Fahnenweihe am 25. Juli in Wülfte

Westfalenpost / Lokalausgabe 

20.07.2021


St.-Anna-Schützen wahren Tradition


Wülfte Auch in diesem Jahr muss das Hochfest der Schützenbruderschaft St. Anna Wülfte 1828 ausfallen. „Unser amtierendes Königspaar, Jan Müller und Melissa Bange, kann zwar in diesem Jahr nicht wie geplant feiern, hat aber die Hoffnung, dass sie hoffentlich im nächsten Jahr ihr Hochfest begehen können. Da uns durch die Absage des Schützenfestes die Möglichkeit verwehrt ist, unsere diesjährigen Jubelpaare entsprechend zu würdigen, wollen wir zumindest ganz herzlich zu ihren Jubiläen gratulieren“, teilt der Vorstand mit.

Und weiter: „Wir wünschen allen viel Kraft, Zuversicht, Gesundheit und Optimismus, dass wir uns nach überstandener Krise wieder zu einer Feier unter Normalbedingungen zusammenfinden können. Trotz der Absage unseres Schützenfestes, möchten wir die Wülfter Bevölkerung höflich darum bitten, ihre Häuser zu beflaggen, um damit die Tradition zu wahren und ein Zeichen der Verbundenheit in dieser nicht ganz einfachen Zeit zu setzen.“


Hochamt und Gefallenenehrung

Unter den bestehenden Pandemieregeln soll am Sonntag, 25. Juli, um 10 Uhr eine Schützenmesse im Park mit anschließender Gefallenenehrung am Ehrenmal stattfinden. In diesem Schützenhochamt wird die frisch restaurierte Fahne gesegnet und eingeweiht. „Selbstverständlich ist für uns die Gesundheit der Wülfter Bevölkerung und unserer Gäste immer das Wichtigste. Aus diesem Grund werden wir alle von unserer Bundes- und Landesregierung vorgegebenen Regularien einhalten. Aktuell besteht keine Testpflicht, empfehlen möchten wir dies dennoch, um euch und andere zu schützen.“ In den Tagen vor dem Schützenfest „light“ wird, wie im vergangenen Jahr, ein Bierverkauf an der Schützenhalle stattfinden. Über alle geplanten Aktionen wird kurzfristig am örtlichen Aushang und im Internet informiert.





Vorstandswahlen bei den Wülfter St.-Anna -Schützen


Westfalenpost / Lokalausgabe

13.07.2021



Der aktuelle Vorstand der St. Anna Schützenbruderschaft mit König Jan Müller

 

Zur Generalversammlung der Schützenbruderschaft St. Anna Wülfte begrüßte der 1.Vorsitzende Josef Ising 46 Schützen, 

unter ihnen den amtierenden Schützenkönig Jan Müller, Ortsvorsteher Erich Canisius und Jubelkönig 40 Jahre Franz-Josef Göke.

Nach den Tagesordnungspunkten Begrüßung, Totengedenken, Verlesung der Niederschrift und des Jahresberichtes wurde den 

Schützen die aktuelle Kassenlage dargestellt. Alle Berichte wurden ohne Einwände von der Versammlung angenommen.


Es folgte als wichtigster Tagesordnungspunkt die Neuwahl für einen Teil des Vorstandes.


Der 2. Vorsitzende und Hauptmann Reinhold Wiese, Zugführer Björn Kraft, Fahnenoffizier neue Fahne Christian Falken sowie 

die Begleitoffiziere Daniel Winkler und Fabian Henke wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. 

Christian Niggemeier wurde ebenfalls einstimmig zum neuen Rechnungsführer gewählt. Er löst Markus Arens ab, 

der sich aus beruflichen Gründen für dieses Amt nicht mehr zur Wahl gestellt hat. 

Markus bleibt dem Vorstand treu und wurde zum Fahnenoffizier neue Fahne einstimmig gewählt. 

Heiko Henke wurde zum Fähnrich neue Fahne einstimmig durch die Versammlung gewählt. Hans Jürgen Arens ersetzt den

ausscheidenden Kassenprüfer Thorsten Jochheim. In weiteren Punkten informierte Josef Ising über den Landkauf der Bruderschaft in 2020

und die abgeschlossene Restaurierung der alten Fahne. Zum Abschluss bedankte sich Josef Ising bei allen Helfern des Jahres.



Brilon: Ganz private Einblicke – So sieht es in Gärten aus

Westfalenpost / Lokalausgabe

30.06.2021

von Monika Wiegelmann

  Einer von acht Gärten aus Brilon                                                                                  Foto: Monika Wiegelmann


Acht Briloner Hausbesitzer öffnen ihre Gärten und geben private Einblicke. Wie es hinter der Gartentür aussieht und was die Gärten speziell macht.

Acht Hausbesitzer öffneten am Sonntag in Brilon ihre liebevoll gestalteten Gärten für Besucher und bekamen auch Besuch von der 17. Briloner Waldfee, Zoe Tilly, die allen einen Briloner Waldfeenlikör mitbrachte. Die Leute freuten sich, dass sie bei herrlichem Wetter einen Blick in die ganz individuellen und alle liebevoll angelegten privaten Gartenparadiese werfen durften. Jede idyllische grüne Oase hatten ihren ganz eigenen Charme und der Erfolg der Aktion „Die Gärten der Briloner Waldfee“ war überwältigend.

„Ich fand, dass wir einen eindrucksvollen Querschnitt der Vielfalt der Gärten in unserer Stadt präsentiert bekommen haben“, freute sich Friedel Schumacher (Vorsitzender AK Natur und Landschaft, Brilon natürlich) über eine Aktion, mit der ganz vielen Menschen eine Freude gemacht wurde.


Einige dieser facettenreichen Briloner Gärten hat auch die WP-Mitarbeiterin besucht.


„Die Idee an der Aktion teilzunehmen, hatten unsere Enkelkinder“


Familie Sprenger (Rochusstraße 5): „Die Idee, an der Aktion von „Brilon natürlich“ teilzunehmen, hatten unsere vier Enkelkinder“, erklärt Hiltrud Sprenger. „Sie haben ganz viel geholfen, mit immer neuen Ideen.“ 

Dass sich in diesem Garten auch Kinder wohlfühlen, zeigte der selbstgebaute Kletterturm mit Schaukeln. Zwischen Blumen und Sträuchern entdeckte man selbstgebaute Elemente für Blumen und eine Sitzecke mit langer Familienbank. An eine alte Nachbarin erinnern die Bruchsteine ihres Kellers als heutigen Windschutz der Freiterrasse. „So haben wir noch eine Erinnerung an sie“. An schöne Urlaube erinnern eine Palme vom Jakobsweg und eine Orchidee aus Venedig. Für die Besucher gab es eine Antiquitätenausstellung in der Garage. „Wir haben für diesen Tag alles vom Boden heruntergeschleppt“. Eine alte Kartoffelwaage, die Küchenwaage von Tante Sophie (geb. 1907), Opas verrostete Schlittschuhe und weitere historische Schätze. 


Waldfee überreicht signierte Erinnerungskarten

Im Garten des Museums Haus Hövener verbrachten die großen und kleinen Mitglieder der Briloner Gewandschneiderei in historischen Gewändern einen schönen Tag. Mit dabei die fast 91-jährige Maria Morgenroth. Ständig schauten Familien vorbei, um sich den schönen Hochgarten anzusehen. Vor allem die Kinder freuten sich, als auch die Waldfee vorbeikam und eine Klanggeschichte vorlas und ihnen eine signierte Erinnerungskarte überreichte. Groß war die Freude der Kleinen auch über frisch geflochtene Frauenmantelkränze von Museumsmitarbeiterin Doris Tilly.


Im Kneippgarten im Kurpark: informierten Petra Hillebrand und Rita Karte (Kneipp-Verein Brilon-Olsberg) die Kurparkbesucher an einem Stand vor dem Kneipp-Garten über Wildkräuter. „Wir möchten heute den Frauenmantel zum Kleid der Waldfee vorstellen.“ Dazu gab es Köstlichkeiten wie Frauenmantelkuchen, eisgekühlte Minzbowle und Fichtenspitzensirup. Auch die Waldfee staunte über den duftenden Kneipp-Garten. „Alle Gärten sind wunderschön und man merkt, dass die Leute nach der Coronazeit froh sind, dass mal wieder etwas läuft“, erklärte sie. „Hinter den vielen Gärten vermutet man gar nicht, dass sie so schön sind.“


Rosenexpertin

 Foto: Monika Wiegelmann


„Diese Rosen sind der Hammer“, staunte nicht nur eine Besucherin bei Sabine Luis und ihrer Familie in Wüfte über das außergewöhnlich schön angelegte Rosenparadies. „Die Frau hat den grünen Daumen.“ Im großen Garten blühten unglaublich viele verschiedene Rosenarten. Sabine Luis hat 1989 angefangen, den üblichen Gemüsegarten zu einem Blumengarten umzugestalten. Mittlerweile ist sie längst Rosenexpertin. „Man muss ihre Ansprüche kennen und wissen, welche Lichtverhältnisse für sie wichtig sind. Aber man darf sie auch nicht zu sehr verwöhnen“, betonte sie. Nicht nur die Farbtupfer in den Rosenbeeten durch andere Pflanzen zogen die Blicke auf sich, sondern auch ausgefallene Gartendekorationen.



Wülfte: Kellerbrand und Unfall mit Roller

Westfalenpost / Lokalausgabe

31.05.2021


Einen Kellerbrand und einen Verkehrsunfall gab es am Freitagnachmittag in Brilon-Wülfte. Hier die Details. 

Gleich zweimal gab es am Freitagnachmittag auf der Wülfter Straße in Brilon-Wülfte für die Rettungskräfte Arbeit: 


Gegen 17.40 wurde die Feuerwehr zu einem Wohnungsbrand alarmiert. Vor Ort stellte sich das als Kellerbrand in einem Einfamilienhaus heraus. Die Löschgruppen Wülfte und Alme und der Löschzug Brilon waren mit insgesamt 44 Kräften im Einsatz. 

Unter schwerem Atemschutz ging die Feuerwehr gegen den Brand vor. Binnen weniger Minuten war die Lage unter Kontrolle und das Belüften des Gebäudes konnte begonnen werden. Die drei Bewohner blieben unverletzt. Zur Brandursache konnte die Feuerwehr noch keine Angaben machen. 


Rollerfahrer missachtet Stoppschild

Bereits gegen 14.30 Uhr mussten Rettungskräfte und Polizei zu einem Unfall ausrücken. Ein 71 Jahre alter Rollerfahrer hatte nach Angaben der Polizei beim Abbiegen von der Wülfter Straße auf die B 480 das Stoppschild nicht beachtet und war von einem Pkw erfasst worden. 

Dessen 19-jährige Fahrerin zog sich ebenso wie der Rollerfahrer leichte Verletzungen, beide wurden vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert. 




Neue Bildtafeln dokumentieren Dorfgeschichte

Westfalenpost / Lokalausgabe

27.04.2021


Ortsvorsteher Erich Canisius, Ortsheimatpfleger Walter Ising und Stefan Kraft (von Links) vor der Infotafel.


Mit zwei neuen Bildtafeln in der Infotafel möchte der Dorfverein Wülfte die Wülfter Dorfgeschichte anschaulich machen.

Basierend auf den Nachforschungen des langjährigen Ortsheimatpflegers Werner Vogt machten sich Ortsvorsteher Erich Canisius,

Ortsheimatpfleger Walter Ising und Stefan Kraft daran, Dorfgeschichte zu dokumentieren und wichtige Wegmarken der Dorfentwicklung festzuhalten.

Die größte Herausforderung – so Erich Canisius – war dabei die Auswahl einzelner Ereignisse aus einer Vielzahl von überlieferten Daten und Begebenheiten.

Eine ausführliche Darstellung geschichtlicher Ereignisse ist demnächst unter www.wuelfte.de zu finden.








Brilon: 21-jähriger bei schwerem Verkehrsunfall eingeklemmt


Westfalenpost / Lokalausgabe

21.04.2021


Wülfte. Ein 21-jähriger Autofahrer ist im Raum Brilon gegen einen Baum geprallt. 

Er wurde dabei eingeklemmt und schwer verletzt. Die Fakten: 

                                                                          

Schwere Verletzungen zog sich am frühen Dienstagmorgen ein 21 Jahre alter Autofahrer bei einem Unfall am Kapellenstein, 

der Verbindungsstraße vom Briloner Ortsteil Wülfte nach Alme, zu. Er war kurz vor 7.30 Uhr in Richtung Alme unterwegs, als er aus bislang unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. 

Der Wagen überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. In der Erstmeldung der Rettungsleitstelle hieß es, 

dass der Fahrer in seinem Wagen eingeklemmt sei. Beim Eintreffen der Rettungskräfte war er jedoch 

bereits nicht mehr im Wagen, so die Polizei.


Ersthelfer befreit Autofahrer in Brilon-Wülfte


Der Fahrer wurde von einem Ersthelfer aus dem Fahrzeug befreit und bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungsdienst von der Feuerwehr erstversorgt. Er wurde vom Rettungsdienst schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Die Feuerwehr sicherte das Fahrzeug gegen einen möglichen Brand ab und reinigte die Fahrbahn. Daneben wurde in der Bankette auslaufendes Motoröl aufgenommen, die untere Wasserbehörde ist ebenfalls verständigt worden. 


Die Straße musste für die Rettungsarbeiten bis 10 Uhr voll gesperrt werden. Die Löschgruppen Wülfte und Alme sowie der Löschzug Brilon waren mit 25 Einsatzkräften vor Ort. Zur Unfallursache und zur Schadenshöhe liegen der Feuerwehr keine Angaben vor. 




Schützenfeste Brilon: Saison soll nicht komplett ausfallen.
Westfalenpost / Lokalausgabe

25.03.2021


Die Vorsitzenden der Schützen- und Heimatvereine des Stadtgebiets 

kamen mit dem Vorstand des Stadtschützenverbandes Brilon zusammen, 

um über die Schützenfestsaison 2021 zu beraten.

Foto: Stadtschützenverband Brilon


Im zweiten Corona-Jahr wird es auch in Brilon keine Schützenfeste geben, wie man sie kennt. Es soll Alternativen geben. das ist bisher bekannt: 


„Traditionelle Schützenfeste, wie wir sie kennen und gewohnt sind, kann es auch in diesem Jahr nicht geben. Darüber herrscht im Stadtverband Einigkeit“, erklärt der Vorsitzende des Stadtschützenverbandes Brilon, Tobias Tilli, beim Vorstandstreffen der Schützen- und Heimatvereine und des Stadtschützenverbandes Brilon. Gemeinsam wurde über die Schützenfestsaison 2021 beraten – im zweiten Corona-Jahr. 


Die Vorsitzenden verständigten sich jedoch darauf, dass die Feste nicht gänzlich ausfallen werden. Demnach wird jeder Verein im Rahmen der sich pandemiebedingt stetig ändernden Infektionsschutzvorgaben und -verordnungen eigene Ideen entwickeln, sodass zumindest ein Teil des Schützenfestes gefeiert werden kann.



„Das hat schon im Jahr 2020 gut geklappt. Damit werden unsere Schützenfeste nicht gänzlich ausfallen, sie werden eben anders sein. Unsere Schützenbrüder können sich auf vielfältige und kreative Ideen freuen“, gibt sich Tobias Tilli zuversichtlich.

 

Kein Vogelschießen


Geeinigt hat man sich ebenfalls darauf, dass es 2021 keine Vogelschießen geben wird. Die Königspaare, die seit 2019 ihre Vereine repräsentieren, regieren damit ein weiteres Jahr. Bürgermeister Dr. Bartsch, der ebenfalls am Treffen teilnahm, nahm diese Entscheidung positiv auf, denn so könne er die Königspaare im nächsten Jahr zum traditionellen Empfang ins Rathaus einladen, da dieser sowohl 2020 ausfiel und auch 2021 abgesagt werden muss. Außerdem wird das für September in Wülfte geplante Stadtschützenfest verschoben und 2021 nicht stattfinden. Ausrichter des nächsten Stadtschützenfestes bleibt die St.-Anna-Schützenbruderschaft Wülfte, die mit dem Vorstand des Stadtschützenverbandes über einen neuen Termin beraten wird.



„Wir wünschen allen Schützen, Familien, Mitbürgerinnen und Mitbürgern das, was auch 2021 am meisten zählt: Gesundheit und Durchhaltevermögen. Bleibt dem Schützenwesen treu, denn es kommen ganz sicher wieder Zeiten, in denen wir unbeschwert die Freuden unserer Schützenfeste genießen können“, so der erste Vorsitzende des Stadtschützenverbandes, Tobias Tilli, zum Abschluss des Treffens.




Sturmböen: Feuerwehr Brilon mehrfach im Einsatz

Westfalenpost / Lokalausgabe

15.03.2021

Umgestürzte Bäume im Bereich von Brilon


Brilon: Heftige Sturmböen, Regen, Graupelschauer - das Wochenendwetter war ziemlich ungemütlich und hat am Samstag die Briloner Feuerwehr gleich mehrfach auf den Plan gerufen. Am Vormittag war die Feuerwehr alarmiert worden, weil auf der B 480 Richtung Alme durch den Wind ein Baum auf die Fahrbahn gefallen war. Die Löschgruppe Wülfte, die zu dem Einsatz alarmiert worden war, konnte den Einsatz jedoch wieder abbrechen, da bereits ein Landwirt den Baum mit seinem Trecker von der Fahrbahn gezogen hatte.

Mehrere Alarmierungen

Am späten Samstagnachmittag gab es erneut mehrere sturmbedingte kleinere Feuerwehreinsätze. Das bestätigte Andreas Becker, Pressesprecher der Briloner Feuerwehr, auf Anfrage der WP. Um 17.26 Uhr wurde die Feuerwehr zu einer Hilfeleistung Hinterm Schönschede in Brilon alarmiert, weil dort ein Baum auf der Fahrbahn lag. Kurze Zeit später gab es einen weiteren Einsatz auf der B 480, weil in Höhe des Abzweigs Büren ein Baum auf die Straße gestürzt war. Und um 18 Uhr erfolgte eine Alarmierung nach Altenbüren. Im Bereich „Rote Kuhlen“ waren zwei Bäume und ein Telefonmast umgestürzt. 



Corona: Brilon stützt Wirtschaft mit Rekord-Investitionen


Westfalenpost / Lokalausgabe

12.02.2021

Jürgen Hendrichs



Auch eine Möglichkeit, als Stadt der heimischen Wirtschaft Impulse zu geben: 

Die ehemalige Schule in Wülfte soll abgerissen und der Spielplatz verlegt werden. 

Hier entstehen fünf Bauplätze. Im Bild: Ortsvorsteher Erich Canisius

Foto: Jürgen Hendrichs


Erstmals seit fünf Jahren weist die Stadt Brilon für 2021 wieder einen defizitären Haushalt aus. Das Investitions-Budget ist so groß wie noch nie                                                                   

Nach fünf Jahren mit schwarzen Zahlen geht die Stadt Brilon wieder mit einem Defizit ins Haushaltsjahr. Ausgaben in Höhe von 73,525 Millionen Euro stehen Erträge von lediglich 72,760 Mio Euro gegenüber. Allerdings steht Kämmerer Franz Heers die mit knapp 13 Millionen Euro prall gefüllte Ausgleichsrücklage zur Verfügung.

Damit kann die Stadt ihren Etat glätten. Das Defizit von 765.000 Euro stellt gegenüber der Einbringung des Etats im November eine deutliche Verbesserung dar. Damals war die Stadt noch von einem Defizit in Höhe von 1,9 Millionen Euro ausgegangen. Was Bürgermeister Dr. Bartsch damals sagte, gilt nach wie vor: „Wir werden trotz der Defizite der Jahre 2020 und 2021 unsere Haushaltsautonomie nicht verlieren und auch nicht von der Substanz leben müssen.“ 

Kommt erneute Gewerbesteuer-Kompensation?

Nach wie vor bestimmt die Corona-Pandemie das öffentliche Leben. Die damit verbundenen Aufwendungen und Ertragseinbußen belasten den Haushalt. Beispiel Gewerbesteuer. 26 Millionen Euro hatte die Stadt für das vergangene Jahr kalkuliert. Letztlich federte die rund 8,4 Millionen Euro schwere Corona-Kompensationsleistung des Bundes und des Landes die Ausfälle im Haushalt ab. 

Für dieses Jahr kalkuliert die Stadt mit 24 Millionen Euro - noch allerdings gibt es um eine neuerliche Corona-Zuwendung eine Hängepartie, und die kommunalen Spitzenverbände schlagen Alarm. Offenbar sieht der Bund hier künftig in erster Linie die Länder in der Pflicht, für die finanzielle Ausstattung ihrer Städte und Gemeinden zu sorgen, hieß es noch Anfang dieser Woche beim Neuen Kämmerer, der Plattform für Finanzentscheider im öffentlichen Sektor. Die Steuersätze lässt die Stadt weiterhin unverändert. 

Rekord-Investitionsbudget

Mit 23,5 Millionen Euro erreicht das Investitions-Budget „bisher nicht erreichte Sphären“, so Bürgermeister Dr. Bartsch. Damit will die Stadt ein Zeichen für die „wechselseitige Verpflichtung“ von öffentlicher Hand und heimischer Wirtschaft setzen. So wie sich die Stadt auf die Unternehmen und ihre Mitarbeiter, die „Träger der hohen öffentlichen Einnahmen“ verlassen könne, so möchte sie nun ihrerseits mit ihren Investitionsmöglichkeiten Impulse setzen - auch unter Inkaufnahme erhöhter Schulden. Dafür sind in diesem Jahren zehn Millionen Euro geplant.

Zu den Maßnahmen zählen u.a. neue Dächer für die Bürgerhäuser Nehden, Bontkirchen und Messinghausen und der Leichenhalle auf dem Friedhof Rösenbeck, Um- und Ausbaumaßnahmen an den Kindergärten Madfeld und Altenbüren (494.500 Euro), die Erneuerung des Treppenhauses in der Engelbert-Schule (250.000 Euro). 



Verzögerungen im Straßenbau

Weil wegen der Corona-Pandemie zum Beispiel bei Straßenbaumaßnahmen Anlieger-Versammlungen nicht wie gewohnt stattfinden können, werden etliche Maßnahmen ins nächste Jahr geschoben. U.a. betrifft das den Ausbau des Kreuzwegs in Alme, den Ausbau der Otto-Dörfer-Straße und der Parkstraße in Hoppecke oder die Bergstraße in Scharfenberg.

Von 1,3 Millionen auf 3,0 Millionen Euro aufgestockt hat die Stadt im Haushaltsplan das Investitions-Darlehn für das Krankenhaus. Allerdings fließt kein zusätzliches Geld, sondern es handelt sich um das um das bisher noch nicht verbrauchte Restkontingent von 1,7 Millionen Euro. 


Neue Bauplätze auf der „Sonnenterrasse der Stadt Brilon“

Indirekt profitiert die heimische Wirtschaft zum Beispiel auch von der Ausweisung von neuen Bauplätzen in Wülfte. Die 1963 gebaute und nur bis 1968 für ihren originären Zweck genutzte Schule wird abgerissen. Eine Zeitlang war sie von Vereinen und dem Briloner ADH genutzt worden, seit etwa 20 Jahren brachte die Stat dort Obdachlose und bis zu 30 Asylbewerber unter. Ortsvorsteher Erich Canisius freut sich über die Bauplätze, immerhin sei die „Sonnenterrasse der Stadt Brilon“ mehr und mehr zu einem nachgefragten Wohnort geworden.


Holzpreise ziehen an

Eine erfreuliche Entwicklung gibt es zurzeit auf dem Holzmarkt. Die Preise ziehen an. Das nahm die Stadt zum Anlass, die Erträge um 800.000 Euro auf 3,34 Millionen Euro anzuheben. Allerdings bleibt ein Loch von rund einer Million Euro zu stopfen. Im abgelaufenen Jahr war es noch rund die Hälfte.

Die Neupflanzungskosten - geplant sind 500.000 Setzlinge - sowie das kostspielige Aufarbeiten an den befallenen Hanglagen und auch die Wiederherrichtung der völlig zerfahrenen Wald- und Wirtschaftswege geht ins Geld. 


Info


Mehr Hunde durch Corona

Bei der Einkommenssteuer erwartet die Stadt

rund 11,5 Millionen Euro, das sind - coronabedingt - rund zwei

Millionen weniger als 2020.


Die Personalaufwendungen steigen von 14,1 auf 14,8 Millionen Euro.


Ein kleiner corona Lichtblick: Die Stadt rechnet bei der Hundesteuer 

mit einem Plus von 10 000 Euro. So mancher neu angeschaffte Hund 

dürfte das Homeoffice auflockern; 140 000 Euro sind eingeplant.








                                                                                                                                       

                                    

Copyright © 2007 - 2021 wuelfte-online