Stadtforst Brilon braucht Extra-Geld aus dem Haushalt

Westfalenpost / Lokalausgabe

10.10.2018_Jürgen Hendrichs

Drei Neue in der Messdienergruppe der Gemeinde

Westfalenpost / Lokalausgabe

06.10.2018

Drei neue Messdiener hieß Stadtkaplan Laubhold am 29. September 2018 in der Abendmesse in der Wülfter St. Anna Kapelle willkommen. Anna Kraft, Moritz Kraft und Max Woitzik werden ab sofort die Messdienergemeinschaft in Wülfte auf insgesamt elf aktive Messdiener und Messdienerinnen aufstocken. Ausgebildet wurden sie in den vergangenen Wochen von Obermessdiener Paul Kraft. Hierfür bedanken sich alle Kirchenbesucher und der Filialgemeinderat recht herzlich und freuen sich über so viel Engagement der Wülfter Kinder und Jugendlichen.

 

5 Jahre Königinnentreffen in Wülfte

Westfalenpost / Lokalausgabe

26.09.2018

Zum 5. Mal fand am 15.09.2018 das Königinnentreffen der St. Anna Schützenbruderschaft Wülfte 1828 e.V. statt
und 28 ehemalige Königinnen waren dabei.

Zu diesem Jubiläum hatte sich das Organisationteam (Annemarie Ising, Christin Kraft und Elke Becker) etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ganz nach dem Motto „Land & Lecker“ ging es mit dem Bus erst einmal zur Schützenhalle in Scharfenberg. Hier wurden alle Teilnehmerinnen von Oberst Jörg Gödde willkommen geheißen. Bei einem Gläschen Sekt – oder mehr – musste hier die erste Aufgabe für den Schlaumeier-Orden gelöst werden. Ging es doch darum, Fragen rund um das Scharfenberger Schützenfest zu lösen. Dann fuhr der Bus weiter in Richtung Thülen. Schon vor der Schützenhalle wartete hier der 1. Vorsitzende der Bruderschaft, Uwe Kemmerling, und geleitete die Reisegesellschaft in den Speiseraum zum Kaffee-  und Kuchenbuffet. Diese Stärkung kam gerade recht um nicht an der zweiten Aufgabe für den Schlaumeier-Orden  zu verzweifeln. Das Thülener Lied, in Einzelteile zerlegt, musste wieder in die richtige Reihenfolge gebracht werden – und das war gar nicht so einfach. Nach einer Stunde Aufenthalt ging es dann wieder weiter. Mit zünftiger Musik, die für eine sagenhafte Stimmung sorgte, ging es dann zum Entenstall in Alme. Als dritte und letzte Aufgabe für den Schlaumeier-Orden musste hier ein Schiffchen aus Papier auf Zeit gefaltet werden. Alle Schiffchen wurden mit Namen versehen und gingen anschließend beim Massenstart in der Alme schwimmen.

Nach einer Ehrenrunde durch das Dorf landete man schließlich wieder an der Schützenhalle in Wülfte. Beim Vogelschießen, das souverän von Manfred Vogt geleitet wurde, war dann noch einmal Konzentration gefragt.  Amtierende Königin der Königinnen darf sich nun Barbara Krämer nennen. Vizekönigin wurde Margret Wegener. Den Königinnen-Schlaumeier-Orden erkämpfte sich Vera Sombert vor Marina Muckermann und Vanessa Henke. Nach dem gemeinsamen Abendessen folgte dann der gemütliche Teil. Noch bis spät in die Nacht wurde gefeiert und viel gelacht.

Und auch für nächstes Jahr wurde schon wieder ein Treffen beschlossen.

 

 

Stadt schöpft aus Vollem:

Wirtschaftswege sanieren

Westfalenpost / Lokalausgabe

19.09.2018

Dank guter Finanzlage eine Million Euro zusätzlich für das 560 Kilometer große Wegenetz. Heute Thema im Bau - Ausschuss.

Von Jürgen Hendrichs

Wenn nicht jetzt,wann dann? 82 Positionen weist das Wirtschaftswegeunterhaltungsprogramm der Stadt Brilon bis einschließlich 2021 aus. Für dessen Umsetzung sind nach Kalkulation der Verwaltung etwa 4,1 Millionen Euro nötig. Tatsächlich stellt die Stadt dafür jedoch weniger als die Hälfte zur Verfügung - doch das ist wegen der guten Haushaltslage wesentlich mehr,als noch vor Jahresfrist geplant und absehbar. Rund 560 km lang ist das Wirtschaftswegenetzder 225 qkm großen Stadtgebietes insgesamt. Davon sind 233 km asphaltiert, der Rest hat eine wassergebundene Oberfläche. Bisher hatte die Stadt für diese Unterhaltungs - und Erneuerungsmaßnahmen ein Budget von 250 000 Euro im Haushalt eingeplant. Von diesem Betrag wurden in der Regel jährlich Deckenerneuerungen in einem Volumen von 135 000 Euro vorgenommen, dedr Rest ging für Unterhaltungsmaßnahmen drauf. Im Zuge der Verabschiedung des 2018-er Etats packte der Rat auf Initiative der CDU dafür bereits 100 000 Euro drauf. ,,Aufgrund des guten Jahresabschlusses 2017" legt die Stadt jetzt noch einmal nach und stellt für die nächsten drei Jahre eine Million Euro in eine entsprechende Rücklage. Damit deckt das Budget pro Jahr Maßnahmen in Höhe von rund 430 000 Euro ab. Nachdem jungst zum Beispiel noch der Verbindungsweg von der Rixener Straße zu den Aamühlen bis zum Anschluss an die Straße nach Rixen neu asphaltiert wurde,stehen für das nächste Jahr u.a. Deckenüberzüge auf Teilstücken des Kohleweges (am Bilstein, 81 000 Euro), des Hammerwegs (bei Madfeld, 103 700 Euro), der Zufahrt zur Sauerlandmilch GbR in Rösenbeck (51 8000 Euro), sowie am Scheu in Hoppecke (66 400 Euro) in der Planung. Für 2020 sind u.a. Maßnahmen in Alme geplant (Diebesweg und Auf dem Loh), in Esshoff (plackweg und Verlängerung Rixener Straße), Rixen (In der Brüche / An der Horst und am Schloth) sowie als dickste Brocken Teilstücke im Streitfeld bei Brilon (97 200 Euro) und am Plattenberg (77 000 Euro). Für 2021 stehen u.a. der erste Ausbauabschnitt zum Huckeshol bei Bontkirchen (90 000 Euro), der Totenweg / Am Flotzberg bei Wülfte (81 000 Euro) sowie bei Thülen der Weg von der K58 bis zum Umspannwerk (77 000 Euro) auf dem Plan.

Heute Nachmittag befasst sich der Bau - und Planungsausschuss mit dem Wirtschaftswege - Konzept. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17:30 Uhr im Bürgersaal.

 

Es stand in der Zeitung

Heute vor 10 Jahren

Westfalenpost / Lokalausgabe

13.09.2018

Christin Kürmann schießt den Vogel ab

,,Ein Novum in der Geschichte" lautet der Titel in der Westfalenpost am 13. September 2008.     

,,In Hallenberg wird Geschichte geschrieben", so zitierte man den Kreisoberst Dieter Braun im Artikel. Gegen 34 männliche und weibliche Mitstreiter konnte sich Christin Kürmann nach 70 Minuten Feuergefecht durchsetzen und mit dem 270. Schuss den Kampf für sich entscheiden. Unter großem Jubel unter der Vogelstange wurde die damals 22-jährige Einzelhandelskauffrau aus Altenbrilon somit die erste Jungschützenkönigin in der Geschichte des Kreisschützenbundes Brilon und wurde natürlich dementsprechend,sowohl von ihren Vereinskameraden,als auch allen anwesenden Jungschützen gebührend gefeiert. Die Feier zog sich bis in die Nachtstunden.                                                                                                

 

Windkraftgegner schauen auf die Füße

Westfalenpost / Lokalausgabe

18.08.2018

Jürgen Hendrichs

Die Windkraft im Raum Brilon steht derzeit beim Verein für Umwelt und Naturschutz Hochsauerland besonders im Fokus.

Neben den für Vögel potentiell tödlichen Rotoren nehmen die Windkraftgegner nun verstärkt die Mastfüße der Windräder ins Visier. Und mussten in diesen Tagen eine faustdicke Überraschung erleben. Unter Mastfuß, so meint Winfried Rampe vom Verein für Umwelt und Naturschutz Hochsauerland (VUNH), verstehe der gesunde Menschenverstand doch wohl jene Stelle, an der ein Mast aus dem Boden ragt. Der Hochsauerland jedoch definiert das weitaus großzügiger: „Der Mastfuß einer Windkraftanlage“, so teilte die Untere Umweltschutzbehörde dem VUNH jetzt mit, „ist das Fundament in seinen äußeren Abmessungen. Dabei wird der überwiegende Teil des Fundaments mit Boden bedeckt.“ Ob der Kreis damit richtig liegt, lasse der VUNH derzeit rechtlich überprüfen, so Rampe.

Wartungsarbeiten am Netz

Derzeit gleicht der VUNH derzeit besonders den Windpark der Stadtwerke Brilon mit den Artenschutzauflagen aus den Genehmigungsbescheiden ab. Den Bürgerwindpark Wülfte konnten sie damit, wie berichtet, per Einstweiliger Anordnung für einige Tage außer Betrieb setzen. „Keine Veranlassung zum Einschreiten“ hatte der Kreis allerdings bei dem Antrag des VUNH gesehen, auch das Windrad auf der Haar zwischen Brilon und Altenbüren stillzulegen. Am vergangenen Wochenende lief es, obwohl ein Landwirt in unmittelbarer Nähe grubberte. Dabei müssen die Windräder bis zum Ende der Stoppelbrache von Sonnenauf- bis -untergang abgeschaltet werden, um Vögel bei der Futtersuche nicht zu gefährden.

Winfried Rampe in seiner Eingabe an den HSK: „Nach unserer Wahrnehmung sind die Artenschutzauflagen das Papier nicht wert, solange Sie deren Beachtung nicht in einer Weise durchsetzen, welche die Betreiber der WEA verstehen.“ Er könne „darauf spekulieren, dass er nicht erwischt wird und bis zum Erhalt der Abschaltverfügung zu Lasten des Artenschutzes Kilowattstunde für Kilowattstunde verdient“. Vielen wird es ja nicht entgangen sein: Von Montag bis Donnerstag standen alle sechs Anlagen des neuen Windparks zwischen Altenbüren und Brilon tagsüber still, während sich die Räder auf der Sonder und bei Scharfenberg weiterhin drehten. Das, so Axel Reuber, Geschäftsführer der Stadtwerke Brilon und des kommunalen Windparks, habe an Wartungsarbeiten gelegen, die Netzbetreiber Westnetz im Bereich dieser Anlagen vorgenommen habe. Insofern war ein Einschreiten des Kreises auf die VUNH-Eingabe hin ja ohnehin nicht nötig.

Repowering-Projekt bei Meerhof abgeändert

Wie der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) mitteilt, seien in diesem Jahr bis Ende Mai landesweit nur 65 Anlagen in Betrieb genommen, vor einem Jahre waren es im gleichen Zeitraum noch 114. Dieser - so Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) gegenüber dpa - „expansive Ausbau“ der Windenergie stoße „bei einer wachsenden Zahl von Bürgern auf massive Vorbehalte“. In der Windkraft-Branche gibt es heftige Kritik am neuen Kurs der Landesregierung. Sie schaffe „mit rechtlich höchst zweifelhaften Vorgaben große Verunsicherung für den weiteren Ausbau der Windenergie“, so LEE-Geschäftsführer Jan Dobertin

Mit der landesweiten Antrags--Flaute korrespondiert auch die Entwicklung im HSK. Aktuell liegt beim Kreis lediglich ein Projekt im Rahmen des BImsch-Verfahrens öffentlich aus: das Repowering von 12 Windrädern im Windpark Grüner Weg bei Meerhof. Dort sollen die Alt-Anlagen aus den Babyjahren des Öko-Stroms ersetzt werden. Die ganz fetten Zeiten sind vorbei. Auch die Investoren spitzen angesichts sinkender Einspeisevergütung und dem Ausschreibungs-Druck den Bleistift. Hatte der Hochsauerlandkreis für das Repowering am Grünen Weg im März 2017 Anlagen vom Typ Enercon 126 EP4 genehmigt, so möchte der Investor jetzt dort Windräder vom Typ E-138 EP3 errichten.

Altanlagen inklusive Fundamente abbauen

Die ragen mit einer Nabenhöhe von 160 m und einem Rotordurchmesser von 138 m zwar 36 m höher in den Himmel als die zunächst beantragten, leisten mit 4 MW zwar 0,2 MW weniger als die bisher beantragten. Haben aber, so der Hochsauerlandkreis, aufgrund einer schlichteren Konstruktionen einen gewaltigen Vorteil: Die Baukosten betragen nur rund 2,8 Millionen Euro gegenüber gut 5 Millionen je Anlage bei dem zunächst beantragten.

Die alten Anlagen, so der HSK zur WP, müssen „ nach und nach 1 zu 1“ abgebaut werden, und zwar inklusive der Fundamente.

Info

Lokales Konkrete Pläne für 107 weitere Windräder

Kreisweit sind - Stand gestern - derzeit 137 Windräder in Betrieb.

26 Anlagen sind genehmigt und für 81 liegen beim Kreis Anträge auf dem Tisch.

Aktuell gibt es nach Auskunft des Hochsauerlandkreises Anfragen externer Projektierer, im Bereich des Windparks Scharfenberg eine weitere Anlage zu errichten und im Raum Madfeld/Thülen zwei.

 

 

Geköpfter Rotmilan Trumpf im Kreuzzug gegen Windräder?

Westfalenpost / Lokalausgabe

08.08.2018

Ein kopfloser Rumpf mit Flügeln: Ein toter Rotmilan an einem Windrad bei Brilon alarmiert Tierschützer. Der Fall könnte vor Gericht gehen.

Als Joachim Göke am späten Montagvormittag auf seiner Mountainbikerunde am Gretenberg vorbeikommt und den am Windrad kreisenden Rotmilan sieht, zückt er sein Smartphone und fotografiert die Szene.

Kaum 20 Minuten später lichtet er am Windrad auf dem Windsberg den nächsten ab. Der fliegt allerdings nicht, sondern das, was von ihm übrig ist, liegt wenige Meter vom Mast entfernt am Boden. Ein kopfloser Rumpf mit Flügeln.

Kadaver dokumentiert und Polizei hinzugezogen

Nicht das erste Schlagopfer des gerade einmal vor einem dreiviertel Jahr in Betrieb genommenen Windparks, wie Winfried Rampe vom Verein für Umwelt und Naturschutz Hochsauerland (VUNH) gegenüber der WP sagt.

Der VUNH hat den Kadaver dokumentiert und auch die Polizei hinzugezogen. „Ja, es gibt ein Ermittlungsverfahren“ bestätigte Sebastian Held von der Pressestelle der Polizei in Meschede. Über die Wache Brilon habe sich der VUNH - und das betont deren Sprecher Winfried Rampe ausdrücklich - „mit der Bitte“ an die Staatsanwaltschaft gewandt, den Fund am Windsberg „unter dem Aspekt des Naturschutzstrafrechts auszuwerten“. Denn: „Die Tötung ... erfolgte nach unserem Verständnis durch den rechtswidrigen Betrieb einer Windenergieanlage.“

Stacheldraht: Hochsauerlandkreis reagiert schnell

Bei seinem Kreuzzug gegen die Windräder verfügt der VUNH über eine besondere Waffe: die Genehmigungsbescheide. Die beinhalten konkrete artenschutzrechtliche Auflagen. Das haben, wie berichtet, jüngst noch die Betreiber des Bürgerwindparks Wülfte-Alme zu spüren bekommen. Auf Initiative des Naturschutzbundes Deutschlands (NABU) hatte das Verwaltungsgericht Arnsberg zum Schutz des Rotmilans per Einstweiliger Anordnung für ein paar Tage die Stilllegung des Windparks zwischen Sonnenauf- und -untergang bis zum 31. Juli angeordnet. Eine für den Windpark als sogenannte Ausgleichsfläche für die Futtersuche des Rotmilans war nicht so hergerichtet wie in dem Genehmigungsbescheid festgelegt. Winfried Rampe zum Engagement des VUNH: „Was der HSK zum Artenschutz anordnet, ist das Papier nicht wert. Das liegt nicht am HSK, sondern an den Betreibern.“

Tierärztlicher Test mittels Wasserstoffperoxid

Bei Madfeld, so Rampe, sei der Stacheldraht um eine für den Uhu vorgesehene Ausgleichsfläche „auflagenwidrig nicht entfernt“ worden. Auf die entsprechende Monierung durch den VUNH habe der HSK „wirklich stehenden Fußes reagiert“, und auch der Betreiber der Anlage habe es nicht auf einen Streit ankommen lassen. Rampe: „Da wir von einem zu Schaden gekommenen Uhu nichts wissen, ist die Sache für uns vergessen und erledigt.“

Das sieht bei dem Milan-Kadaver vom Windsberg anders aus. Der Verein hat sich mittlerweile an die Obere Bauaufsicht gewandt. Der am Montag dort gefundene Vogel war schon mehrer Tage tot. Das hat ein tierärztlicher Test mittels Wasserstoffperoxid ergeben. Und Rampe sagt auch, dass der Fundort nicht mit dem Aufschlagort identisch sei. Dort habe man nicht die für einen Schlag typischen losen Federn gefunden. Die seien - gemeinsam mit der Losung eines Fuchses - an einer anderen Stelle entdeckt worden.

Immer wieder Abschaltungen

Formeller Betreiber des städtischen Windparks ist die Windpark Brilon GmbH & Co KG, deren einziger Gesellschafter bisher noch das kommunale Versorgungsunternehmen Verbands-Energie-Werk (VEW) Korbach ist. Dort war der Milan-Vorfall von Montag nicht bekannt. Wie VEW-Geschäftsführer Stefan Kieweg gegenüber der WP sagte, halte sich das Unternehmen selbstverständlich an die Auflagen. So seien derzeit aufgrund von landwirtschaftlichen Arbeiten immer mal wieder Anlagen für mehrere Tage abgeschaltet. Zu den Auflagen gehört auch, bei Temperaturen von über 10 Grad und einer Windgeschwindigkeit von unter 6 m/sec die Anlagen die Anlagen von der Abend- bis zur Morgendämmerung abzuschalten. Kieweg mit Blick auf das Stromeinspeisungskonto: „Das haben wir zurzeit ja - leider.“ Aber ansonsten ist der Sommer super!

 

Standesamt zieht Juli - Bilanz

Westfalenpost / Lokalausgabe

06.08.2018

Im Monat Mai wurden beim Standesamt Brilon 57 Geburten, 12 Sterbefälle und 13 Eheschließungen beurkundet.

Hier die Daten aus Wülfte:

Geburten:

Anna Kristina Eliasson Kry und Benedikt Schulte Wülfte ( Maximilian )

Eheschließungen:

Katharina Maas und Tim Frank Guse Brilon

 

 

Sauerländerin forscht: Weshalb Leute ihr Studium abbrechen

Westfalenpost / Lokalausgabe

02.08.2018

von Laura Baer

Die Wülfterin Rabea Leikop forscht für ihre Bachelorarbeit zu Studienabbruch und Alternativen. Als Ex-Studierende ist sie nah am Thema.

29 Prozent der Studienanfänger, die zwischen 2010 und 2011 ein Studium begonnen haben, schaffen keinen Bachelor-Abschluss. Das ist ein Ergebnis einer groß angelegten Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Ein Wert, der zeigt, dass Studienabbruch nichts mit dem „Versagen“ Einzelner zu tun hat.

Dass hinter der Zahl vielmehr eine Entwicklung steckt, die im gesellschaftlichen Bildungsbewusstsein mitbegründet liegt, weiß auch Rabea Leikop aus Brilon-Wülfte. Sie hat sich für ihre Bachelorarbeit mit den Themen Studienabbruch und Spurwechsel befasst und der WP verraten, was sie herausgefunden hat.

Was war Ihre Motivation, sich mit dem Thema Studienabbruch zu befassen?

Rabea Leikop: Während einer Praktikumsphase in der Arbeitsagentur bin ich auf das Projekt „Spurwechsel“ aufmerksam geworden. Ich war direkt interessiert. Zu einem späteren Zeitpunkt habe ich dann nach einem regionalen Thema für meine Bachelorarbeit gesucht und wusste sofort, dass ich mich am liebsten mit dem Thema Studienabbruch und Spurwechsel befassen würde.

Haben Sie auch persönlich Bezüge zum Thema – betrifft das Zweifeln am Studium vielleicht auch Freunde, gar Sie selbst?

Ich bin in meiner Studienzeit immer wieder mit dem Thema in Berührung gekommen. Sowohl bei ehemaligen Mitschülern als auch bei Kommilitonen in der Uni oder Hochschule. Ich selbst habe auch nochmal „die Spur gewechselt“. Durch ein Praktikum für mein SoWi-Studium in der Berufsberatung bin ich auf das duale Studium der Arbeitsagentur gestoßen. Die Tätigkeit an sich, die familiäre Atmosphäre unter den Kollegen und die Perspektiven, die dahinterstehen, haben mich so überzeugt, dass ich mich beworben und nach zwei Semestern in Düsseldorf noch mal neu angefangen habe. Ich sehe mich aber dementsprechend eher als eine Studienwechslerin. Eine lange Phase des Zweifelns gab es vorher nicht.

Wie sind Sie an dann die Umsetzung der Bachelorarbeit herangegangen?

Ich habe versucht, im Vorhinein möglichst viel in der Praxis zum Thema Studienabbruch und Spurwechsel mitzunehmen. Dank der Kollegen konnte ich schon viele Knotenpunkte und Netzwerkpartner kennenlernen sowie Beratungsgespräche mit Studienabbrechern selbst erleben. Danach habe ich angefangen, Lektüre zum Thema durchzuarbeiten. Anschließend habe ich eine kleine qualitative Studie mit Experteninterviews durchgeführt. Die Netzwerkpartner von Spurwechsel haben sich glücklicherweise dazu bereit erklärt. So habe ich neben einem theoretischen Teil auch die Umsetzung eines konkreten Beratungs- und Vermittlungsangebots für Studienabbrecher näher beleuchten können.

Gibt es Erkenntnisse zu den Ursachen für einen Studienabbruch?

Bundesweit repräsentative Erkenntnisse weisen momentan nur die von Ulrich Heublein geleiteten Studien des DZHW vor. Es wird vor allem hervorgehoben, dass der Studienabbruch ein langwieriger Prozess ist, der meist durch eine Kombination mehrerer Faktoren und Motive verursacht wird. Auch in den Interviews für meine Bachelorarbeit haben die verschiedenen Ansprechpartner deutlich gemacht, dass die Gründe individuell sehr unterschiedlich sind. Häufig werden beispielsweise Leistungsprobleme oder enttäuschte Erwartungen an das Studium genannt.

Sie haben sich auch mit Angeboten für Studienzweifler in unserer Region beschäftigt – gibt es da viele?

Also in NRW gibt es das landesweite Projekt „Next Career“. Das Angebot versucht auf Landesebene verschiedene Angebote online zu bündeln. Außerdem gibt es viele regionale Beratungs- und Vermittlungsnetzwerke, die Studienzweifler und -abbrecher direkt ansprechen wollen. Hier im HSK ist es das Projekt „Spurwechsel“.

Wo müsste denn noch nachgebessert werden, damit Studienzweifler sich eben nicht schnell als „Versager“ fühlen?

Am besten müsste sich natürlich das gesellschaftliche Bildungsbewusstsein wandeln. Mit einer Ausbildung kann man mindestens genauso viel erreichen, wenn man sich weiterbildet, wie mit einem Studium. Diese Ansicht wird zurzeit allerdings nur selten vertreten, was sich so schnell wahrscheinlich auch nicht ändern lässt. Ein guter Anfang wäre sicherlich eine einfachere Anrechnung von erbrachten Studienleistung auf eine Ausbildung. Oder wenn sich noch mehr Menschen trauen, mit ihrem individuellen „Spurwechsel“ in der Öffentlichkeit aufzutreten, um zu zeigen, dass auch Karrierewege außerhalb der Hochschulbildung möglich sind. Das macht bestimmt vielen Zweiflern oder Abbrechern Mut, den nächsten Schritt zu wagen.

 

Christian und Kirsten Niggemeier regieren das Wülfter Schützenvolk

Westfalenpost / Lokalausgabe

31.07.2018

Nach einem spannenden Wettkampf um die Königswürde konnte sich Christian Niggemeier gegen Martin Ledebur und Thomas Meister durchsetzen. 

Zur Königin steht ihm seine Frau Kirsten zur Seite. Vizekönig wurde Thomas Meister.

 

Brilon ringt um Ersatzgeld aus dem Windpark-Boom

Info Zur Person

Rabea Leikop ist 22 Jahre alt und wohnt in Wülfte.

2014 hat sie am Gymnasium Petrinum ihr Abitur gemacht.

Nach zwei Semestern Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf hat sie den Studiengang „Beschäftigungsorientierte Beratung und Fallmanagement“ an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit absolviert – und schließt ihn im August mit dem Abschluss Bachelor of Arts ab.

Ab September wird Rabea Leikop ebenfalls in der Berufsberatung eingesetzt. Sie möchte bald selbst Jugendlichen bei ihrer Berufswahl und der Entscheidung zwischen Ausbildung oder Studium mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Info Zur Person

Rabea Leikop ist 22 Jahre alt und wohnt in Wülfte.

2014 hat sie am Gymnasium Petrinum ihr Abitur gemacht.

Nach zwei Semestern Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf hat sie den Studiengang „Beschäftigungsorientierte Beratung und Fallmanagement“ an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit absolviert – und schließt ihn im August mit dem Abschluss Bachelor of Arts ab.

 

Westfalenpost / Lokalausgabe

25.07.2018 /

von Jürgen Hendrichs

Briloner FDP-Kreistagsmitglied bringt Entfesselungs-Paket ins Spiel. Landrat Schneider und Bürgermeister Bartsch suchen untereinander Konsens.

Nach einigen Wortwechseln platzte Josef Mühlenbein der Kragen, er packte seine Sachen zusammen und ging. Auf die Palme gebracht hatte den FDP-Kreistagsabgeordneten aus Brilon in der jüngsten Sitzung des HSK-Umweltausschusses die Absetzung eines für die Stadt des Waldes höchst aktuellen und brisanten Tagesordnungspunktes: die Verwendung des sogenannten Ersatzgeldes aus dem Bau von Windrädern. Es geht um nicht weniger als 2,4 Millionen Euro - Geld, das vorrangig jenen Kommune zufließen soll, die durch den Bau von Windparks auch unmittelbar betroffen sind

Da hat Brilon die Kassen in jüngster Zeit ordentlich gefüllt: Knapp 1,6 Millionen Euro steuerten die Stadtwerke Brilon mit den von ihr projektierten 6 Anlagen am Windsberg und Auf der Haar zwischen Brilon und Altenbüren, die Windmüller aus Rixen und Scharfenberg mit ihren drei Rädern sowie die Initiatoren des Bürgerwindparks Wülfte-Alme (sechs Anlagen) bei. „Uns allen ist der bestehende Zeitdruck zur Verwendung der Gelder doch bewusst. Warum wird das einfach abgewürgt?“ kann sich Josef Mühlenbein richtig echauffieren.

Kritik auch von der Briloner SPD

Die Absetzung des Tagesordnungspunktes beantragt hatte die SPD-Fraktion. Doch die will jetzt nicht als Buhmann für die FDP herhalten, sondern übt ihrerseits handfeste Kritik an der Biologischer Station: Bereits im Frühjahr habe die Stadt Brilon der Station einen Maßnahmenkatalog mit rund 50 Vorschlägen eingereicht, zudem hat es Ende Mai eine Gesprächsrunde gegeben. Bis zur Umweltausschuss-Sitzung habe es „keine Rückmeldung gegeben“, sagt der stv. Vorsitzende des Ausschusses, der Briloner SPD-Ratsherr Ludger Böddeker. Die Biologische Station müsse sich „endlich einmal bewegen“, findet auch der zweite Briloner SPD-Vertreter in dem Gremium, Günter Wiese.

 

 

Das will der Leiter der Station, Werner Schubert, aber nicht auf sich sitzen lassen: „Wir sind der verlängerte Arm der Unteren Naturschutzbehörde (das ist der HSK, Anm. d. Red.), wir setzen um, was dort vorher abgesprochen wurde.“ Gegenüber der WP sagte Schubert, dass der Kreis „seine Vorstellungen habe und die Stadt hat andere. Wenn beide sich einigen, setzen wir das um.“ Das tun derzeit Bürgermeister Dr. Bartsch und Landrat Dr. Schneider. „Möglichst bis Ende des Jahres“,, so HSK-Sprecher Martin Reuther, soll ein konkretes Konzept ausgearbeitet sein.

FDP: Ehemaligen Steinbruch Hillebrand aufarbeiten

Die im Forstausschuss jüngst angesichts der Klimawandel-Diskussion abstrakt und angesichts der aktuellen Hitzeperiode konkret angeführte Notwendigkeit, in den ausgedehnte Waldgebieten aus den Ersatzgeldern Stillgewässer anzulegen, die im Ernstfall als Löschteiche genutzt werden können, können nicht über Ersatzgeld finanziert werde, so Martin Reuther. Dem stehe ein eindeutiger ministerieller NRW-Erlass vom 20. März vergangenen Jahres entgegen, nach dem der Waldeigentümer diese Teiche biotopmäßig auf eigene Kosten anzulegen habe.

Keine Erkenntnisse hat der HSK zu der von Mühlenbein aufgeworfenen Frage, ob die Landesregierung im Rahmen ihres „Entfesselungs-Paketes“ auch die Ersatzgeldbestimmungen neu regeln und lockern möchte. Der FDP-Mann hat seinerseits einen Vorschlag: die Aufbereitung des ehemaligen Steinbruchs Hillebrand bei Rösenbeck. Der sei zu einem Müllabladeplatz verkommen. Dort ließe sich eine geologisch und historisch interessante Wanderroute anlegen.

 

 

Gericht legt den Windpark Wülfte-Alme still zum Vogelschutz

Westfalenpost / Lokalausgabe

21.07.2018

von Jürgen Hendrichs

Blick über die Briloner Hochebene und den Windpark Wülfte-Alme. Wegen Verstoßes gegen Artenschutzbestimmungen in der Baugenehmigung hat das Verwaltungsgericht Arnsberg die sechs Räder vorerst bis Ende des Monats still gelegt. ( Foto: WP Hans Blossey )

 

Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat am Donnerstag im Wege einer Einstweiligen Anordnung auf Antrag des NABU den Windpark Wülfte--Alme stillgelegt.

Leicht streicht der warme Sommerwind über die Briloner Hochfläche. Träge drehen sich die Windrad-Bataillone. Nur die sechs bei Wülfte stehen still. Unfreiwillig. Donnerstagmittag hat das Verwaltungsgericht Arnsberg per Einstweiliger Anordnung die Stilllegung des Bürgerwindparks verfügt. Grund: Ein Verstoß gegen die im Genehmigungsbescheid des HSK zum Schutz des Rotmilans den Betreibern auferlegten Nebenbestimmungen.

Es geht um die sogenannten Ablenkungsflächen, mit denen die Rotmilane bei der Futtersuche von den Windrädern ferngehalten werden sollen. Für den Bürgerwindpark Wülfte-Alme liegen die am Ortseingang von Alme, und zwar im Bereich von Oberalme.

2 Hektar Ablenkfläche für den Rotmilan bei Oberalme

Dort, so hat es der Hochsauerlandkreis in seinem Genehmigungsbescheid für den Bürgerwindpark festgelegt, sind auf einer rund 21000 qm großen Wiesenfläche oberhalb der Ortsdurchfahrt während der Brutzeit von Mitte April bis Mitte Juli spezielle Nahrungshabitate für den Rotmilan anzulegen: entweder in Form von flurstücksgenau festgelegten 10 m breiten, etwa vierzehntäglich zu mähenden Streifen oder aber durch Beweidung. Dabei entstehen durch die Hinterlassenschaften der Kühe sog. Geilstellen, an denen das Gras stehen bleibt.

Welche Rolle spielt die Trockenheit?

Sinn dieser Auflage ist, ein Wechselspiel von kurzen und langen Rasenflächen zu erhalten, damit der Rotmilan, so bringt es Hans-Jürgen Arens, einer der Initiatoren und Gesellschafter des Bürgerwindparks auf den Punkt, „an die Mäuse rankommt“.

An die ihren kommen die Windmüller durch die Stilllegung derzeit nicht. Bis Ende Juli gilt die Anordnung erst einmal. Arens, selbst Landwirt, hat das Urteil überrascht. Denn am Mittwoch noch habe die Untere Landschaftsbehörde, als der HSK, die Flächen inspiziert und „für ok befunden“.

Dem stehen jedoch - zumindest punktuell - andere Feststellungen des sogenannten Ökologischen Baubegleiters sowie Eidesstattliche Versicherung eines Anliegers und eines Mitglieds des Vereins für Umwelt- und Naturschutz Hochsauerland (VUNH) entgegen. Diesen Aussagen hätten, so das Gericht, weder die Windpark-Betreiber noch der HSK als beigeladene Genehmigungsbehörde summarisch „substantiiert entgegentreten“ können.

Landwirt und Windmüller Arens fühlt sich „ungerecht behandelt“. Man brauche sich doch nur das Wetter anzuschauen. Bei der seit Wochen andauernden Trockenheit wachse das Gras nun einmal nicht so schnell nach. Und deshalb fresse auch das Vieh zurzeit die sonst verschmähten Grasbüschel rund um die eigenen Fladen. Da könne die Mosaik-Wirkung von kurzen und hohen Gräsern nur schwer entstehen.

„Signifikant erhöhtes Tötungsrisiko“

Da, so das Gericht, der HSK in seiner Genehmigung mit diesen Auflagen ein von den Windrädern ausgehendes „signifikant erhöhtes Tötungsrisiko“ habe abwenden wollen, müsse er nun die Stilllegung der Anlage verfügen.

Parallel zu dem Einstweiligen Verfügung hat der VUNH beim HSK die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens gegen die Windparkbetreiber verlang. VNUH-Sprecher Winfried Rampe: „Ziel ist weniger die Bestrafung durch eine Geldbuße, sondern die Abschöpfung der artenschutzwidrig verdienten Erträge und die Hoffnung, dass sich diese bei den Windmüllern herumspricht.“

Info / Lokales

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU), über den der VNUH und der VNV die Klagen initiiert hatten, hat ein weiteres Mal vor dem VG Arnsberg Recht erhalten. Das Gericht hat den Antrag, im Wege der Einstweiligen Anordnung die Genehmigung des HSK zum Bau des zwischen Wülfte und Nehden geplanten Windparks ( 5  Räder ) umzusetzen, zurückgewiesen; diese Sache liegt jetzt beim OVG.

 

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU), über den der VNUH und der VNV die Klagen initiiert hatten, hat ein weiteres Mal vor dem VG Arnsberg Recht erhalten.

Das Gericht hat den Antrag, im Wege der Einstweiligen Anordnung die Genehmigung des HSK zum Bau des zwischen Wülfte und Nehden geplanten Windparks (5 Räder) umzusetzen, zurückgewiesen; diese Sache liegt jetzt beim OVG.

Lokales Auch Windpark Nehden scheitert vor dem VG Arnsberg

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU), über den der VNUH und der VNV die Klagen initiiert hatten, hat ein weiteres Mal vor dem VG Arnsberg Recht erhalten.

Das Gericht hat den Antrag, im Wege der Einstweiligen Anordnung die Genehmigung des HSK zum Bau des zwischen Wülfte und Nehden geplanten Windparks (5 Räder) umzusetzen, zurückgewiesen; diese Sache liegt jetzt beim OVG

Jochheim nun auch offiziell Kassierer

Westfalenpost / Lokalausgabe

17.07.2018

Versammlung des Spielmannszuges Wülfte

Der erste Vorsitzende des Spielmannszuges Wülfte,Peter Henke,konnte im gut gefüllten Saal des Gasthofes Canisius zahlreiche Vereinsmitglieder zur Generalversammlung begrüßen.

Auf der Tagesordnung standen neben den üblichen Berichten der Geschäftsführung,des Stabführers und des Kassierers einmal mehr die Vorstandswahlen.

Nach dem Unfalltod des ehemaligen Kassierers Ralf Kraft hatte der stellvertretende Kassierer Thorsten Jochheim das Amt kommissarisch übernommen. Jetzt wurde er offiziell zu Kassierer gewählt. Nach der Wahl stellt sich der Vorstand wie fogt zusammen:

1.Vorsitzender: Peter Henke

Stellv.Vorsitzende: Laura Pape

Kassierer: Thorsten Jochheim

Geschäftsführerin: Joelle Horstmann

Stellv. Kassierer: Julian Bork

Stellv. Geschäftsführerin: Irina Kraft

Beisitzer: Tobias Ising, Christin Kraft, Sandra Kraft,

Johanna Arens ( Aktivenvertreterin )

Lennart Strohmenger ( Aktivenvertreter )

Stabführer: Jan Müller

Johanna Arens hat die Ehrennadel des Volksmusikerbundes für zehnjährige aktive Mitgliedschaft und Daniela Gerlach die Ehrennadel des Volksmusikerbundes für 25 jährige aktive Mitgliedschaft erhalten. Die stellvertretende Stabführerin Elke Becker erhielt die Ehrennadel des Volksmusikerbundes für 40 jährige aktive Mitgliedschaft.

 

Briloner Bürgermeister: „Das ist sozusagen Trampen 2.0.“

Quelle: Westfalenpost / Lokalausgabe 16.06.2018

Eine Mitfahrerbank in Alme geht in die Testphase: Die Mobilität zwischen Dörfern und Kernstadt soll erhöht werden.

Ob Lebensmittelversorgung, Bankdienstleistungen oder medizinische Versorgung, ob kirchliche, soziale, kulturelle, sportliche Angebote oder auch die Dorfkneipe: Bürger der Briloner Dörfer machen die Erfahrung, dass sich Versorgung jeglicher Art aus den Dörfern zurückzieht und in der Kernstadt konzentriert. Einen Lösungsansatz liefert eine Mitfahrerbank in Alme. Sie geht jetzt in die Testphase und soll zeigen, ob die erhöhte Mobilität zwischen Dörfern und Kernstadt Bürgern hilft, die zentralisierte Versorgung zu erreichen.

Der Hintergrund

Die Vergangenheit hat gezeigt: Bei allem Bemühen von zahlreichen Engagierten in den Dörfern, die entstehenden Versorgungslücken durch ehrenamtliches Engagement zu schließen, wird sich die Entwicklung nicht in Gänze aufhalten lassen. Viele Versorgungsleistungen entziehen sich zudem schlichtweg der Erbringung im Ehrenamt.

Bürger, Ehrenamtliche und Politik sind sich einig: Die Dörfer bleiben – auch ohne das Vorhalten der genannten Versorgungsfunktionen – wertvolle Lebensstandorte, deren Bestand es zu sichern und zu stärken gilt. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Stadt, initiiert durch Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, mit der Frage, wie die Wege zwischen Stadt und Dörfern durch zusätzliche Mobilitätsangebote verkürzt werden können.

Die Idee

Auf der Bürgerbeteiligungsplattform www.brialog.de fand von Januar bis April ein Brainstorming rund um das Thema Mobilitätsangebote statt. Dabei entstanden einige Vorschläge aus der Bürgerschaft – unter anderem zur Mitfahrerbank. Ein Antrag der SPD-Fraktion des Rates der Stadt Brilon vom 7. April 2018 greift das Beteiligungsverfahren auf und strebt die Entwicklung eines entsprechenden Konzepts an.

Das Prinzip

Wer auf der Mitfahrerbank sitzt, signalisiert, dass er mitgenommen werden möchte. Wer mit seinem Auto vorbeikommt, weiß dieses Signal zu deuten. So wird die Bank zum Treffpunkt für spontan entstehende Mitfahrgemeinschaften, bei denen jeder Beteiligte entscheiden kann, ob er sie bilden möchte oder nicht. Wer nicht mit einem Fremden mitfahren möchte, der wartet, bis ein Bekannter aus dem Dorf anhält. Die Verantwortung für seine Entscheidung trägt dabei jeder selbst.

Kinder und Jugendliche sollten auch von der Mitfahrerbank aus nicht bei Fremden mitfahren, sondern nur bei Autofahrern, die sie kennen. Das Nutzen der Mitfahrerbank als Einzelperson wird seitens der Stadt erst für Jugendliche ab Vollendung des 16. Lebensjahres empfohlen.

Der Testlauf

Ob das Konzept funktioniert, soll zunächst eine Testphase zeigen. „Die Mitfahrerbank ist sozusagen Trampen 2.0“, sagt Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, der mit den Engagierten der Alme-AG jetzt eine Testphase für eine Mitfahrerbank in Alme vereinbart hat. Nach Vorstellung des Projekts im Kreis der Ortsvorsteher haben sich drei weitere Orte bereiterklärt, an der Pilotphase teilzunehmen und über ein Jahr Erfahrungen zu sammeln: Petersborn, Thülen und Wülfte. An der Wülfter Straße hat der Dorfverein Wülfte auch schon eine Mitfahrerbank aufgestellt.

Die Zukunft

„Wir sind natürlich gespannt, wie ein solches Angebot angenommen wird. Die Tatsache, dass der Vorschlag aus der Bevölkerung kommt, stimmt hoffnungsfroh, dass es auch genutzt wird. Wenn es sich bewährt, werden wir es sicherlich auf weitere Ortschaften ausweiten“, sagte Bartsch bei der Aufstellung der ersten Bank in Alme. Am Standort Untere Bahnhofstraße in der Nähe zur St.-Ludgerus-Kirche wurde die Mitfahrerbank gemeinsam mit Wolfgang Kraft, Andreas Rohlfing (AlmeAG), Ludger Böddeker (Verkehrsverein Alme) und Andreas Kautz (Sparkasse Hochsauerland) eröffnet.

Andreas Rohlfing lieferte Hintergründe für das Engagement der Alme-AG: „Im Jahr 2015 haben wir eine Dorfbefragung durchgeführt. Mobilität war dabei ein vielfach genannter Wunsch vor allem der älteren Generation. Die Mitfahrerbank soll zur Erhöhung der Mobilität beitragen und versteht sich als Ergänzung des ÖPNV.“

 

 

Standesamt stellt Statistik für Mai vor

Westfalenpost / Lokalausgabe

08.06.2018

Im Monat Mai wurden beim Standesamt Brilon 60 Geburten, 27 Sterbefälle und zwölf Eheschließungen beurkundet. Mit der Veröffentlichen einverstanden sind:

Eheschließungen

Katharina Eigner und Vahdet Cam (Brilon-Wald), Anja Wittig und Sascha Aßmuth (Brilon), Nadine Zimmermann und Thorsten Köster (Brilon), Nadine Bönner und Manuel Wedel (Brilon), Vanessa Kappe und Fabian Henke (Wülfte), Silvia Schiewe und Ulrich Schmidt (Brilon), Natalie Schnefeld und Philipp Würfel (Brilon), Christiane Melcher und Stefan Johannes Becker (Gudenhagen-Petersborn).

Geburten

Demirka Martins Rodrigues und Mike Günter Wahl, Olsberg (Alessio); Agnieszka Góra und Bartlomiej Krzysztof Guzik, Altastenberg (Kacper); Simone Kleff und Josef Kleimann, Messinghausen (Toni); Marina Zhang und Ding Zhang, Marsberg (Lily Yihan); Carina Schröder und Andre Kier, Oberschledorn (Sarah); Ilona Gisela Schaus und Philip Joachim Schaus, Brilon (Luca-Mathilda); Esther Maria und Bernd Dietmar Waldow, Meschede (Leah); Daniela Riedel und Thomas Siepe, Bigge (Elias Mourice); Jennifer Paula und André Michael Wiegelmann, Elleringhausen (Lotte); Hannah Anna Theresia Schmidt und Christian Methner, Elleringhausen (Jonah); Janine und Dirk Rühl, Olsberg (Ben); Tugba und Güven Oktay, Brilon (Milan); Annika und René Schmidt, Hesborn (Luna); Ann-Kristin und Christoph Ewers, Meschede (Marlene und Anton); Melanie und Ralf Roth, Brilon (Noah-Emil); Bianca Anna Johanna und Michael Figgen, Wissinghausen (Louis); Daniela und Christian Bruno Guntermann, Liesen (Katharina); Linda Marie Elisabeth und Devin John Gentile, Altenbüren (Zoe Grace); Lidia Frankowski und Martin Röth, Usseln (Benjamin); Stefanie und Patrick Küper Osterwald (Tim); Julia und Marvin Lichte, Winterberg (Fia); Katharine Christina und Mesut Cavdar, Assinghausen (Emin); Sara Rietveld, Brilon (Maila Mavis); Sundus Abdullah und Omar Almotlak, Brilon (Ahmed); Simone und Tobias Mallwitz, Winterberg (Leni Amelia); Anne und Frank Heinrich, Mengeringhausen (Till); Jaqueline Driehorst und Daniel Dirks (Carla); Jennifer Köppke und Sebastian Schnettler (Paul Mattis); Dorothee und Marcel Stemmer (Jaron).


In Wülfte stehen Straßenarbeiten an

Westfalenpost / Lokalausgabe

02.06.2018

Aufrund von Straßenbauarbeiten muss die Straße Am Kapellenstein in Brilon-Wülfte voll gesperrt werden.

Daher kommt es für den Busverkehr ab Mittwoch,6. Juni,zu Haltestellensperrungen und Umleitungen.

Betroffen von den Bauarbeiten ist die Linie 481,die von Brilon über Scharfenberg und Wülfte nach Alme führt.

Bis vorraussichtlich Ende August können die Busse deshalb die Haltestellen ,,Wülfte,St.Anna-Straße und Wülfte,

am Kapellenstein" durch die Linie 481 nicht bedienen.

Eine Ersatzhaltestelle ist während der Bauarbeiten auf der St.Anna Straße eingerichtet.

 

Greta, Anna, Mia und Emma: Junge Mädchen, alte Namen

Westfalenpost / Lokalausgabe

27.04.2018

Im März beurkundete das Standesamt Brilon 42 Geburten, 30 Sterbefälle und 10 Eheschließungen. Mit der Veröffentlichung einverstanden sind:

Geburten: Debora Ama Class-Peters, Marsberg (Emmanuel Asante); Reem Al Mahameed, Olsberg (Sulaiman); Deman Ahmed Mustafa und Rizgar Abdelhamid Mohammad, Olsberg (Raman Rizgar); Jessica Barbara Kazimierek und Alexander Grot, Marsberg (Alessia); Katrin und Thomas Finger, Marsberg (Vincent); Stephanie und Christoph Plonka, Antfeld (Gwendolyn); Nadine und Reimund Otto Schwan, Marsberg (Louis); Kristin Andrea und Christian Eggert, Brilon (Titus); Astrid und Thomas Bange, Meschede (Felix); Carina und Jens Goldhorn, Elpe (Phil); Carolin und Friedrich Florian Braun, Wülfte (Eric); Olcay und Celalettin Ünal, Brilon (Hamza Ahmet); Nantia Giounis und Ali Ismail Olsberg (Isabelle); Sara Maria Mathilde und Mario Baumgartner, Dorlar (Helena); Julia Bulling, Köln (Maxim); Stephanie und Sebastian Koch, Marsberg (Anna); Kristina und Timo Klauke, Schmallenberg (Greta); Meike Sophie und Markus Heiner, Rhenegge (Mia); Sarah und Marco Hess, Brilon-Wald (Amelie-Amanda); Nadine Loch-Oppermann und Karsten Loch, Schwalefeld (Emma); Katharina Amanda Rotsch und Rick Michael Stemmer Bestwig (Hailey); Iman Dokaevna Dibirova und Ibragim Muhtarovič Aliev, Siedlinghausen (Malika); Martina und Christoph Ricken, Medebach (Elias); Doreen Engel und Rafael Christoph Ziolkowski Marsberg (Talia Juna); Sonja Beata Arlt und Fritz Werner Wolfgang Guzinski Marsberg (Fynn); Marion Hotze und Roland Klaus Schütte, Alme (Emma); Heidrun Raeggel und Jens Spanialski, Winterberg (Lena Carolin).

 

Westfalenpost / Lokalausgabe

18.04.2018

Es stand in der Zeitung

Heute vor 30 Jahren

Geruchsbelästigung auf den Dörfern

Bauausschuss: ,, Ja zu neuen Stallanlagen in den Dörfern"

lautete der Titel in der Westfalenpost am 18.April 1988.In der Sitzung des Bauausschusses drehte sich alles um Stallanlagen in Nehden,Thülen und Wülfte. Die Ausschussmitglieder diskutierten heftig über die Pläne der Landwirte. Nach damaliger Aussage des Ortsvorstehers, gab es ständig Beschwerden über Geruchsbelästigungen. ,,Wer überprüft ständig die dauernde Funktion der Lüftungen, die Klimatisierung der Ställe, die Düngung und die Lärmemissionen?", fragten sich die Beteiligten. Trotz der langen Diskussion stimmten die Politiker den Anträgen zu. In Nehden wurde eine Scheune zu einem Schweinestall umgebaut. In Wülfte entstand eine neue Stallanlage zur Sauenzucht und in Thülen ein Rinderstall.

 

Weitblick durch Aussichtsturm am Bulsterkopf

Westfalenpost / Lokalausgabe

09.04.2018

Einen Aussichtsturm am Bulsterkopf zu errichten, war ein Thema bei der Mitgliederversammlung des Dorfvereins Wülfte. Rund 45 Bürgerinnen und Bürger aus Wülfte konnte Ortsvorsteher Erich Canisius zur Versammlung im Gasthof Canisius begrüßen.

Rückblick

Nach Verlesen der üblichen Regularien gab Canisius einen kurzen Rückblick auf die Aktionen im letzten Jahr. Die Dorferneuerung „Wülfter Straße“ ist abgeschlossen und Erich Canisius hob positiv hervor, wie gut die Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern und der Straßenbaufirma Friedel Tillmann geklappt hat. In diesem Jahr soll es mit der Dorferneuerung in der Straße „Am Kapellenstein“ weitergehen. Mit Hilfe der ortsansässigen Handwerker ist das Dorfarchiv in der alten Schule fertiggestellt worden. Nun können alle Vereine hier ihre erhaltenswerten Gegenstände und Unterlagen sicher lagern. Im Herbst wurden mit einigen Helfern unter Anleitung von Sebastian Dudda mehrere hundert Blumenzwiebeln im Dorf gepflanzt. Auch zwei Ausgaben der Wülfter Dorfinfo wurden 2017 wieder an alle Haushalte in Wülfte verteilt.

 

Ausblick

Außer den alljährlichen Aktionen sollen im Frühjahr im Park bei der Infotafel ein Willkommensschild aufgestellt werden und im Oktober der Dorfwandertag wieder durchgeführt werden. Ein größeres Projekt, das der Dorfverein umsetzen möchte, ist es, den Aussichtspunkt am Bulsterkopf zu erhalten. Der nach Kyrill erschaffene Aussichtspunkt wächst langsam wieder zu. Dort könnte ein Aussichtsturm oder eine Aussichtsplattform errichtet werden, um den Weitblick zu erhalten. Gespräche mit der Stadt Brilon sind hier auch schon erfolgt.

Im Anschluss an die Versammlung gab Jörg Schlüter von der BWT und Mitorganisator der Hansetage 2020 einen Überblick über die Vorbereitungen und Durchführung der Hansetage 2020 in Brilon. Wie sich herausstellte, wird dies eine große Aufgabe für Brilon sein, die Tage mit mehreren zehntausend Menschen aus vielen verschiedenen Ländern zu stemmen. Hier sind auch die Ortschaften rund um Brilon aufgefordert, sich zu beteiligen. Jörg Schlüter sprach deshalb ganz bewusst die Wülfter Bürgerinnen und Bürger an, sich Gedanken zu machen, wie sich das Dorf einbringen könnte.

 

Briloner AC  stellt Meister

Westfalenpost / Lokalausgabe

27.02.2018

Im Anschluss an die Jugendversammlung startete der Vorsitzende Michael Bork mit seinem Rückblick, unterstützt von den Beiträgen seiner Vorstandskollegen. Ein besonderer Schwerpunkt lag hier auf den vielen sportlichen Erfolgen. Besonders erwähnt werden sollten hier der 1. Platz in der Mannschaftswertung des Sauerland-Cups, der 1. Platz in der DMSB-Slalom-Meisterschaft, den sich Jan Hoffmann auf vielen Parcours erkämpfte, sowie der 1. Platz in der Deutschen Slalom-Meisterschaft, der an das neue Clubmitglied Philipp Hartkämper ging.

Bei den Wahlen wurde der stellvertretende Vorsitzende Benedikt Schulte einstimmig in seinem Amt bestätigt, gleiches gelang Sportleiter Manfred Vogt, Pressereferentin Anke Walbaum und Kassenprüfer Sascha Nowaczyk.

Clubmitglied Sascha Fritschka wurde die ADAC-Sportnadel in Silber überreicht. Meisterschafts-Sieger Jan Hoffmann bekam von seinen Clubkameraden einen Siegerkranz für seinen Titelsieg.

 

Manuel Henke erster Brandinspektor in Wülfte

Westfalenpost / Lokalausgabe

21.02.2018

Die Löschgruppe Wülfte hat in ihrer Generalversammlung Manuel Henke für eine weitere sechsjährige Amtsperiode als Löschzugführer bestätigt.

Der alte und neue Leiter der Wülfter Feuerwehr konnte neben elf Einsatzkräften und den drei Kameraden der Ehrenabteilung auch Ortsvorsteher Erich Canisius und Ratsmitglied Stefan Kraft zu der Versammlung begrüßen. Auch der stellvertretende Leiter der Briloner Feuerwehr, Jürgen Mertens und der 1. Beigeordnete der Stadt Brilon, Reinhold Huxoll, waren der Einladung gefolgt.

Erich Canisius bedankte sich im Namen aller Wülfter Bürger für die gute Zusammenarbeit. Besonders bei der hohen Flexibilität der Löschgruppe während der Sanierung der „Wülfter Straße“. Dort war über mehrere Wochen die Einfahrt zum Gerätehaus blockiert, sodass das Feuerwehrauto an einem anderen Standort untergebracht werden musste.

Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Brilon, Jürgen Mertens, bedankte sich für die Einladung und für die gute Zusammenarbeit der Löschgruppe Wülfte und der Wehrführung. Aber auch für die gute Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und der Stadt Brilon. Diesem konnte der Beigeordneter Reinhold Huxoll nur beipflichten.

Die Löschgruppe Wülfte wurde 2017 zu keinem Einsatz gerufen, trotzdem waren die Kameraden ca. 850 Stunden im Dienst. Darunter wurden 15 Übungen und neun Schulungen abgehalten.

Neben seiner Wiederwahl gab es für Löschgruppenführer Manuel Henke auch noch eine Beförderung. Nach dem erfolgreich bestandenen Zugführerbasis-Lehrgang am Institut der Feuerwehr in Münster wurde er von der Wehrführung zum Brandinspektor ernannt. Diesen Dienstgrad hat es in der 75-jährigen Geschichte bei der Löschgruppe Wülfte noch nie gegeben.

Erfreulicherweise wird Julian Bork als neues Mitglied die Löschgruppe Wülfte unterstützen. Sie besteht nun aus 16 Einsatzkräften und fünf Kameraden in der Ehrenabteilung.

 

Ökologische Mode entworfen und hergestellt in Brilon

Westfalenpost / Lokalausgabe

06.02.2018

Fair Fashion wird immer präsenter: Auch die Designerin Gudrun Beerbohm aus Wülfte stellt solche Kleidung her. Ihr Stil: Klassisch und zeitlos.

Ende Januar stellten Designer in Berlin im „ethical fashion show“ die neueste faire und ökologische Mode vor. Für ethisch korrekte Kleidung müssen Frauen in der Region nicht weit fahren - Gudrun Beerbohm aus Wülfte produziert hier schon lange solche Stücke: Auf Kleiderstangen in ihrem Atelier reiht sich feinster verarbeiteter Stoff aneinander: Leinen in sanften Farben, umschmeichelnde, schlichte Kleider in kräftigem Schwarz. Ganz vorne hängt ein Rock: Lila Leinen in Form von Blütenblättern liegt auf einem transparent-tülligen Stoff. Ihr Stil: Schlicht, klassisch, weiblich, ab und zu verspielt.

„Ich bekomme oft von meinen Kunden gesagt, dass sie meine Sachen jahrelang tragen“, sagt die 58-Jährige und fügt hinzu: „Meinen Stil würde ich als zeitlos und schick bezeichnen.“ Die Stücke kosten um die 200 bis 400 Euro. Doch Qualität hat ihren Preis: Hier sitzt jede Naht, feinster Stoff ist Kante auf Kante genäht und die Stücke haben noch zahlreiche Abnäher - im Gegensatz zur Ware von der Stange.

Liebe zu natürlichem Gewebe

Die große Leidenschaft von Gudrun Beerbohm findet sich bereits im Material wieder: Naturstoffe - vor allem Leinen, „je gröber, desto besser“, wie sie sagt. „Naturstoffe sind ganz anders auf der Haut zu tragen als Polyester“, sagt die Designerin und schwärmt anschließend vom Gefühl der reinen Seide, die selten in herkömmlicher Konfektionsware zu finden ist. Wolle ist auch ein großes Thema: „Ich kaufe gerne bei englischen Wollherstellern, die haben wirklich eine super Qualität“, erklärt sie. Walkstoff, ein festes filz-ähnliches Gewebe, bezieht sie aus Österreich.

 

Weg zur selbstständigen DesignerinWarum üben Naturstoffe so eine Anziehung auf sie aus? „Ich war immer sehr naturverbunden“, erklärt Beerbohm. Im Wendland ist sie aufgewachsen, dort wurde damals eine Kultur der Natur gepflegt – alleine wegen der Anti-Atomkraft-Bewegung, die aufgrund der Nähe zum Endlager Gorleben entstand.

Schon während des Studiums für Industriedesign in Kassel färbte sie mit Pflanzen, die sie selbst sammelte: „Dafür bin ich extra mit dem Fahrrad durchs Land gefahren“, erinnert sie sich. Nach dem Studium absolvierte sie bei „Müller & Sohn“ in München eine Schnittmacherausbildung, bei der sie lernte, Schnitte als Grundlage für die spätere Kleidung zu erstellen.

Danach fing sie bei Hess Natur in Bad Homburg an. „Die waren mit Maas Natur die Vorreiter in Deutschland für ökologische Kleidung“, sagt die Designerin. Das sei aber alles noch ganz am Anfang gewesen, als das Unternehmen noch zwanzig Angestellte hatte. „Es war sehr persönlich und gemütlich, wie eine kleine Familie“, erinnert sich Beerbohm.

Nach ihrer Anstellung dort erledigte sie Auftragsarbeiten für Mode-Firmen und nahm Lehrtätigkeiten an, danach machte sie sich 1992 selbstständig. Zunächst arbeitete sie in Frankfurt, später zog sie nach Brilon. Früher bediente sie Ladenkunden, jetzt näht sie vor allem für Privatkunden und verkauft über mehrere ökologische Onlineshops – und über ihren eigenen.

Mehr Freiheit für die Zukunft

In Zukunft möchte sie diesen Onlinestore mit dem Namen „Alhambra“ weiter voranbringen. „Das ist ein langer Weg, glaube ich“, sagt Gudrun Beerbohm. Ein weiterer Wunsch wäre, mehr experimentelle Mode zu machen: „Ich möchte entwerfen, experimentieren und einfach eine Kollektion erstellen, weil es mir Spaß macht – mit schönen Materialien“, erzählt die 58-Jährige mit sichtlicher Freude.

Vergangenes Jahr stellte sie selbst auch auf der „ethical fashion show“ in Berlin aus. Zwar sollen damals wenige Besucher da gewesen sein, aber Beerbohm sagt auch: „Die Menschen waren sehr sympathisch und der Postbahnhof, wo wir ausstellten, hatte eine wundervolle Atmosphäre.“

 

 

Einbruch ins Tierheim Brilon Westfalenpost / Lokalausgabe

30.01.2018

Das Tierheim an der Wülfter Straße haben Einbrecher zwischen Samstag, 16:00 Uhr, bis Sonntag, 07:00 Uhr, aufgesucht. Sie brachen ein Zauntor auf und kletterten durch ein aufgehebeltes Fenster ins Gebäude, entwendeten einen Schranktresor und einen PC.

=> Hinweise an die Polizei Brilon unter Tel.:02961 - 90 200.

 

Altenbriloner Straße zu eng für einen Zebrastreifen

Westfalenpost / Lokalausgabe

25.01.2018

Erwartungsgemäß und wie von der CDU-Fraktion beantragt hat sich der Bau- und Planungsausschuss gestern Abend nicht mit dem Ausbau der Südstraße befasst. Dazu soll es, wie Ausschussvorsitzende Alice Beele (SPD) sagte, erst eine weitere Anliegerversammlung geben.

Wie ausführlich berichtet, hat der hohe Anliegerbeitrag von 19,64 Euro pro qm Grundstücksfläche bei den Anwohnern der Südstraße Unverständnis und heftige Verärgerung ausgelöst, weil der ebenfalls geplante Ausbau der Altenbriloner Straße die Anlieger dort nur mit 4,15 Euro/qm belastet.

Deren Ausbau segnete der Bau- und Planungsausschuss gestern Abend einstimmig ab. Auf rund 180 m Länge erfolgt ab diesem Frühjahr von der Hubertusstraße bis zur Bahnhofstraße ein Komplettausbau inklusive eines neuen Kanals und einer neuen Wasserleitung; zudem sollen – aber das ist mit Netzbetreibern noch abzuklären – Leerrohre für den späteren Glasfaserausbau mitverlegt werden.

Versetzte Parkstreifen

Die Fahrbahn wird 5,75 m breit, sie enthält beidseitig im Mittel 1,5 m breite Gehwege und einen versetzen Parkstreifen, der – in Fahrtrichtung bergab – nach etwa einem Drittel der Strecke verspringt. Im unteren Teil kann in Richtung Bahnhofstraße geparkt werden, im oberen Drittel in Richtung Hubertusstraße. Wobei Ordnungsamtsleiter Marcus Bange sagte, dass außerhalb dieser Parkzonen keine Halteverbotsschilder aufgestellt werden. So können bei Beerdigungen die Trauergäste auch ihre Wagen auf der Fahrbahn abstellen. „Den zeitweisen Parkdruck werden wir nicht lösen können“, sagte CDU-Ratsherr Michael Hilkenbach: „Es sei denn, wir legen anderswo extra einen Parkplatz an.“

Die Stadtwerke hatten vorgehabt. den Bereich, in dem die Parkstreifen die Straßenseite wechseln, mit einer kleinen begrünten Fläche optisch zu betonen. Das wollten die Anlieger aber nicht, deshalb soll die Stelle – wie in der Gartenstraße – einfach nur farblich markiert werden.

Rechtlich nicht möglich ist die Anlegung eines Zebrastreifens in Höhe der oberen Bushaltestelle. Für den wäre – in Fahrtrichtung bergab – nur unmittelbar hinter der Haltestelle Platz. Das, so Marcus Bange, sei aber zu gefährlich und nicht statthaft. Und eine Bushaltestelle anzulegen, lasse der Platz nicht zu.

Letzter Abschnitt in Wülfte

Das Thema Fußgängerüberweg soll im nächsten Bauabschnitt untersucht werden, dann, wenn es um den Ausbau des Kreuzungsbereiches mit der Hubertusstraße geht. Im oberen Bereich der Altenbriloner Straße, nahe des Eingangs zum Friedhof, herrsche ohnehin eine höhere Fußgängerfrequenz. hieß es.

Ebenfalls in diesem Jahr ausgebaut wird der Kapellenstein in Wülfte. Dabei handelt es sich um die letzten rund 100 m von der Ortsdurchfahrt in Richtung Alme. Im Rahmen der Dorferneuerung hat Wülfte im vergangenen Jahr bekanntlich eine neue Straße erhalten. Das letzte Stück soll in gleicher Weise ausgebaut werden - 5 m Fahrbahn und jeweils 50 cm gerompelte Betonsteinrinne. In Richtung St. Anna-Kapelle erhält die Straße einen Bürgersteig. Dazu muss eine Gartenmauer beseitigt werden. Das, so Adriane Plewka von den Stadtwerken, sei bereits mit den Anliegern abgeklärt.

Nach oben