Wohin mit Boden - und Bauschutt?

Westfalenpost / Lokalausgabe

11.06.2019

Deponie Wülfte: Eigentümer kündigt zum 31. Juli Betreiber. HSK spricht von

,,sehr schwierigen Verhältnissen". Alternative ins Auge fassen.

Jürgen Hendrichs

Der Stadt sehe die Brisanz der Sache, wenn jedoch jemand den Beteiligten „eher die Pistole auf die Brust setzen“ könne, sei dies der Hochsauerlandkreis. So Brilons Beigeordneter Reinhold Huxoll zu einem Problem, auf das CDU-Stadtrat Wolfgang Diekmann im Bau- und Planungsausschuss hingewiesen hatte. Es geht um die Boden- und Bauschuttdeponie Wülfte. Weil es dort, so Huxoll, „Disharmonien zwischen Beteiligten“ gebe, steht deren Benutzung über den 31. Juli hinaus offen. Denn zu diesem Termin hat der Verpächter einer Teilfläche des früheren Steinbruchgeländes der Betreiberfirma gekündigt.

Sehr schwierige rechtlichen Verhältnissen

Bereits im März hatte der Hochsauerlandkreis in der Sitzung des Betriebsausschusses auf diese „unerfreuliche Entwicklung“ hingewiesen. „Die Gesamtgemengelage“, so ist es in der Sitzungsniederschrift notiert, führe zu „sehr schwierigen rechtlichen Verhältnissen“. Da die „Fronten sehr verhärtet“ seien, könne es passieren, dass die Deponie ab 1. August nicht mehr zur Verfügung stehe.

„Die Zeit läuft uns weg“, sagt Diekmann. Schon in der Betriebsausschusssitzung habe er gefordert, ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren einzuleiten, wenn sich die betroffenen Vertragspartner nicht einigen könnten. Dabei sucht der Kreis als hoheitlicher Träger der Abfallentsorgung nach einem privaten Betreiber, der entweder an diesem Standort mit dem Eigentümer klar kommt und die Boden- und Bauschuttdeponie weiter betreibt, oder nach einem ganz neuen Standort im Raum Brilon.

CDU: Stadt muss Druck machen, und zwar gewaltig

Zu diesem Verfahren, so Diekmann, sei es jedoch bisher nicht gekommen. „Die Stadt muss Druck machen, und zwar gewaltig“, so Diekmann. Denn es sei den Bauunternehmen und Einwohnern nicht zuzumuten, etwa zur Deponie nach Padberg zu fahren. Diekmann: „Das sind mit dem Lkw 45 Minuten.“

Was bei vielen Ortskundigen jetzt die Frage aufwirft: Moment mal? Gibt es nicht genau gegenüber, neben Tierheim, nicht auch noch eine Deponie? Stimmt. Deren Restvolumen liegt nach Angaben des Hochsauerlandkreises aber noch bei gerade einmal 5050 Tonnen. Das reiche normalerweise noch bis Ende kommenden Jahres. Allerdings ist auf dieser Deponie eine Brech-Anklage installiert, auf der das angelieferte Material recycelt wird. Auf diese Weise „geht auch immer wieder was raus“, so der HSK.

Erweiterung in Wiemeringhausen

Auf der Relit-Deponie dagegen können nach Angaben des Kreises noch etwa 116.000 Tonnen gelagert werden. Das reiche bis etwa zum Jahr 2030. Insgesamt hat die Deponie eine Kapazität von 533.000 Tonnen.

Im Rahmen der Fortschreibung des 2017 beschlossenen Deponiekonzeptes ist im Altkreis Brilon die Erweiterung der Deponie in Wiemeringhausen von derzeit 207.000 cbm um 143.000 cbm vorgesehen. Insgesamt, so der Kreis, sei hierzulande - „insbesondere im Vergleich mit den Nachbarkreisen eine hohe Entsorgungssicherheit gegeben“.

Alle Deponieklassen abgedeckt

Kreisweit sind 12 Deponien in Betrieb, eine weitere in Medebach-Glinfeld, steht nach einer Insolvenz nicht mehr zur Verfügung.

Die meisten Deponien befinden sich in der Kategorie 0, das heißt, dort konnen gering belastete mineralische Abfälle, sogenannte Inertstoffe, entsorgt werden. Inertstoffe sind nicht brennbar, lösen sich nicht auf und bauen sich biologisch nicht ab - klassischerweise Bodenaushub oder Bauschutt.

In Padberg, Bestwig und Sundern-Hellefeld handelt es sich um Deponien der Klasse 1. Das sind nicht gefährliche Abfälle, die einen geringen organischen Anteil aufweisen dürfen, etwa bestimmte Chargen Haus - und Gewerbemüll.

Zudem gibt es in Bestwig-Frielinghausen die Zentrale Reststoffdeponie des Hochsauerlandkreises, die mit ihrer Klassifizierung in die Kategorie II und III alle Sicherheitsstandards und abfallrechtlichen Auflagen erfüllt.

 

 

Tag der offenen Gärten

Westfalenpost / Lokalausgabe

30.05.2019

Briloner Bürgerinnen und Bürger öffnen ihre Gartenpforten zum Beginn der Sommerferien                                 Foto: STADT BRILON

und freuen sich auf interessierte Besucher.     

Generalprobe für die Hansetage 2020   

Zwölf Gartenfreundinnen und - freunde öffnen am Samstag 13. Juli, in der Kernstadt und den Ortsteilen Nehden und Wülfte ihre Gartenpforten und freuen sich auf interessierte Besucherinnen und Besucher. Von 14 bis 18 Uhr sind folgende Gärten geöffnet: Derkere Mauer 9, Heinrich-Jansen-Weg 3, Am Drübel 3, Wittekindstraße 16, Am Etzelsberg 28, Am Markt 14, Rochusstraße 5, Hinterm Friedhof 12, der Kneipgarten im Kurpark, Glockengießerweg 5, Am Marmorbruch 5a in Brilon-Nehden und Wülfter Str. 10 in Brilon-Wülfte. Ob Stauden-, Rosen-oder Kräutergarten, Obst - und Gemüseanbau - dieser Tag der offenen Gärten verspricht eine große Vielfalt und interessante Gespräche mit den Besitzerinnen und Besitzern. Die Aktion findet im Rahmen von ,,Brilon natürlich" statt und versteht sich als ,,Generalprobe" für die Hansetage 2020, die im nächsten Jahr vom 4. bis 7. Juni in Brilon stattfinden werden.

                                                                           

Krebskranke Kira kehrt zu ihren Wurzeln nach Wülfte zurück

Westfalenpost / Lokalausgabe

29.05.2019

Linda Sonnenberg

Viola Helms und ihre Hündin haben beide Krebs. Die Mischlingshündin hat nicht mehr lange zu leben und kehrt deshalb nach Wülfte zurück.

„Wir sind super froh, dass wir hier sind!“ Während Viola Helms das sagt, blickt sie liebevoll auf ihre Schäferhund-Colli-Dame Kira, die hechelnd neben ihren Füßen sitzt.

Die beiden reisten aus Hamburg an, um den Hof zu besuchen, auf dem die Hündin vor 14 Jahren geboren wurde. Denn lange zu leben hat der aktive Mischling nicht mehr. Wie bei ihrem Frauchen wurde auch bei Kira Krebs diagnostiziert. Doch anders als bei der 33-Jährigen, macht eine Behandlung bei der Hündin keinen Sinn mehr (wir berichteten). Deshalb entstand der Wunsch möglichst schnell nach Wülfte zu kommen.

Doch die Kontaktaufnahme gestaltete sich schwierig. „Ich versuchte über Social Media Kanäle, wie Facebook, herauszufinden, wem der Hof inzwischen gehört. Dazu habe ich in verschiedene Gruppen gepostet, allerdings kaum Rückmeldungen erhalten“, berichtet Viola Helms. „Ich bin nicht sonderlich oft bei Facebook“, muss Gudrun Kok lachend eingestehen.

Viola Helms, ihr Hund Kira und Bauernhofbesitzerin Gudrun                                                                       Foto: Linda Sonnenberg

                                                                 

Über Bekannte aufmerksam geworden

Sie und ihr Mann Wim haben den Hof im vergangenen Jahr übernommen und befinden sich aktuell noch in den Umbauarbeiten. „Ich hatte über Bekannte mitbekommen, dass Viola auf der Suche nach unserem Hof in Wülfte ist. Dann gab es allerdings ein paar technische Probleme.“ Nach einiger Zeit fanden die beiden aber doch noch den Kontakt zueinander: „Ich habe mir die Zeitungsartikel über Viola und Kira zeigen lassen und wusste dann: Das ist unser Hof“, sagt Gudrun Kok.

Und sie luden die Hamburgerin nicht nur ein, sich die Umgebung anzuschauen. „Ich darf sogar in der Ferienwohnung umsonst wohnen, wie toll ist das denn?“, freut sich Viola Helms und ergänzt: „Mit so viel Unterstützung und Gastfreundschaft im Sauerland hatte ich vorher gar nicht gerechnet.“ Für das Ehepaar, das hofft noch in diesem Jahr mit den gröbsten Umbauarbeiten durch zu sein, eine Selbstverständlichkeit, wie sie beteuern.

Ungeplant lange Anreise

Und nach einer ungeplant langen Anreise („Wir haben über zehn Stunden gebraucht. Auf den Autobahnen standen wir stundenlang im Stau.“) wurde zuerst einmal die Umgebung erkundet. Sowohl Hund als auch Besitzerin schienen es zu genießen: „Kira ist super neugierig, läuft herum und schaut sich alles ganz genau an“, freut sich Viola Helms, wie aktiv ihre Hündin trotz Krankheit noch ist. Und fühlt sich dadurch auch in ihrem Handeln bestärkt: „Viele haben nicht verstanden, wieso es mir so wichtig ist und haben mir von der Reise abgeraten.“

Doch Hund und Frauchen verbindet eine besondere Beziehung, wie sie erklärt: „Kira ist immer für mich da, sie ist einfach mein Ein und Alles. Da wollte ich ihr einfach auch noch einmal etwas zurück geben. Und nun hoffe ich hier eine schöne Zeit zu haben.“ Ein Anliegen, dass auch Wim Kok unterstützt: „Wenn dein Gefühl sagt, dass du es machen sollst, dann mach es auch einfach.“ Da keine Behandlung gegen die Krebserkrankung mehr folgen, weiß Viola Helms nicht, wie lange ihre 14-jährige Hündin noch hat.

Wiedersehen geplant

Aber eine weitere Reise nach Wülfte ist schon geplant: „Ich hoffe sehr, dass Kira noch bis zum Sommer, oder vielleicht sogar Winter bleibt. Dann würden wir gerne wieder herkommen.“ Und das Ehepaar Kock versichert: „Bei uns sind die beiden immer herzlich Willkommen.“

 

 

Viel zu erledigen für den Spielmannszug

Westfalenpost / Lokalausgabe

20.05.2019

Zahlreiche Auftritte warten auf den Wülfter Verein. Aber auch eine Pause

Der Spielmannszug Wülfte traf sich im sehr gut gefüllten Saal des Gasthof Canisius zur Generalversammlung.Der Vorsitzende Peter Henke konnte zahlreiche Vereinsmitglieder begrüßen. Auf der Tagesordnung standen neben den üblichen Berichten der Geschäftsführung auch der Bericht des Stabführers und des Kassierers. Aber auch Ehrungen spielten eine wichtige Rolle an diesem Tag. Kristin Becker, Christin Kraft und Niklas Henke haben die Ehrennadel des Volksmusikerbundes füt 10-jährige aktive Mitgliedschaft erhalten. Der Spielmannszug Wülfte e.V. hat in diesem Jahr zahlreiche Auftritte zu absolvieren. Die Schützenfesttermine der Schützenbruderschaften Alme, Eversberg, Ramsbeck und natürlich Wülfte sind fest im Terminkalender eingetragen. Fest im Terminkalender eingetragen ist auch das Freundschaftstreffen zum 100-jährigen Bestehen des Tambourkorps der Freiwilligen Feuerwehr Brilon am vergangenen Wochenende.

Kinderschützenfest steht an

Auch das Kinderschützenfest Wülfte am vergangenen Sonntag gehörte zu den Terminen des Vereins. Als nächstes geht es zum Kinderschützenfest Petersborn am 25. Mai. Der Spielmannszug Wülfte e.V. reist in diesem Jahr auch zum Deutschen Wandertag nach Schmallenberg und gestaltet dort den Festumzug mit. Zum Abschluss der Saison gönnen sich die Mitglieder des Spielmannszuges Wülfte dann noch etwas Erholung. Es geht für drei Tage in den Heidepark Soltau in der Lüneburger Heide. Wer auch gerne dabei sein möchte, kann sich jetzt schon einen Termin vormerken. Nach den Sommerferien startet der Verein mit der Ausbildung von neuen Nachwuchsmusikern. Kinder und Jugendliche ( ab dem 2. Schuljahr ), aber auch Erwachsene, sind dann zu einem Informationsabend eingeladen. Dort sollen die Instrumente vorgestellt und der Ablauf der Ausbildung erläutert werden. Der genaue Termin ist in den nächsten Wochen im Internet zu finden unter www.wuelfte.de 

                                                                                                                                                     

,,2016 sollte ich eigentlich schon tot sein"

Westfalenpost / Lokalausgabe

04.05.2019

Von Linda Sonnenberg

Hamburg / Wülfte Viola Helms und ihren Hund Kira verbindet ein ganz besonderes Schicksal. Nicht nur, dass die Hundedame seit 14 Jahren bei der Hamburgerin lebt: beide kämpfen auch gegen den Krebs an. Die 32-Jährige geht deshalb nun an die Öffentlichkeit. Denn sie möchte den Geburtsort ihrer Hündin im Sauerland finden: ,,Ich will mit Kira noch einmal zu dem Hof reisen, auf dem sie geboren wurde." Denn lange wird die Hundedame nicht mehr gegen ihre Erkrankung ankämpfen können. Sie wird schon sehr bald sterben.

,,Wir sind beide Kämpferinnen"

Viola Helms kämpft seit 2012 gegen eine Krebserkrankung an. Ihr Hund Kira ist nun ebenfalls zum zweiten Mal erkrankt.

Am 6. Februar 2005 zog der Schäferhund-Collie-Mix als Welpe bei Viola Helms ein. Der damalige Partner ihrer Mutter hatte ihr den Hund über seine Kontakte nach Brilon vermittelt. ,,Wir haben schon eine besondere Beziehung." 2012 wurde bei Viola Helms schwarzer Hautkrebs diagnostiziert. ,,2016 sollte ich eigentlich schon unter der Erde liegen",so die erschütternde Prognose ihrer damaligen Ärzte.

Violas Krebserkrankung

Die Krebserkrankung hatte die Lymphknoten, die Lunge und Gehirn befallen. Es folgten mehrere Chemotherapien und Bestrahlungen. Momentan ist es zu einem Stillstand der Erkrankung gekommen: ,,Aktuell habe ich Ruhe. Die noch vorhandenen Krebszellen haben nicht gestreut. Die nächsten Kontrollen werden zeigen, wie es aussieht", so die 32-Jährige, die sich selbst als Kämpferin bezeichnet: ,,Es gibt immer wieder gute und schlechte Tage." In der schwierigen Zeit war der Hund eine Stütze. ,,Kira hat ein ganz tolles Wesen. Sie ist freundlich, aktiv, verschmust und ballverrückt."

Kiras Krebserkrankung

Umso schockierter reagiert Viola Helms, als auch Kira 2014 die Krebsdiagnose bekam: ,,Die Tierärztin entdeckte einen Mastzellentumor, der operativ entfernt wurde ." Doch nun der neuerliche Schock: Die Hündin, die auch unter Hüft-und Herzproblemen leidet, zeigt Probleme beim Kot lassen. Analdrüsenkrebs lautete die Diagnose. Anmerken lässt sich die quirlige Seniorin nichts: ,,Sie ist manchmal etwas unruhig, aber ansonsten genauso fit und bewegungsfreudig wie vorher auch. Eine richtige Kämpferin halt" lobt Viola Helms ihren Hund. Von einer Operation rät ihr die Tierärztin ab. ,,Sie ist inzwischenja auch schon in einem hohen Alter. Hinzu kommen die Probleme mit dem Herzen. Eine OP wäre zu riskant und kommt daher leider nicht mehr in Frage." Zudem bekommt der Hund schon Schmerztabletten gegen die Arthrose. Um über den genauen Zustand von Kira Aufschluss zu bekommen, müsste eine Biopsie durchgeführt werden. Doch diese ist bei der Vorgeschichte des Hundes zu riskant.

Der letzte große Wunsch

,,Wie hoffen jetzt, dass der Tumor nicht weiter wächst und ihr Schmerzen bereitet. Nun geht es vor allem darum, die verbleibende Zeit zu nutzen, die wir miteinander haben." Deshalb hat sich Viola Helms entschieden, den Ort aufzusuchen, an dem ihre Kira geboren wurde. ,,Viele halten mich für verrückt und fragen, was das bringen soll. Aber Kira und ich haben so eine enge Bindung und ich fänd es einfach schön, ihr noch einmal den Ort zu zeigen und mit ihr die Gegend zu erkunden." Auf ihrer Facebook-Seite (siehe Infokasten) bat sie deshalb um Hinweise, wer den Hof kennt.,, Er müsste in Wülfte liegen." Denn das Sauerland ist für die Hamburgerin bisher noch ein unbeschriebenes Blatt. Nachdem der Kontakt zum ehemaligen Partner ihrer Mutter abbrach, konnte sie nicht mehr nachvollziehen, wie Kira genau zu ihr kam. ,,Ich habe es über verschiedene Facebook-Seiten versucht, bisher allerdings noch keine Hinweise erhalten." Aufgeben will sie aber nicht. ,,Wir werden schon noch raus finden, wo Kira her kommt. Und dann machen wir uns auf den Weg." Bis dahin versuchen die beiden weiter ihren Alltag zu meistern: ,,Wir können bisher noch alles gemeinsam machen. Wir sind beide Kämpferinnen."

Facebook - Seiten als mobiles Tagebuch.

=> Viola Helms ist gleich auf zwei Facebook-Seiten zu finden. Unter

,,Diagnose Krebs - und der Kampf um mein Leben" informiert sie ihre Follower

über ihren Kampf gegen die Krankheit.

=> Und auch Kira hat ihre eigene Seite bekommen. ,,Ein Herz für Kira" begleitet die Hundedame in

ihrem Alltag.

                                                                                                                                                                                               

Dorfverein informiert über Neuigkeiten

Westfalenpost / Lokalausgabe

24.04.2019

Ehrung für den Wülfter Ortsvorsteher

Erich Canisius, Ortsvorsteher und 1. Vorsitzender des Dorfvereins Wülfte, konnte mehr als 60 Wülfter Bürgerinnen und Bürger zur offenen

Mitgliederversammlung im Gasthof Canisius begrüßen. Besonders erfreulich war, dass viele neu zugezogene Bürger der Einladung gefolgt sind. Auch

Bürgermeister Dr. Christof Bartsch war anwesend und konnte sich selbst ein Bild davon machen, wie der Dorfverein Wülfte arbeitet.

Neben den Regularien ging es um die Vorstellung der aktuellen Projekte.

Vom Baugebiet Lübbers Wiese gibt es noch in diesem Jahr einen Fußweg als Verbindung zur Wülfter Straße.

Im Baugebiet sind alle städtischen Baugrundstücke verkauft, zum größten Teil sogar bebaut. Daher ist der Ortsvorsteher Canisius nun zusammen mit

Ratsmitglied Stefan Kraft im ständigen Gespräch mit der Stadt Brilon, wie für die Zukunft die Nachfrage nach Baugrundstücken in Wülfte gelöst werden

kann. Eine Fortschreibung des Baugebiets Lübbers Wiese und eine damit verbundene Überplanung der alten Schule und Verlegung des Spielplatzes

könnte zumindest eine Option sein.

Aussichtspunkt weiter aufwerten

Auch die Aufwertung des Aussichtspunktes Bulsterkopf stand zur Diskussion. Es liegt ein Entwurf des Architekturbüros Schmidt & Mengeringhausen aus

Olsberg vor. Zur Finanzierung könnte u.a. ein Zuschuss aus den Heimatfonds  über die Stadt Brilon beantragt werden.

Bei den Wahlen wurden Joelle Horstmann (2. Vorsitzende), Günther Schmidt (Kassierer), und Sabine Arens (Schriftführerin) sowie die Beisitzer Josef

Ising, Hermann Jochheim, Wilfried Krämer und Klaus Becker in ihren Ämtern bestätigt. Sebastian Sombert schied auf eigenen Wunsch aus dem

Vorstand aus. Für ihn rückt Markus Osebold nach.

Zum Ende der Versammlung überreichten Joelle Horstmann und die Sabine Arens dem überraschten Ortsvorsteher Erich Canisius für zehnjährige

Tätigkeit eine Bildercollage mit verschiedenen Projekten.

 

„Eberhard“ wirft bei Madfeld wieder viel Wald um

Westfalenpost / Lokalausgabe

11.03.2019

Der Briloner Stadtforst hat die ersten Windwurfschäden festgestellt. Derzeit sind noch zwei Straße im Altkreis Brilon gesperrt. Ein Überblick

Der Tag nach „Eberhard“: Die Orkan-Böen haben nicht nur etliche Einzelbäume umgeworfen, sondern auch flächig im Wald Schäden angerichtet. Am Prinzknapp bei Madfeld liegen nach ersten Schätzungen des Briloner Forstamts rund 1500 Festmeter am Boden. „Aber dabei wird es nicht bleiben“, so Forstchef Dr. Bub.

Derzeit sei man dabei, sich einen Überblick zu verschaffen. Vor einem Jahr hatte „Friederike“ für rund 30.000 Festmeter Sturmholz im Stadtwald gesorgt. Am Poppenberg bei Petersborn und im Bereich Burhagener Weg/Borberg haben sichbei dem Sturm am Wochenende etliche Bäume verkantet. „Alles, was aus der stabilen Achse heraus ist, muss aus Sicherheitsgründen entnommen werden“, so Dr. Bub weiter. Dazu sind spezielle Forstmaschinen wie Seilschlepper nötig.

Derzeit noch gesperrt sind die L 743 zwischen Brilon-Wald und Bruchhausen über die Feuereiche und die K 46 bei Wasserfall/Heinrichsdorf.

Alle Hände voll zu tun hatten die Feuerwehren mit umgestürzten Bäumen, und auch die Polizei musste wegen entwurzelter Bäume oder abgebrochener Äste flächendeckend Gefahrenstellen absichern.

Stromleitungen beschädigt

Am Müggenborn in Brilon drohte ein Baum auf ein Haus zu kippen. Der Baum wurde mit der Drehleiter entfernt. Auch in Alme war ein Baum auf einem Haus gefallen und musste entfernt werden. Am Poppenberg, in Wülfte und in Bontkirchen wurden Telefon- und teilweise Stromleitungen durch umfallende Bäume beschädigt.

In der Orkestraße in Medelon rangierte sich ein Autofahrer beim Versuch, wegen eines umgestürzten Baumes zu wenden, in den Straßengraben.

Und dann kam auch noch der Schnee. Der führte dazu, dass in der Petrusstraße in Brilon ein Auto gegen eine Mauer rutschte.

 

Automobilclub mit neuem Vorstandsteam

Westfalenpost / Lokalausgabe

11.03.2019

Sauerlandrundfahrt für Oldtimer am 11. Mai

Die Jahreshauptversammlung des Briloner Automobilclubs hat kürzlich im Clublokal Canisius in Wülfte stattgefunden. Die Mitglieder des Vereins trafen sich, um zunächst einen Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2018 zu werfen, wo neben den gewohnten Veranstaltungen auch die 50-Jahr-Feier im Kolpinghaus auf dem Programm gestanden hatte.

Nach den Berichten der einzelnen Referenten lag der Fokus auf den anstehenden Wahlen für den Vorstand. Fünf Vorstandsmitglieder des Briloner ACs stellten sich der Versammlung, dabei wurden der Vorsitzende Michael Bork, Touristikleiter Uwe Nowaczyk und Verkehrsreferent Andreas Walbaum in ihren Ämtern bestätigt.

Vorbereitungen laufen

Da die bisherige Schatzmeisterin Anette Maier nicht für eine Wiederwahl zur Verfugung stand, musste ihr Aufgabenbereich neu besetzt werden. Diesen Posten übernimmt nun der bisherige stellvertretende Sportleiter Mario Nowaczyk. Neu in den Reihen des Vorstandes begrüßt der Briloner AC Sascha Fritschka, der als stellvertretender Sportleiter nachrückt. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde Meinolf Kraft als Kassenprüfer.

Der Vorstand des Briloner ACs freut sich, mit einem neuen Team in die kommende Mororsportsaison zu starten und wünscht den aktiven Fahrern viel Erfolg bei den anstehenden Veranstaltungen. Als nächste eigene Veranstaltung steht die Oldtimer-Sauerlandrundfahrt am 11.Mai auf dem Plan, für die die Verantwortlichen bereits seit Monaten mit den Vorbereitungen beschäftigt sind. Zum Abschluss fand das Helferfest im gemütlichen Rahmen statt.

 

 

Windpark Alme-Nehden liegt weiter auf Eis

Westfalenpost / Lokalausgabe

04.03.2019

Im vergangenen Jahr ist kreisweit lediglich ein einziges Windrad neu in Betrieb gegangen. Das geht aus der zum Monatswechsel aktualisierten Windkraftkarte des HSK hervor. Derzeit liefern 138 Windräder Öko-Strom. Fast die gleiche Anzahl soll - Stand heute - allerdings noch hinzukommen. 22 sind bereits genehmigt, für 23 liegen Vorbescheide vor und 80 weitere sind beantragt.

Davon wiederum konzentriert sich das Gros, nämlich 32, im nordöstlichsten Zipfel des Kreisgebietes, im Sintfeld zwischen Essentho und Meerhof. Dort hatte im August 2001 der grüne Bundesumweltminister Jürgen Trittin das damals größte Binnenwindkraftgebiet Europas in Betrieb genommen. Die auf einer Fläche von 765 ha errichteten Anlagen leisteten insgesamt 105 Megawatt. Investitionssumme damals: 220 Millionen D-Mark.

Mittlerweile gibt es heftig Gegenwind, aus optischen und aus ökologischen Gründen. Jüngstes Beispiel: Der Windpark Alme-Nehden liegt weiter auf Eis. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat die Beschwerde der Windpark GmbH & Co. Brilon KG gegen den abschlägigen Beschluss des Verwaltungsgerichts Arnsberg zurückgewiesen, mit dem der Windpark-Betreiber per Einstweiliger Anordnung den Baubeginn seiner fünf Räder durchsetzen wollte.

Das Windkraftgebiet Wülfte-Alme-Nehden: Die grünen Anlagen des Bürgerwindparks Wülfte laufen bereits, um die violetten gibt es den Rechtsstreit.

Foto: Manuela Nossutta / Grafik

 

OVG: Beschluss nicht anfechtbar

Die im Handelsregister von Aurich (Niedersachsen) eingetragene Firma ist nicht zu verwechseln mit der Windpark Brilon GmbH & Co. KG. Die betreibt den kommunalen Windpark zwischen Altenbüren und Brilon; an ihr sind bekanntlich die Stadtwerke Brilon beteiligt. Die Windpark GmbH & Co Brilon KG ist Rechtsnachfolgerin der Enercon Windpark GmbH & Co. KG Passat IV KG, die ihrerseits die Anlage von der Ökotec Windenergie GmbH übernommen hatte. Der hatte der HSK 2017 die Genehmigung der fünf rund 204 m hohen 3-MW-Anlagen erteilt. Dagegen hatten sowohl Naturschutzverbände wie auch die Betreiber geklagt - allerdings aus gegensätzlichen Richtungen.

Während die Verbände unter der Federführung des Landesverbandes NRW im Natur- und Umweltschutzbund Deutschland (NABU) z.B. zu geringe Abstände zu Rotmilan- und Fledermausbeständen bemängelten, wehrten sich die Betreiber gegen die im Rahmen der Genehmigung erteilten Betriebseinschränkungen. So dürfen vier der fünf Anlagen zwischen 22 und 6 Uhr nur in einem schallreduzierten Modus laufen.

Bereits erstinstanzlich hatte das Verwaltungsgericht festgestellt, dass die vom HSK erteilte Genehmigung - wie vom NABU vermutet - Artenschutzaspekte nicht hinreichend berücksichtigt. Exemplarisch hat das OVG das nun an einer Nebenbestimmung zu sog. Ablenkungsflächen für den Rotmilan konkretisiert. Allein schon deren Rechtswidrigkeit, so das OVG, „steht der sofortigen Vollziehung hinsichtlich aller genehmigten Anlagen entgegen“.

Der Beschluss ist unanfechtbar. Also: Abwarten, was das Hauptverfahren ergibt.

 

Wülfter Dorfleben auf der großen Bühne

Westfalenpost / Lokalausgabe

27.02.2019

Die große Karnevalssitzung in Wülfte begeisterte das Narrenvolk in der Schützenhalle. Das dreistündige Programm wurde durch den Einzug ,,Der Mannschaft" mit der Funkengarde eröffnet. Den Auftakt der Büttenreden übernahm Karin Maas als ,,Blondine", indem sie über ihre Erlebnisse referierte. Die Funkengarde präsentierte einen Tanz besonderer Klasse. Im Anschluss berichtete Elke Becker gekonnt von den kleinen und großen Missgeschicken des Wülfter Dorflebens. Die Showtanzgruppe aus Wehrstapel zog zum ersten Mal das Wülfter Publikum in ihren Bann. Der Wülfter König und Elferratsmitglied Christian Niggemeier brachte dem Publikum das geheimnisvolle Wülfter Geräusch nahe. Anschließend zeigte die ,,Almer Dance Crew" ihre persönliche Zirkusvorstellung. Die Surfer-Boys vom Sparclub Lady begeisterten das Publikum mit ihren schwimmenden Leistungen. Bevor das große Finale startete, wurde die Narrenschar von den 15 ,,Crazy Dancers" mit einem ABBA-Tanz erheitert. Die Band ,,Headline" sorgte für Partystimmung.

 

 

Großer Andrang bei Einweihung

Westfalenpost / Lokalausgabe

06.02.2019

Einrichtung hat Platz für neun Jugendliche

Viel Betrieb im Landhof Wülfte: Zahlreiche Neugierige nutzten die Chance, die neue Wohneinrichtung für Kinder und Jugendliche zu besichtigen und Kontakt zu den jungen Menschen und den Mitarbeitenden zu knüpfen. „Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die herzliche Begrüßung hier in Wülfte“, sagt Tina Schröder, Regionalleiterin der FLEX Jugendhilfe gGmbH

Das Tochterunternehmen der Diakonischen Stiftung Ummeln aus Bielefeld baut mit der neuen Wohngruppe sein Angebot in Brilon aus, zu dem bisher das Internat am Rothaarsteig und die Hans-Zulliger-Förderschule gehören. Der Landhof Wülfte bietet nun Raum für neun Jugendliche, die in der Regel die Hans-Zulliger-Schule besuchen.

Nachdem Jugendliche und Mitarbeitende im Herbst eingezogen waren, hatten sie nun ihre Freunde und Familien eingeladen, ebenso die neuen Nachbarn in Wülfte und andere Einrichtungen der Diakonischen Stiftung Ummeln. Familie Martini, die Vorbesitzer des Hauses, verschaffte sich ebenfalls einen Eindruck vom gelungenen Umbau.

Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch und Wülftes Ortsvorsteher Erich Canisius wünschten der neuen Einrichtung viel Erfolg und freuen sich auf neue gemeinsame Projekte. Auch der eine oder andere ehemalige Schüler des Internats am Rothaarsteig nutzte die Gelegenheit, sich die Wohneinrichtung anzusehen.

Mitarbeitende und Jugendliche führten die rund 100 Gäste durch das Haus und berichteten über den Alltag. Bewirtet wurden die Besucher mit hausgemachten Smoothies, außerdem Kuchen, Waffeln und Getränken. So wurde der Tag der offenen Tür zum gelungenen Startschuss für den Landhof Wülfte und zur Basis für eine gute, offene Nachbarschaft im Dorf.

 

 

Oberst Josef Ising einstimmig im Amt bestätigt

Westfalenpost / Lokalausgabe

26.01.2019

Generalversammlung der St. Anna - Bruderschaft Wülfte. Harmonie bei den Wahlen. Kappensitzung

Zur Generalversammlung der Schützenbruderschaft St. Anna Wülfte begrüßte der 1.Vorsitzende Josef Ising 57 Schützen, unter ihnen den amtierenden Schützenkönig Christian Niggemeier, Ortsvorsteher Erich Canisius und den silbernen Jubelkönig Thomas Kraft.

Nach den Tagesordnungspunkten wie Totengedenken, Verlesung der Niederschrift und des Jahresberichtes wurde den Schützen die aktuelle Kassenlage dargestellt. Alle Berichte wurden ohne Einwände von der Versammlung angenommen.

König übernimmt die ,,Alte Fahne"

Es folgte als wichtigster Tagesordnungspunkt die Neuwahl für einen Teil des Vorstandes.

Der erste Vorsitzende und Oberst Josef Ising, Adjutant Tobias Kraft, Schriftführer Christian Göke, erster Königsoffizier Jürgen Siebert, zweiter Königsoffizier Sebastian Sombert und die Fahnenoffiziere Manfred Vogt und Markus Luis wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Der Fähnrich ,,Alte Fahne" Martin Ledebur stellte sich nach langjähriger Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Josef Ising dankte ihm für die geleisteten Dienste. Zum Nachfolger von Martin Ledebur wird der amtierende König Christian Niggemeier gewählt.

Thorsten Jochheim ersetzt den ausscheidenden Kassenprüfer Jörg Pape.

Termine für 2019

Bei den folgenden Tagesordnungspunkten wurden die für dieses Jahr geplanten Baumaßnahmen erläutert und die Termine fürs kommende Jahr bekannt gegeben.

Als nächstes steht die große Kappensitzung an. Sie findet dieses Jahr am 23. Februar, und der Kinderkarneval steigt am 03. März statt.

 

Segen bringen, Segen sein.

Westfalenpost / Lokalausgabe

12.01.2019

12 Messdiener und Sternsinger aus Wülfte wurden von Stadtkaplan Laubhold ausgesandt, um Gottes Segen in jedes Haus zu bringen. Trotz Regen und starkem Wind zogen sie in vier Gruppen los und ihnen wurde fast überall die Tür geöffnet. In der anschließenden Messe wurde dann das Spendenergebnis bekannt gegeben: 588,-€ sind für die Kinder in Peru zusammengekommen.

 

 

Edelstahltanks liefern das Wasser für Wülfte

Westfalenpost / Lokalausgabe

04.01.2019

Jürgen Hendrichs

Am Bulsterkopf in Wülfte bauen die Stadtwerke Brilon einen neuen Hochbehälter.

Er besteht aus zwei je 100 cbm fassenden Edelstahltanks. Inklusive einer neuen Druckerhöhungsanlage investieren die Stadtwerke dort 570.000 Euro

 

Die Stadtwerke Brilon haben beim Bau des neuen Hochbehälters in Wülfte erstmals Edelstahltanks eingesetzt.

Neben dem Energiegeschäft gibt es bei den Stadtwerken Brilon den traditionellen Bereich der Wasserver- und Abwasserentsorgung und den Straßenbau. 36 Millionen Euro beträgt das Volumen des zuletzt 2016 fortgeschriebenen Abwasserbeseitigungskonzeptes der Stadt Brilon. Der Maßnahmenkatalog reicht bis ins Jahr 2028. Rund drei Millionen Euro sind also im Schnitt pro Jahr zu verplanen und zu verbauen. Aktuell größter Brocken ist die neue Kläranlage in Messinghausen, mit der in diesem Jahr begonnen werden soll. Kostenpunkt: rund 2,5 Millionen Euro.

Derzeit im Bau ist der neue Hochbehälter auf dem Bulsterkopf am Ortsrand von Wülfte. Investitionsvolumen dort: rund 570.000 Euro. Bei der Maßnahme installierten die Stadtwerke Brilon erstmals zwei jeweils 100 cbm fassende, 7,30 m hohe Edelstahltanks mit einem Durchmesser von 4,25 m.

Für die Tanks wurde ein neues Betriebsgebäude errichtet, in dem sich auch die für die oberen Wohnlagen des Ortes erforderliche Druckerhöhungsanlage befindet. Auf dem Dach des Gebäudes wird eine Photovoltaikanlage installiert, mit der primär Strom für den Eigenbedarf produziert wird; was überschüssig ist, wird zum Verkauf ins Netz eingespeist. Die Beton-Fassade erhält eine Sichtschalung aus unbehandeltem Lärchenholz.

Die Anlage soll in diesem Frühjahr in Betrieb genommen werden. Sie dient nicht nur der Trinkwasserversorgung, sondern stellt auch im Fall eines Falles die Löschwasserversorgung sicher.

Im Wasserbereich war die Sanierung der Schmala in den vergangenen Jahren das größte Projekt. Der See bei Brilon Wald liefert rund 800.000 cbm der rund 1,8 Millionen pro Jahr in Brilon verbrauchten Menge.

 

20 Prozent Zuwachs beim Strom

Nachdem die Stadtwerke über ihre Stadtwerke Energie GmbH 2012 bereits das Gasnetz übernommen haben, überlegen sie, wie berichtet, jetzt auch bei der Neuvergabe der Stromkonzession aktiv zu werden.

Im Gasbereich haben die Stadtwerke bereits den Grundversorger-Status erreicht. Mit rund 2400 Kunden stellen sie den größten lokalen Versorger. Etwa fünf Prozent Kunden habe man in diesem Jahr neu gewinnen können, sagt Axel Reuber. Im Strombereich seien es sogar rund 20 Prozent gewesen. Rund 3600 Abnehmer haben die Stadtwerke im Stadtgebiet, das entspricht einem Marktanteil von etwa 25 Prozent. „Über den Planzahlen“, so der Geschäftsführer, liege man auch mit der Enno-Energie. Unter diesem Markennamen vertreiben die Stadtwerke seit Mitte 2016 überregional Strom und Gas. Den im Geschäftsjahr zu verzeichnenden Fehlbetrag von 98.000 Euro bezeichnet Axel Reuber als üblichen Anlaufverlust.

Ein noch recht junges Geschäftsfeld ist das sogenannte Contracting. Dabei handelt es sich um den Bau und Betrieb von öffentlichen und auch privaten Heizungsanlagen. Etwa 50 Projekte betreuen die Stadtwerke bereits. Dabei übernehmen die Stadtwerke in Absprache mit dem Bauherren die Planung und Vorfinanzierung der Heizung. Die Anlage befindet sich im Eigentum des Bauherrn, der sich im Gegenzug für eine entsprechend lange Laufzeit an den Energiebezug der Stadtwerke bzw. deren Tochter bindet.

Wasserpreis geht sechs Cent rauf

Auch für Mieter-Strom-Modelle stehen die Stadtwerke zur Verfügung. Dabei geht es um Wohnungsbauprojekte, bei denen der Eigentümer den mittels Photovoltaik auf dem Dach erzeugten Strom an seine Mieter verkauft. Derartige Modelle, sagt Axel Reuber, seien interessant für Bauherren, die zwar verlässlich regenerative Energien nutzen möchte, aber die damit verbundenen Investitionen scheuen.

Ach so, der Wasserpreis, dessen Anhebung gern mit dem Neubau des Kunden-Centers in Verbindung gebracht wird. Der Kubikmeter Frischwasser wird sechs Cent teurer und kostet demnächst 1,23 Euro plus 7 Prozent Mehrwertsteuer. Und das sog. Niederschlagswasser, das über versiegelte Grundstücksflächen in die Kanalisation abgeleitet wird, steigt um 4 Cent auf 57 Cent pro Quadratmeter; vor Jahresfrist war dieser Betrag wegen der sich immer wieder ändernden Gesamtflächen noch um 12 Cent gesenkt worden. Die Abwassergebühr bleibt mit 2,80 Euro pro Kubikmeter konstant.

 

 

 

 

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