwurzelter Bäume oder abgebrochener Äste flächendeckend Gefahrenstellen absichern.

Stromleitungen beschädigt

Am Müggenborn in Brilon drohte ein Baum auf ein Haus zu kippen. Der Baum wurde mit der Drehleiter entfernt. Auch in Alme war ein Baum auf einem Haus gefallen und musste entfernt werden. Am Poppenberg, in Wülfte und in Bontkirchen wurden Telefon- und teilweise Stromleitungen durch umfallende Bäume beschädigt.

In der Orkestraße in Medelon rangierte sich ein Autofahrer beim Versuch, wegen eines umgestürzten Baumes zu wenden, in den Straßengraben.

Und dann kam auch noch der Schnee. Der führte dazu, dass in der Petrusstraße in Brilon ein Auto gegen eine Mauer rutschte.

 

Automobilclub mit neuem Vorstandsteam

Westfalenpost / Lokalausgabe

11.03.2019

Sauerlandrundfahrt für Oldtimer am 11. Mai

Die Jahreshauptversammlung des Briloner Automobilclubs hat kürzlich im Clublokal Canisius in Wülfte stattgefunden. Die Mitglieder des Vereins trafen sich, um zunächst einen Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2018 zu werfen, wo neben den gewohnten Veranstaltungen auch die 50-Jahr-Feier im Kolpinghaus auf dem Programm gestanden hatte.

Nach den Berichten der einzelnen Referenten lag der Fokus auf den anstehenden Wahlen für den Vorstand. Fünf Vorstandsmitglieder des Briloner ACs stellten sich der Versammlung, dabei wurden der Vorsitzende Michael Bork, Touristikleiter Uwe Nowaczyk und Verkehrsreferent Andreas Walbaum in ihren Ämtern bestätigt.

Vorbereitungen laufen

Da die bisherige Schatzmeisterin Anette Maier nicht für eine Wiederwahl zur Verfugung stand, musste ihr Aufgabenbereich neu besetzt werden. Diesen Posten übernimmt nun der bisherige stellvertretende Sportleiter Mario Nowaczyk. Neu in den Reihen des Vorstandes begrüßt der Briloner AC Sascha Fritschka, der als stellvertretender Sportleiter nachrückt. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde Meinolf Kraft als Kassenprüfer.

Der Vorstand des Briloner ACs freut sich, mit einem neuen Team in die kommende Mororsportsaison zu starten und wünscht den aktiven Fahrern viel Erfolg bei den anstehenden Veranstaltungen. Als nächste eigene Veranstaltung steht die Oldtimer-Sauerlandrundfahrt am 11.Mai auf dem Plan, für die die Verantwortlichen bereits seit Monaten mit den Vorbereitungen beschäftigt sind. Zum Abschluss fand das Helferfest im gemütlichen Rahmen statt.

 

 

Windpark Alme-Nehden liegt weiter auf Eis

Westfalenpost / Lokalausgabe

04.03.2019

Im vergangenen Jahr ist kreisweit lediglich ein einziges Windrad neu in Betrieb gegangen. Das geht aus der zum Monatswechsel aktualisierten Windkraftkarte des HSK hervor. Derzeit liefern 138 Windräder Öko-Strom. Fast die gleiche Anzahl soll - Stand heute - allerdings noch hinzukommen. 22 sind bereits genehmigt, für 23 liegen Vorbescheide vor und 80 weitere sind beantragt.

Davon wiederum konzentriert sich das Gros, nämlich 32, im nordöstlichsten Zipfel des Kreisgebietes, im Sintfeld zwischen Essentho und Meerhof. Dort hatte im August 2001 der grüne Bundesumweltminister Jürgen Trittin das damals größte Binnenwindkraftgebiet Europas in Betrieb genommen. Die auf einer Fläche von 765 ha errichteten Anlagen leisteten insgesamt 105 Megawatt. Investitionssumme damals: 220 Millionen D-Mark.

Mittlerweile gibt es heftig Gegenwind, aus optischen und aus ökologischen Gründen. Jüngstes Beispiel: Der Windpark Alme-Nehden liegt weiter auf Eis. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat die Beschwerde der Windpark GmbH & Co. Brilon KG gegen den abschlägigen Beschluss des Verwaltungsgerichts Arnsberg zurückgewiesen, mit dem der Windpark-Betreiber per Einstweiliger Anordnung den Baubeginn seiner fünf Räder durchsetzen wollte.

Das Windkraftgebiet Wülfte-Alme-Nehden: Die grünen Anlagen des Bürgerwindparks Wülfte laufen bereits, um die violetten gibt es den Rechtsstreit.

Foto: Manuela Nossutta / Grafik

 

OVG: Beschluss nicht anfechtbar

Die im Handelsregister von Aurich (Niedersachsen) eingetragene Firma ist nicht zu verwechseln mit der Windpark Brilon GmbH & Co. KG. Die betreibt den kommunalen Windpark zwischen Altenbüren und Brilon; an ihr sind bekanntlich die Stadtwerke Brilon beteiligt. Die Windpark GmbH & Co Brilon KG ist Rechtsnachfolgerin der Enercon Windpark GmbH & Co. KG Passat IV KG, die ihrerseits die Anlage von der Ökotec Windenergie GmbH übernommen hatte. Der hatte der HSK 2017 die Genehmigung der fünf rund 204 m hohen 3-MW-Anlagen erteilt. Dagegen hatten sowohl Naturschutzverbände wie auch die Betreiber geklagt - allerdings aus gegensätzlichen Richtungen.

Während die Verbände unter der Federführung des Landesverbandes NRW im Natur- und Umweltschutzbund Deutschland (NABU) z.B. zu geringe Abstände zu Rotmilan- und Fledermausbeständen bemängelten, wehrten sich die Betreiber gegen die im Rahmen der Genehmigung erteilten Betriebseinschränkungen. So dürfen vier der fünf Anlagen zwischen 22 und 6 Uhr nur in einem schallreduzierten Modus laufen.

Bereits erstinstanzlich hatte das Verwaltungsgericht festgestellt, dass die vom HSK erteilte Genehmigung - wie vom NABU vermutet - Artenschutzaspekte nicht hinreichend berücksichtigt. Exemplarisch hat das OVG das nun an einer Nebenbestimmung zu sog. Ablenkungsflächen für den Rotmilan konkretisiert. Allein schon deren Rechtswidrigkeit, so das OVG, „steht der sofortigen Vollziehung hinsichtlich aller genehmigten Anlagen entgegen“.

Der Beschluss ist unanfechtbar. Also: Abwarten, was das Hauptverfahren ergibt.

 

Wülfter Dorfleben auf der großen Bühne

Westfalenpost / Lokalausgabe

27.02.2019

Die große Karnevalssitzung in Wülfte begeisterte das Narrenvolk in der Schützenhalle. Das dreistündige Programm wurde durch den Einzug ,,Der Mannschaft" mit der Funkengarde eröffnet. Den Auftakt der Büttenreden übernahm Karin Maas als ,,Blondine", indem sie über ihre Erlebnisse referierte. Die Funkengarde präsentierte einen Tanz besonderer Klasse. Im Anschluss berichtete Elke Becker gekonnt von den kleinen und großen Missgeschicken des Wülfter Dorflebens. Die Showtanzgruppe aus Wehrstapel zog zum ersten Mal das Wülfter Publikum in ihren Bann. Der Wülfter König und Elferratsmitglied Christian Niggemeier brachte dem Publikum das geheimnisvolle Wülfter Geräusch nahe. Anschließend zeigte die ,,Almer Dance Crew" ihre persönliche Zirkusvorstellung. Die Surfer-Boys vom Sparclub Lady begeisterten das Publikum mit ihren schwimmenden Leistungen. Bevor das große Finale startete, wurde die Narrenschar von den 15 ,,Crazy Dancers" mit einem ABBA-Tanz erheitert. Die Band ,,Headline" sorgte für Partystimmung.

 

 

Großer Andrang bei Einweihung

Westfalenpost / Lokalausgabe

06.02.2019

Einrichtung hat Platz für neun Jugendliche

Viel Betrieb im Landhof Wülfte: Zahlreiche Neugierige nutzten die Chance, die neue Wohneinrichtung für Kinder und Jugendliche zu besichtigen und Kontakt zu den jungen Menschen und den Mitarbeitenden zu knüpfen. „Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die herzliche Begrüßung hier in Wülfte“, sagt Tina Schröder, Regionalleiterin der FLEX Jugendhilfe gGmbH

Das Tochterunternehmen der Diakonischen Stiftung Ummeln aus Bielefeld baut mit der neuen Wohngruppe sein Angebot in Brilon aus, zu dem bisher das Internat am Rothaarsteig und die Hans-Zulliger-Förderschule gehören. Der Landhof Wülfte bietet nun Raum für neun Jugendliche, die in der Regel die Hans-Zulliger-Schule besuchen.

Nachdem Jugendliche und Mitarbeitende im Herbst eingezogen waren, hatten sie nun ihre Freunde und Familien eingeladen, ebenso die neuen Nachbarn in Wülfte und andere Einrichtungen der Diakonischen Stiftung Ummeln. Familie Martini, die Vorbesitzer des Hauses, verschaffte sich ebenfalls einen Eindruck vom gelungenen Umbau.

Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch und Wülftes Ortsvorsteher Erich Canisius wünschten der neuen Einrichtung viel Erfolg und freuen sich auf neue gemeinsame Projekte. Auch der eine oder andere ehemalige Schüler des Internats am Rothaarsteig nutzte die Gelegenheit, sich die Wohneinrichtung anzusehen.

Mitarbeitende und Jugendliche führten die rund 100 Gäste durch das Haus und berichteten über den Alltag. Bewirtet wurden die Besucher mit hausgemachten Smoothies, außerdem Kuchen, Waffeln und Getränken. So wurde der Tag der offenen Tür zum gelungenen Startschuss für den Landhof Wülfte und zur Basis für eine gute, offene Nachbarschaft im Dorf.

 

 

Oberst Josef Ising einstimmig im Amt bestätigt

Westfalenpost / Lokalausgabe

26.01.2019

Generalversammlung der St. Anna - Bruderschaft Wülfte. Harmonie bei den Wahlen. Kappensitzung

Zur Generalversammlung der Schützenbruderschaft St. Anna Wülfte begrüßte der 1.Vorsitzende Josef Ising 57 Schützen, unter ihnen den amtierenden Schützenkönig Christian Niggemeier, Ortsvorsteher Erich Canisius und den silbernen Jubelkönig Thomas Kraft.

Nach den Tagesordnungspunkten wie Totengedenken, Verlesung der Niederschrift und des Jahresberichtes wurde den Schützen die aktuelle Kassenlage dargestellt. Alle Berichte wurden ohne Einwände von der Versammlung angenommen.

König übernimmt die ,,Alte Fahne"

Es folgte als wichtigster Tagesordnungspunkt die Neuwahl für einen Teil des Vorstandes.

Der erste Vorsitzende und Oberst Josef Ising, Adjutant Tobias Kraft, Schriftführer Christian Göke, erster Königsoffizier Jürgen Siebert, zweiter Königsoffizier Sebastian Sombert und die Fahnenoffiziere Manfred Vogt und Markus Luis wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Der Fähnrich ,,Alte Fahne" Martin Ledebur stellte sich nach langjähriger Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Josef Ising dankte ihm für die geleisteten Dienste. Zum Nachfolger von Martin Ledebur wird der amtierende König Christian Niggemeier gewählt.

Thorsten Jochheim ersetzt den ausscheidenden Kassenprüfer Jörg Pape.

Termine für 2019

Bei den folgenden Tagesordnungspunkten wurden die für dieses Jahr geplanten Baumaßnahmen erläutert und die Termine fürs kommende Jahr bekannt gegeben.

Als nächstes steht die große Kappensitzung an. Sie findet dieses Jahr am 23. Februar, und der Kinderkarneval steigt am 03. März statt.

 

Segen bringen, Segen sein.

Westfalenpost / Lokalausgabe

12.01.2019

12 Messdiener und Sternsinger aus Wülfte wurden von Stadtkaplan Laubhold ausgesandt, um Gottes Segen in jedes Haus zu bringen. Trotz Regen und starkem Wind zogen sie in vier Gruppen los und ihnen wurde fast überall die Tür geöffnet. In der anschließenden Messe wurde dann das Spendenergebnis bekannt gegeben: 588,-€ sind für die Kinder in Peru zusammengekommen.

 

 

Edelstahltanks liefern das Wasser für Wülfte

Westfalenpost / Lokalausgabe

04.01.2019

Jürgen Hendrichs

Am Bulsterkopf in Wülfte bauen die Stadtwerke Brilon einen neuen Hochbehälter.

Er besteht aus zwei je 100 cbm fassenden Edelstahltanks. Inklusive einer neuen Druckerhöhungsanlage investieren die Stadtwerke dort 570.000 Euro

 

Die Stadtwerke Brilon haben beim Bau des neuen Hochbehälters in Wülfte erstmals Edelstahltanks eingesetzt.

Neben dem Energiegeschäft gibt es bei den Stadtwerken Brilon den traditionellen Bereich der Wasserver- und Abwasserentsorgung und den Straßenbau. 36 Millionen Euro beträgt das Volumen des zuletzt 2016 fortgeschriebenen Abwasserbeseitigungskonzeptes der Stadt Brilon. Der Maßnahmenkatalog reicht bis ins Jahr 2028. Rund drei Millionen Euro sind also im Schnitt pro Jahr zu verplanen und zu verbauen. Aktuell größter Brocken ist die neue Kläranlage in Messinghausen, mit der in diesem Jahr begonnen werden soll. Kostenpunkt: rund 2,5 Millionen Euro.

Derzeit im Bau ist der neue Hochbehälter auf dem Bulsterkopf am Ortsrand von Wülfte. Investitionsvolumen dort: rund 570.000 Euro. Bei der Maßnahme installierten die Stadtwerke Brilon erstmals zwei jeweils 100 cbm fassende, 7,30 m hohe Edelstahltanks mit einem Durchmesser von 4,25 m.

Für die Tanks wurde ein neues Betriebsgebäude errichtet, in dem sich auch die für die oberen Wohnlagen des Ortes erforderliche Druckerhöhungsanlage befindet. Auf dem Dach des Gebäudes wird eine Photovoltaikanlage installiert, mit der primär Strom für den Eigenbedarf produziert wird; was überschüssig ist, wird zum Verkauf ins Netz eingespeist. Die Beton-Fassade erhält eine Sichtschalung aus unbehandeltem Lärchenholz.

Die Anlage soll in diesem Frühjahr in Betrieb genommen werden. Sie dient nicht nur der Trinkwasserversorgung, sondern stellt auch im Fall eines Falles die Löschwasserversorgung sicher.

Im Wasserbereich war die Sanierung der Schmala in den vergangenen Jahren das größte Projekt. Der See bei Brilon Wald liefert rund 800.000 cbm der rund 1,8 Millionen pro Jahr in Brilon verbrauchten Menge.

 

20 Prozent Zuwachs beim Strom

Nachdem die Stadtwerke über ihre Stadtwerke Energie GmbH 2012 bereits das Gasnetz übernommen haben, überlegen sie, wie berichtet, jetzt auch bei der Neuvergabe der Stromkonzession aktiv zu werden.

Im Gasbereich haben die Stadtwerke bereits den Grundversorger-Status erreicht. Mit rund 2400 Kunden stellen sie den größten lokalen Versorger. Etwa fünf Prozent Kunden habe man in diesem Jahr neu gewinnen können, sagt Axel Reuber. Im Strombereich seien es sogar rund 20 Prozent gewesen. Rund 3600 Abnehmer haben die Stadtwerke im Stadtgebiet, das entspricht einem Marktanteil von etwa 25 Prozent. „Über den Planzahlen“, so der Geschäftsführer, liege man auch mit der Enno-Energie. Unter diesem Markennamen vertreiben die Stadtwerke seit Mitte 2016 überregional Strom und Gas. Den im Geschäftsjahr zu verzeichnenden Fehlbetrag von 98.000 Euro bezeichnet Axel Reuber als üblichen Anlaufverlust.

Ein noch recht junges Geschäftsfeld ist das sogenannte Contracting. Dabei handelt es sich um den Bau und Betrieb von öffentlichen und auch privaten Heizungsanlagen. Etwa 50 Projekte betreuen die Stadtwerke bereits. Dabei übernehmen die Stadtwerke in Absprache mit dem Bauherren die Planung und Vorfinanzierung der Heizung. Die Anlage befindet sich im Eigentum des Bauherrn, der sich im Gegenzug für eine entsprechend lange Laufzeit an den Energiebezug der Stadtwerke bzw. deren Tochter bindet.

Wasserpreis geht sechs Cent rauf

Auch für Mieter-Strom-Modelle stehen die Stadtwerke zur Verfügung. Dabei geht es um Wohnungsbauprojekte, bei denen der Eigentümer den mittels Photovoltaik auf dem Dach erzeugten Strom an seine Mieter verkauft. Derartige Modelle, sagt Axel Reuber, seien interessant für Bauherren, die zwar verlässlich regenerative Energien nutzen möchte, aber die damit verbundenen Investitionen scheuen.

Ach so, der Wasserpreis, dessen Anhebung gern mit dem Neubau des Kunden-Centers in Verbindung gebracht wird. Der Kubikmeter Frischwasser wird sechs Cent teurer und kostet demnächst 1,23 Euro plus 7 Prozent Mehrwertsteuer. Und das sog. Niederschlagswasser, das über versiegelte Grundstücksflächen in die Kanalisation abgeleitet wird, steigt um 4 Cent auf 57 Cent pro Quadratmeter; vor Jahresfrist war dieser Betrag wegen der sich immer wieder ändernden Gesamtflächen noch um 12 Cent gesenkt worden. Die Abwassergebühr bleibt mit 2,80 Euro pro Kubikmeter konstant.

 

 

 

 

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